Folge 90 - Alexandra Polic und Peter Obersteiner. Haubentaucher trifft Gans.
Shownotes
Alexandra und Peter sind zwei der jungen Menschen, die hinter „Ganz Graz“ stehen, einem neuen Medienprojekt. Originellerweise ist das Ganze primär ein Newsletter, persönlich gehalten und derzeit viermal pro Woche um 6 Uhr in der Früh erhältlich. Prinzipiell derzeit kostenlos, aber Spenden, freiwillige Abo-Zahlungen, Werbeeinschaltungen und Sponsorings sind sehr willkommen.
Wir sprechen über alte und neue Medien, über Print und Online, Live-Journalismus, über kuratierte Inhalte und die Lage am journalistischen Arbeitsmarkt. Über Förderungen aus Wien, Impulse aus der Schweiz und Reaktionen aus Graz selbst.
Das Medium wirbt mit einer Gans, sehr sympathisch. Wie es mit dem Federvieh auf Social Media läuft, wie viele Abos bezogen werden und wie die beiden die Zukunft ihres Mediums sehen, besprechen wir in einer knappen Dreiviertelstunde.
Hört rein, erzählt davon und bestellt den Newsletter der innovativen Gans. Da geht’s lang: https://ganzgraz.at
Eine Produktion von DAS POD. Idee, Fotos & Moderation: Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.at
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:22: Hier ist der Haubendaucher Podcast.
00:00:25: Am Mikrofon Wolfgang Küneld heute zu Gast und wir freuen uns sehr, Alexander Bolitsch und Peter Obersteiner mit Gründerinnen des immer noch ziemlich neuen Online-Mediums ganz Graz.
00:00:37: Sie hat in jungen Jahren beim Gastrohaft-Rolling-Pin geschrieben.
00:00:42: Kommt aus dem Magazinschonalismus, hat in Hamburg und den Graz gearbeitet, lebt derzeit in Wien.
00:00:47: Stimmt's so weit?
00:00:49: Ja ich bin nur keine Mitgründerin!
00:00:51: Das habe ich mir ja fast gedacht.
00:00:54: Eher Ausgebildeter Klimaschinalist, Hobbykicker und Gelegenheitslyriker.
00:00:58: Herzlich willkommen ihr beiden.
00:01:00: Vielen Dank dafür.
00:01:01: Danke für die Einladung.
00:01:03: Sehr gut So, Frage an euch beide.
00:01:06: Dürft ihr es da rein nach beantworten?
00:01:09: Warum braucht es ein Medium wie ganz Graz eurer Meinung noch überhaupt?
00:01:16: Die Idee für dieses Medium ist eigentlich auch aus einer Feststellung entstanden dass es in Graz noch kein lokalzentriertes Community getriebenes oder community getragenes Medium gibt und sich Es ist aus einem größeren Kontext heraus auch entstanden das wir allgemeinen der Medienszenen, Umbruch wahrnehmen.
00:01:37: Große Häuser tun sich schwer kleine ebenso.
00:01:41: Also bauen auch Stellen ab, als Journalist jetzt zu sein oder als Journalisten zu sein ist nicht so einfach.
00:01:47: trotzdem braucht es Journalismus auch als vierte Säule der Demokratie.
00:01:52: davon sind wir ganz klar überzeugt.
00:01:54: Es gibt gleichzeitig aber auch den Trend dass immer weniger Leute auch klassische Medien konsumieren möchten und auch da ein neuer Ansatz tut.
00:02:03: sicher gut Wir haben uns gedacht, wir setzen dieses lokaljournalistische Ding in die Welt um auch Graz und das was in Graz stattfindet mehr zu thematisieren weil was man sonst so in der Welt mitbekommt.
00:02:22: Ja es findet auch oft in den sozialen Netzwerken statt aber was lokal wirklich stattfindets wird eigentlich immer mehr unter den Tisch gekehrt.
00:02:29: wie siehst du das?
00:02:31: Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es nie genug unterschiedliche Medien geben kann.
00:02:36: Die unterschiedlichen Themen behandeln die unterschiedliche Menschen ansprechen.
00:02:39: dann finde ich hat man gerade im Lokaljournalismus die riesen Chance das wir sehr abstrakte Themen also ihr beschäftigt mir gleich wieder bitte zum Beispiel für mit Klima sehr stark herunterbrechen kann und nicht nur sagen kann schaut's das passiert in einem Jahr ein zweier in den drei Jahren sondern sehr konkret sagen kann das betrifft dich so und so Gleiches Bezieht sich auf die Gemeinepolitik oder viele andere Themen.
00:03:02: Und ich habe in meinem bekannten Kreis die Erfahrung gemacht, dass Ewi ganz viele Statistiken sagen immer weniger Menschen nutzen klassische Medien und ihr habt dann immer herum gefragt naja aber was wird euch denn dazu bringen?
00:03:14: Klassische Medien also irgendwie noch Nachrichten zu konsumieren?
00:03:17: und ganz viele haben gesagt Newsletter oder persönliche Ansprache oder so.
00:03:21: oder ihr erzähl ja auch privat oft von meinen Recherchen Und dann sind immer alle ganz interessiert.
00:03:26: Dann nänge ich mir so, okay aber irgendwie muss man das ja an die Menschen bringen und zum Glück haben der Peter und noch drei andere Gründerinnen dann gesagt wie machen das?
00:03:36: Ja was wir halt auch finden ist eben dass auch eine gut informierte Stadtgesellschaft irgendwie auch eine gute stabile vielfältige Stadtgesätschaft sein kann.
00:03:44: Man kommt irgendwie in den Dialog, man hält zusammen, man tauscht sich aus.
00:03:47: In unserem Kopf ist da die Informationslage und auch die Lokalinformationslage einfach ein großer Teil davon, wie man in einer Stadt sein Leben bestreiten kann.
00:03:56: Dass man mitbekommt was heute am wichtigsten ist wo man vielleicht hingehen kann.
00:04:01: Wie es gerade um die Gemeindefinanzen steht
00:04:03: usw.,
00:04:04: das hat schon eine Relevanz wenn man in der Früh rausgeht aus dem Haus und zur Arbeit geht.
00:04:10: Was eigentlich gerade so vor der Tür alles passiert?
00:04:13: Sonder Idee bis zu Umsetzung.
00:04:15: als Willang dauert
00:04:18: Von der ursprünglichen allerersten Idee bis zum ersten Newsletter, der rausgekommen ist, war es grob ein Jahr.
00:04:28: Da sind aber einige Überarbeitungs- und Entwicklungsschritte und Schleifende dazwischen passiert.
00:04:35: Und
00:04:36: auch
00:04:37: das Team und wie sie das alles gefunden hat und gebildet hat – das waren einige Absendanz auch dabei!
00:04:43: War nett, war ein Jahr.
00:04:44: So jetzt haben wir eine Frage, die nur die Alexandra beantworten kann.
00:04:48: Wie kann man Newslet aus Graz befüllen wenn man rund zweihundert Kilometer entfernt
00:04:52: wohnt?
00:04:54: Das fängt damit an dass ich jahrelang in Graz gelebt habe also ich glaube so insgesamt acht Jahre mein Studienzeit in Grazo verbracht eher nach FI Unium Und zwar dann vier Jahre weg im Ausland und bin es wieder einmal zurückgekommen.
00:05:09: Ich habe bis zu einem Jahrzehnte in Kratz gewohnt, und ich würde sagen also ja mein Hauptvonsitz ist jetzt sehr in Wien aber einer meiner Lebensmittelpunkte ist immer nur Kratzen.
00:05:17: Ich bin immer noch sehr oft da.
00:05:18: Ich hab immer noch einen sehr großen Freundeskreis in Gratzen.
00:05:22: Es ist ja jetzt wenn ich nach Grat fahre.
00:05:23: es ist wie nach Hause kommen und dementsprechend ich glaube manchmal schadet dieser externe Blick nicht.
00:05:32: Es ist schon ein Unterschied, ob man jeden Tag da ist oder nicht.
00:05:36: Aber ich glaube es gibt in Medien einfach Menschen mit unterschiedlichen Stärken... die sie einbringen können.
00:05:43: Manchmal schadet der Blick von außen nicht, ich habe viele Freunde, die von Graz nach Wien gezogen sind und trotzdem unseren Graz Newsletter lesen weil du natürlich auch als Expert in Anführungszeichen einfach interessiert bist was in einer Heimatstadt passiert.
00:05:59: also würde ich sagen entweder runterkommen weil wie gesagt ist jetzt sehr oft im Zug zwischen Wien und Graz um Freunde zu besuchen oder auch für die Arbeit Menschen anrufen, also Menschen anrufen, Menschen fragen.
00:06:14: Ich glaube diese Lokalbezug den Grat hat weil bei uns kennt gefühlt jeder... Also bei uns meine ich ihn gerade.
00:06:20: Man sieht da angestarkt, kennt jeder jeden und kriegt er so einfach ganz oft mit welche Themen Menschen beschäftigen.
00:06:31: Das war eher gutes Stichwort von wegen Wiener Publikum das ein Grazer Newsletter liest.
00:06:35: was wisst ihr denn über eure Über euer Publikum, also wieviel Newsletter verkauft ihr denn da jetzt am Tag?
00:06:42: Wie viel Prozent kommt aus Graz.
00:06:44: Wie weit kann man dann solche Daten überhaupt erheben?
00:06:49: Wie weit wisst ihr da Bescheid?
00:06:51: Also im Moment erreichen wir ein bisschen weniger als zweitausend Menschen.
00:06:55: Wir kommen vom Montag bis Donnerstag raus mit den tagesaktuellen News.
00:07:02: Wir haben ehrlich gesagt Die Hürde, um Newsletter-Abonnenten zu sein, absichtlich niedrig gehalten am Anfang.
00:07:09: Man muss bei uns eigentlich nur E-Mailadresse und Vorname angeben, um mitlesen zu können.
00:07:14: Dementsprechend wenig Daten haben wir jetzt tatsächlich gesammelt über die Leute.
00:07:18: Was wird von den Zuschriften her bekommen?
00:07:21: Ganz unterschiedlich, also es sind auch Leute aus Wien die uns schreiben.
00:07:24: Es sind Leute aus Klagenfuhrt die uns schreiben.
00:07:26: Das sind Leute gerade zum Gebung, die uns genauso schreiben wie z.B.
00:07:29: auch Einpendeln oder so und den Kratz einfach als Arbeitsort haben und wissen wollen was aber in der Stadt passiert.
00:07:35: Und wir haben vor jetzt vielleicht auch mal eine Leserinnen Umfrage zu machen wo wir sowas dann auch erheben können.
00:07:42: Aber bis jetzt sind wir da ehrlich gesagt noch relativ offen unterwegs Gehen aber davon aus, dass es schon vor allem Kratzerinnen und Kratzern sind.
00:07:52: Tenen
00:07:54: sind wahrscheinlich unter dem Dreißiger Mal drin?
00:07:58: Weiss ich ehrlich gesagt auch gar nicht so genau!
00:08:00: Also wir sind schon gestartet mit dieser Idee auch
00:08:03: voll des... Dann ihr reißt den alten Schnitt raus.
00:08:07: Voll diese junge Zielgruppe zu sein.
00:08:10: Was ich schon merke ist, dass die aktivsten Leserinnen, die uns auch ganz viel schreiben und uns Feedback geben oder uns Tipps schicken und einladen und so jetzt nicht um die zwanzig sind.
00:08:23: Und wir haben jetzt eigentlich auch davon Abstand genommen das irgendwie zielgruppentechnisch Altersdiskriminierend einzugrenzen sondern wir wollen einfach in Medium für alle Kratzerinnen und Kratzenseiten, die interessiert sind was in der Stadt passiert die eine gewisse Neuge reinbringen Und ja, die haben kulturellen und ... Ja.
00:08:43: Leben grad auch interessiert sind?
00:08:45: Gut so, ja.
00:08:46: Altersdiskriminierung ist eh was Böses.
00:08:48: Genau!
00:08:49: Was dem steht auf der Web seit junger Journalismus.
00:08:52: Wenn jetzt aber einer mit ein Siebzig in der Pension draufkommt, er wird gern etwas beitragen, wird sie einen nicht wegschicken.
00:08:57: Auf keinen Fall.
00:08:58: Also Junges Journalismus kommt eben einerseits schon durch diese Idee, die wir haben, die auch irgendwie frisch und neu isst.
00:09:04: Auch das Team, dass wir alle um die Dreißig sind.
00:09:09: Ich bin total offen dafür für Beiträge schon.
00:09:12: Von jedem Menschen!
00:09:14: Und wenn es uns länger gibt, dann in vierzig Jahren oder so...
00:09:22: Ja okay von wegen Wien ihr habt über die Wiener Zeitung eine Statthilfe bekommen?
00:09:28: Wie ging dieses also?
00:09:30: warum fördern die ein grazer Medium?
00:09:36: Medieninnovationsprogramm, Gründungszuschuss auf der einen Seite aber auch etablierte Medien können sich um diese Förderung von der Wiener Zeitung bewerben.
00:09:49: Was wir allgemein jetzt erfahren haben ist dass der Blick auch von Wien aus immer weiter in die Bundesländer geht in der Medienwelt also man merkt schon durch den Zuspruch auch den Wir bekommen das Ideen von außerhalb Wiens total gerne gesehen werden und auch gefördert werden.
00:10:08: Die Medien-Szene kannst du dann sicher auch ganz viel darüber erzählen, Alex ist schon sehr stark auf Wien zentriert.
00:10:15: Und ich glaube wir mit einem frischen neuen Ansatz immerhin aus der zweitgrößten Stadt Österreichs wurden da einfach mit offenen Armen empfangen.
00:10:23: Ganz generell geht es aber vor allem um die Neuigkeit, die Idee den Glauben daran, auch ein etwas Neues auf die Beine zu stellen.
00:10:34: Auch vielleicht mit einem neuen Geschäftsgedanken dahinter und wir sind sehr froh dass wir das kriegt haben weil ohne diese Startförderung hätten wir auch glaube ich gar nicht erstens die Mut gehabt und natürlich auch nicht die finanziellen Mittel gehabt um ganz kratzt an im Mai tatsächlich zu starten und Teil davon ist nicht nur eine Finanzspritze sondern auch ein Coachingprogramm.
00:10:53: also man hat dort ganz viele Inputs bekommen von Leuten die schon Medien machen Und auch für uns, die sowas noch nie so gegründet haben und auch für mich zum Beispiel das quer einsteigende Medien-Szene war das total hilfreich.
00:11:05: Aber wie siehst du das?
00:11:07: dieses Spannungsfeld zwischen Wien und außerhalb Wiens in der Medien-Szene.
00:11:13: Na also für mich ist grundsätzlich eh ganz spannend, weil eigentlich der Hauptgrund warum ich von Kratz nach Wien gezogen bin es eben freie Journalisten und den Graz gibt's.
00:11:20: wir wissen es alle.
00:11:22: enden wollen die Medien Szene nicht im Sinne von.
00:11:25: Es gibt nur beschränkte Anzahl an Medien und bis auf euch passiert gerade nicht so viel Neues.
00:11:32: Und lustigerweise ist das jetzt aber so als er schreibt für recht viele Wiener Medien, aber unter diesen Wienern Medien mache ich gar nicht so wenig Bundesländergeschichten aus der Steiermark.
00:11:43: Weil die einfach immer sagen wir wollen nicht nur diesen etablierten Blick aus der Hauptschätzung, sondern wir wollen auch Geschichten aus den Bundesländern und wir wollen wissen was da los ist und die Sonne... also bin auch sehr gut vernetzt in einer Wienermediengründungszene Und die Sonnen haben wir super gespannt.
00:11:59: Was kann denn im Bundesland noch passieren?
00:12:01: Vor allem halt weil Lokalmedien oder in kleineren Orten einfach.
00:12:06: dieser Vorteil besteht, dass du Menschen wirklich direkt erreichst.
00:12:11: Also wenn du sagst gründest jetzt A-Medium in Wien und versuchst damit zum Beispiel Verradelbergerinnen und Verradelberger zu erreichen also du wirst schon sehr stark geblickt und ich muss sagen in den etablierten Medien für die Arbeit sind Bundesländer Geschichten sehr gefragt.
00:12:26: I know Alexander, du hast bei der kleinen Zeitung gearbeitet Und von denen hört uns jetzt eh keiner zu.
00:12:35: Wie beurteilst du die Entwicklung der Zeitung in Print und Online?
00:12:39: Verstehst du den Sinn hinter keine dem Orangen Toastbrot?
00:12:45: Ich finde, so grundsätzlich obligt es mir natürlich nicht ein ganzes Medium zu beurten oder auch die Entwicklung zu beurteln.
00:12:53: Ich habe natürlich mitgekriegt dass das Logo diskutiert wird.
00:13:00: Ich finde es natürlich cool, dass das online jetzt einfach digital ausschaut weil die kleine Zeitung existiert doch schon sehr lang.
00:13:06: Also ich bin ursprünglich wie man unschwer hört aus der Steiermark.
00:13:11: Meine Eltern sind glaube ich eine kleine Zeitungsleser seit ich denken kann und für mich war es auch ganz lange nur diese Printzeitung was er aber eher am Land wo ich her bin etabliert ist.
00:13:23: sehr cool, dass das einfach die Webseite jetzt moderner ausschaut und ich glaube für andere Dinge müssen sie erst etablieren.
00:13:32: Also es macht total Sinn was unterschiedliche Regionen einzuteilen weil was die kleine Zeitung natürlich verstanden hat ist... Ich bin meistens nicht nur in einer Region nach Hause.
00:13:44: Ich habe eine Region in der ich lebe.
00:13:48: Ich arbeite, meine Eltern arbeiten.
00:13:49: Meine Kinder arbeiten, meine Geschwister arbeiten – ich habe vielleicht eine Region in der es dann mein Fitnessstudio oder mein Lieblingsschwimmbad ist.
00:13:56: und das Menschen nicht mehr.
00:13:59: nur meine Region einzuteilen finde ich sehr.
00:14:01: krug von einer kleinen Zeitung.
00:14:05: Mir persönlich hat keine Emotionen noch nicht gecatcht aber vielleicht brauche ja einfacher längere Eingewöhnungsphase.
00:14:12: Ja wenn du sie nicht
00:14:13: klein ihn verliebst, glaube ich wird das nichts mehr sein.
00:14:15: Ich glaube, das ist ... na ja.
00:14:19: Wie auch immer.
00:14:20: Generelles
00:14:21: Maskottchen war ein Wog, gell?
00:14:23: Angeblich.
00:14:23: Dass wir Interview dazu gelesen, dass Marken mit Maskottchern brauchen.
00:14:27: Im Prinzip, wenn man einen Haubentaucher als Maskottchin hat, dann sollte man sich darüber natürlich nicht beschweren.
00:14:33: oder die Ganz.
00:14:34: Oder eine ganz wie in eurem Falle.
00:14:37: Eine Geschichte noch zu den Förderungen.
00:14:40: Ich habe es jetzt nicht wirklich beim Recherchieren gefunden, aber irgendwie hat mal geklingelt dass ihr eine Förderung der Stadt Graz bekommen werdet oder könnte.
00:14:47: Oder wie er immer Erzählmal.
00:14:52: Ja dafür haben wir uns beworben.
00:14:55: die heißt Impulse für die Innenstadt.
00:14:58: das geht
00:14:59: von der Wirtschaftsabteilung vom City Management aus.
00:15:03: da wurden insgesamt glaube achtzigtausend Euro aufgeschrieben ausgeschüttet für zwölf Projekte, wenn ich richtig informiert bin.
00:15:14: Die ein Projekt oder ja projekte einreichen konnten um die Innenstadt zu beleben und Ich glaube habe jetzt gar nicht so einen großen Überblick was die anderen Projekten machen.
00:15:25: aber unser Ansatz ist es eigentlich live Journalismus in die Stadt zu bringen.
00:15:32: Wir haben uns kurz überlegt auch eine wie so Pop-up Redaktionen in einem Leerstand oder so zu machen, das war uns ein bisschen zu aufwendig.
00:15:39: Aber das ist noch nicht ganz vom T-Shirt.
00:15:40: vielleicht für spätere Entwicklungsschritte.
00:15:42: aber jetzt machen wir eine Veranstaltungsreihe die also auch recht ambitioniert ist eigentlich weil wir sie in diesem Jahr noch umsetzen müssen.
00:15:52: Wir haben vor vier offene Redaktionen zu machen und es ist ein Format wo wir uns in Lokale... Kratzergewerbe setzen und dort präsent sind, um Leute einladen zu uns zu kommen.
00:16:04: Und mit uns über kratzer Themen, Probleme, Interessen, Ideen usw.
00:16:09: zu sprechen, uns Tipps zu geben, uns auch Anstöße zu geben wohin wir auch schon sollten als Medium und wo wir uns einfach auch die Art zur Arbeit gerne noch näher vorstellen würden.
00:16:20: Und vier Gesprächsabende sind geplant zu einem Zeitpunkt, wo dann diese Folge auch zu hören ist und noch schon fixiert sind.
00:16:29: Also die Themen und die Orte, wo es wirklich darum geht, Panelgespräche zu machen und Journalismus auch greifbar zu machen.
00:16:36: Und auch das ist der Plan wird in Kooperation mit Grazer Innenstadtbetrieben stattfinden.
00:16:43: Die Idee ist eben einerseits unseren Journalismus zu präsentieren aber auch Leute dazu zu ermutigen in die Stadt zu kommen und dazu bleiben und mit uns diskutieren.
00:16:54: Ihr wird es jetzt zwar möglicherweise bestreiten, aber mein Eindruck ist immer noch eher aggregiert.
00:16:59: Es heißt hauptsächlich Geschichten die schon andere Medien hatten.
00:17:02: Die ließe ich jeden Tag.
00:17:04: Was bringt das?
00:17:05: und wie reagieren kleine Krone ORF-Steiermark darauf dass ihr eigentlich so viel Content von ihnen spreadet?
00:17:13: Vielleicht sage ich zuerst was und du vielleicht dann zum Alltag als Redaktorin auch.
00:17:17: Also prinzipiell ist die Idee, und das ist auch unser Kernformat jetzt gerade der Graznewsletter mit dem Ziel, das Wichtigste aus Graz lesbar zu machen.
00:17:29: Und wir Gender machen einen breiten Schwung – ich würde nicht sagen, wir sind hauptsächlich aggregierend.
00:17:35: natürlich in den Tagesthemen oder den Kurznews, schauen wir uns schon um was jetzt gerade so wichtig in Graz ist.
00:17:41: Wir haben aber zum Beispiel auch immer ein Porträt also eine Nachbarin des Tages, die wir selbst schreiben.
00:17:47: Wir haben Kritik ist auch angebracht.
00:17:52: Wir haben auch Event-Tipps, die wir persönlich reduktionell recherchieren und raussuchen und empfehlen.
00:17:58: Und wir haben auch persönliche Heropriken der Journalistinnen bei uns.
00:18:03: aber die Idee ist wirklich dass Kratzerinnen und Kratze aufstehen und die Stadt den Blick haben und dazu fehlen uns damit wieder selbst machen und selbst diese ganze Arbeit machen fehlen unzähllicherweise auch noch Ressourcen.
00:18:14: Wir schließen aber nicht aus, dass wir je mehr Geld und Ressourcen haben.
00:18:19: Je mehr Memberships oder Geld wirtschaften auch immer weiter selbst in die Recherche gehen.
00:18:25: Aber wie geht es dir eigentlich mit dem Format?
00:18:27: Aber wollen wir nicht mal einen zweiten Teil der Frage vergessen, wie kleine Korne und ORF darauf reagieren?
00:18:32: Weil irgendwie werden die das ja mitkriegt haben.
00:18:34: Dass es euch geht.
00:18:35: Und irgendwie werden sie ermitkriegten, dass ihr doch sehr viel Stoff von ihnen sammelt was jetzt kein Vorwurf ist.
00:18:41: Ich gehe davon aus, dass Ihr teilweise ein Publikum erreicht, die die gar nicht erreichen.
00:18:44: Genau!
00:18:45: Aber ich habe mir halt gedacht, rufen die dann an zu sagen, Entschuldigung kennst du bitte aufhören unsere Geschichten ständig zu bringen oder wie?
00:18:52: Also bis jetzt im Gegenteil mag auch darin liegen nicht so groß sind.
00:18:58: Aber wir kommen ja auch im Guten, also es ist jetzt auch nicht unser Anspruch da irgendwie Content zu klauen oder sonst irgendwas sondern wir sehen uns eigentlich als Ergänzung und auch als Plattform für auch andere Berichte.
00:19:11: Auch als Zusammenschau quasi vom Wichtigsten.
00:19:14: und das ist tatsächlich so passiert dass sich auch schon Medien bei uns gemeldet haben und gesagt haben, hey wäre auch cool wenn ihr uns featured.
00:19:21: Und auch uns nicht vergessen in eurer Berichterstattung was natürlich eine Auszeichnung ist für uns das wir sehr früh schon gesehen worden sind und dann liegt es einfach an uns auch das Wichtigste auszuwählen und auch einzuatmen und ja genau das danach zu bearbeiten.
00:19:39: Ich glaube tatsächlich unser Mehrwert liegt darin wie kontextualisieren Also dass wir eben nicht nur einen Bericht von einer Zeitung drinnen haben, sondern einfach sagen, Schatz, ja die anderen haben das berichtet und die haben das Berichtet.
00:19:51: Dass man einfach wirklich mehr Meinungen reinkriegt, mehr Vielfalt rein kriegt aber natürlich aktuell ist es kuratieren.
00:20:00: Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, aber ich freue mich über jede Geschichte die investigativ machen kann.
00:20:04: Aber es ist wie der Beta sagt halt einfach eine Geldfrage.
00:20:07: wenn in Zukunft jeder also jeder Abonnent und alle Abonnantin die wir haben für unsere Arbeit auch zahlen kann und will ist ja nicht nur immer Wollensfrage dann können wir natürlich auch ganz andere Art von Arbeit leisten.
00:20:21: Aber wie der Peter sagt, also wir recherchieren jetzt selbst Event-Tipps nachbarinnen und Nachbarn des Tages die wir oft aus unseren eigenen Recherchen irgendwie mitnehmen uns halt auch diese persönliche Einordnung unter persönlicher Blick.
00:20:36: ich zum Beispiel konzentriere mich sehr stark darauf die Infos die man wirklich runter zu brechen Also dass man wirklich sehr einfach sehr schnell in der Früh drüber lesen kann ob man das gelingt oder nicht.
00:20:48: Das müssen die LeserInnen beurteilen, aber ich würde sagen momentan ist wirklich das was wir leisten Kontextualisierung und...
00:20:57: Frau Gefehler zwischen was waren eure bisher erfolgreichste eigen recherchierte Geschichte?
00:21:03: Was sich am meisten Leute gemeldet haben oder ihr meiste Aufrufe auf der Website hattet oder was auch immer?
00:21:11: Tatsächlich auf Social Media stattgefunden, muss man sagen.
00:21:15: Also das war im Zuge des Wahlkampfs wo am Krisplatz Herr Groß durchaus Welle gemacht hat ja auch mit einem Video, wo er auch FPÖ-Wahlbewerbung gemacht und eigentlich rassistische Aussagen getätigt hat über die Geschäftsleute, die am Kriesplatz arbeiten.
00:21:35: Und unser Social Media-Relektörer Michael, Michael Zechari und ich sind dann... dorthin gegangen und haben mit den Geschäftsleuten gesprochen, wie das eigentlich bei ihnen ankommt.
00:21:45: Und da habe ich eine kleine Geschichte draus gemacht die wir dann auf so Schmiede gespielt haben und die ist sehr eingeschlagen.
00:21:52: also die war wirklich für das dass es ein auch Karusellformat nicht einmal in Videoformat war sondern zum nachlesen sehr gut geklickt und wohl also die Kommentare sind auch ziemlich explodiert.
00:22:06: Das war für mich nicht ganz so vorher zu sehen.
00:22:08: aber auch cool
00:22:11: Social Media ist meine nächste Frage.
00:22:14: Ihr seid phänomenal gestartet, das haben wir vor einigen Wochen schon mal besprochen.
00:22:19: Jetzt habe ich mir das wieder angeschaut und ich habe jetzt aber keine professionelle Social-Media-Analyse drüberlaufen lassen nicht mehr nur die Likes angeschauen.
00:22:26: Und dann merkte ich, aha ok jetzt hat sie in der Realität angekommen.
00:22:29: Jetzt spielt sie nämlich News und News fahren halt nicht ganz so gut wie Branding oder was auch immer.
00:22:34: am Anfang ist es halt ja im Start-up und Neuigkeitsfaktor und Branding.
00:22:41: Jetzt würde ich mal sagen, ist das eher verhalten?
00:22:44: Ist das womit man letztlich eh rechnet?
00:22:47: oder sitzt ihr da jetzt schon mit Rauchenköpfen und sagt wieso hat es früher so super funktionierend?
00:22:52: Jetzt kriegen wir euch gleich viele Likes wie jeder andere auch wenn er nix Polarisieren das rausschießt, weil Polarisierung geht halt momentan wahnsinnig gut.
00:23:01: Polarisieren geht wahnsinnig gut, ist aber jetzt nicht unbedingt Teil unserer Identität.
00:23:06: Also wir wollen jetzt nicht polivar oder extrem reißerisches Medium sein und dementsprechend so schmiede auch dadurch dass es nicht unser Hauptkanal ist unsere Hauptmedium und unsere journalistische Arbeit findet im Newsletter statt Und zum Teil immer auch live, aber so Schmiede ist für uns eigentlich eher eine Art Visitenkarte und ein Vehikel auch einmal entdeckt zu werden.
00:23:28: Einen Einblick in unsere Arbeit zu bekommen und dann vielleicht so viel Lust auch zu bekommen tatsächlich den Newsletter zu abonnieren.
00:23:35: Das passiert auch.
00:23:38: Ich bin demgeüben überrecht entspannt muss ich sagen.
00:23:41: wenn ich jetzt einen exklusiv so Schmidermedium wäre dann müsste ich mir schon länger Gedanken machen.
00:23:47: Aber ich finde, es ist total herzogbar was wir da auch machen und wir überlegen uns immer wieder neue Sachen.
00:23:53: Und ich bin jetzt auch ganz gespannt, was passiert wenn wir dann die Veranstaltungen wieder auf Social Media begleiten?
00:23:59: Weil das war gerade in der Anfangsphase als wir unsere Live-Session gemacht haben.
00:24:03: ein Faktor glaube ich dass wir recht schnell Reichwerte bekommen haben, dass wir einfach live Mitschnitte von unseren Gesprächsabenden hatten im Zuge des Wahlkampfs
00:24:14: Wann auch immer die Folge erscheint, aber mir hat er heute ein Vögel einzugetragen, dass sie eine Veranstaltung zum Thema Grazatabi macht.
00:24:22: Ja da sind Gespräche ja auch im Laufen und das ist schon auch ein Thema.
00:24:29: was wir spannend finden und was wir halt auch spannend finden sind auch Kooperationen oder zusammenarbeit mit anderen Medien und anderen Medienleuten.
00:24:38: Das versuchen wir auch anzustoßen und dem sind wir voll offen.
00:24:42: Thema Stadion gibt es auch Experten aus der Fußballbranche, die mit uns da was gemeinsam machen wollen.
00:24:50: Sehr schön!
00:24:51: Ja jetzt kommen wir wieder zur Journalistin weil ich habe dann letztlich am Ende je ein Marketingfragen.
00:24:56: und jetzt komme noch einmal zur Journalisten.
00:24:58: Was würdest du denn so generell über die österreichische Medienlandschaft sagen Alexandra?
00:25:04: Wie bist Du denn damit grundsätzlich happy?
00:25:07: vielleicht einem internationalen Vergleich?
00:25:10: Zwei tausend Kollegen und Kolleginnen von dir stand heute arbeitslos.
00:25:16: Wie viel macht man sich da als junger Mensch Sorgen?
00:25:19: Ja, wie siehst du das?
00:25:20: wird sich die Newsletter-Bewegung ausbreiten?
00:25:23: oder geben wir uns mal einen Überblick oder einen Einblick in deinen Denken was Journalismus in Österreich angeht?
00:25:28: Das
00:25:28: sind jetzt sehr viele Fragen auf einmal.
00:25:30: ich versuch Sie aufzutrücken Ich versuch sie aufzutröseln, wie ist mein Blick auf die Medienlandschaft in Österreich?
00:25:39: Also vielleicht auch mal als Kontext zu mir.
00:25:43: Ich habe angefangen zur Arbeiten vor zehn Jahren in Deutschland also ich war in der deutschen Medienszene bevor in der österreichischen so wirklich weit davor ab und zu in Österreich publiziert.
00:25:52: Da habe ich noch studiert.
00:25:53: das war jetzt Nicht sonderlich groß.
00:25:56: Was für mich mehr ein ganz großer Unterschied war ist, also der Anspruch in Deutschland war sehr viel höher.
00:26:03: Ich würde sagen es kommt einfach aufs Medium an.
00:26:06: Es kommt auf das Medium drauf an aber ich hab's schon auf eine ganz andere Art und Weise gelernt in Deutschland.
00:26:12: Also so ein Text läuft auch durch viel, viel, viele Schleifen, wenn ich in Deutschland einen Text abgebe bin immer sicher... Wenn der Heiklis hat eine Rechtsabteilung gesehen und in Österreich weiß ich das nicht immer.
00:26:26: Also, ich würde sagen Arbeitsweise sehr unterschiedlich.
00:26:29: aber das will jetzt auch wirklich nicht generell über die ganze österreichische Medienlandschaft sagen.
00:26:34: Aber dass ist einfach meine persönliche Erfahrung.
00:26:37: Ich finde was mir... Österreich immer ein bisschen fehlt die Diversifizierung.
00:26:41: Ich finde, wir haben sehr viele Leitmedien, die das gleiche Publikum erreichen.
00:26:48: Ich find's ja schade, dass für junge Menschen auf den Medien gibt es quasi nur auf Insta.
00:26:55: Ich finds nicht schlecht, dass es nur auf insta passiert aber ich find, wir ruhen uns dazu sehr drauf aus zu sagen, wir reichen jungen Menschen nur über TikTok oder über Insta.
00:27:02: also machen wir nur TikTok und Insta!
00:27:04: Das ist cool, dass das jetzt an Newsletter-Medium gibt.
00:27:08: Was Newsletter betrifft, muss ich sagen.
00:27:10: Ich war vor Jahren eines Besseren belehrt worden weil ich persönlich immer gesagt habe Peter, bitte killen wir jetzt nicht wer liest den Newsletter?
00:27:21: Aber wir haben dann damals für das Medium, dass ich gearbeitet hab an Newsletter gestartet und wir haben Engagement Rates gehabt.
00:27:27: es war ihre!
00:27:27: Es ist ja jetzt bei ganz Grad so.
00:27:29: in meinem ganzen Leben als Journalistin habe noch nie so viel Feedback gekriegt, so viele Anschriften von Leserinnen und Lesern.
00:27:36: Also das ist schon der Wahnsinn.
00:27:39: Ich finde es super wichtig, dass man neue Sachen probieren.
00:27:42: Ich weiß aber auch wie schwierig das ist.
00:27:43: Sie kriegt das von extrem vielen Kolleginnen und Kollegen mit, die irgendwie neue Medien starten, neue Filmagenturen starten.
00:27:52: Die halt dann sechs Monate von den Förderungen leben und dann war's keiner mehr oder sie selbst einfach so dermaßen ausbeuten.
00:27:59: Will ich das?
00:28:01: V.a.,
00:28:01: wie lange will er das?
00:28:02: Wenn es auch gelebt ist mit Anfang zwanzig, dann geht's ihm halt meine Lebenskosten so gering wie möglich.
00:28:09: Dann kann man das vielleicht machen.
00:28:10: oder wenn man sagt, man steht am Anfang von seinem Berufsleben und jetzt geht mir einfach einmal volles Risiko.
00:28:16: Okay, aber ansonsten frage ich mich schon oft, wie lange wollen wir das in welchem Ausmaß machen?
00:28:22: Und wie blicke ich?
00:28:23: als Junge mache ich mir Sorgen, genau mache ich mich Sorgen war die Frage Ja-und Nein!
00:28:28: Ich glaube, wenn man als halbwegs realistischer Menschen am Medienszenen arbeitet, weiß man immer, dass es ein kurzfristiges Spiel sein kann.
00:28:37: Ich sag ganz oft mir geht's jetzt beruflich super!
00:28:41: Aber es ist ein Moment der Aufnahme, ob das nächste Seil im Oktober da sitzt und das gleiche Sack kann ich nicht versprechen.
00:28:49: Es wird jetzt zum Beispiel die Medienförderung neu ausgearbeitet und finde das extrem wichtig.
00:28:53: Ich find's auch super wichtig dass es so Förderungen wie das InnoLab gibt oder andere Möglichkeiten, die halt auch vor allem alle in Wien sitzen.
00:29:00: Also die Medienlandschaft in Österreich ist einfach sehr stark!
00:29:03: zentriert.
00:29:04: Und was mir irgendwie auch total auffällt, ist dass ja die Medien in Österreich die investigativ arbeiten unter der Masse oft gar nicht bekannt sind.
00:29:13: Da will ich jetzt... also viele Dinge, die ich sage, sag ich jetzt ab.
00:29:16: Ich weiß aber an und wie man es besser machen kann.
00:29:20: Also ich will jetzt nicht nur Vorwürfe streuen.
00:29:21: Es ist einfach so ein Ding, den wir auffallen, die wir in einer Branche auffüllen, diskutieren wer erreicht wen und unter welchen Umständen für welches Geld.
00:29:28: Das weiß man halt oft nicht!
00:29:32: Und zu meiner persönlichen Situation ist ich immer Sorgen machen kann, wenn es so weit ist.
00:29:38: Davor bin ich beschäftigt genug mit Recherchen und jungen Medien.
00:29:43: von dem her sehe ich es aktuell gelassen.
00:29:47: aber die Situation ist natürlich schwierig und ich sage aber jetzt auch es geht ja nicht nur um mich persönlich, Journalismus ist ja eine Säule der Demokratie.
00:29:55: Wenn ich neben einem Journalismus bin und dafür kommen zwei andere Menschen nach und sagen okay dann mache ich halt was anderes.
00:30:00: Aber so ist das ja nicht Und es ist das Besorgniserregender.
00:30:04: Schautout für dossier, hätte ich mal gesagt zum Beispiel.
00:30:07: Kaut euch alle das dossier?
00:30:10: Das stimmt!
00:30:12: Weil du gesagt hast Deutschland und Insta würde ich noch gern nachfragen was doch eine recht starke Entwicklung ist, ist quasi Insta schon ein Alismus.
00:30:20: Nein, nie.
00:30:21: das jetzt einmal vor allem auf der politischen Ebene also unser Freund Markant oder so z.B.
00:30:26: als einer der Leuchttürme sowohl vom Körpergröße als auch von Reichweite.
00:30:32: So was haben wir vermutlich in Österreich nicht wirklich, außer ich habe es übersehen.
00:30:37: Wäre das gut oder siehst du das sowieso eher kritisch?
00:30:40: Was er und Kolleginnen und Kollegen da so machen?
00:30:44: Es ist jede Arbeit nicht kritischer wie sie Instagram als Plattform.
00:30:47: kritisch weil wir arbeiten ja gratis für einen großen Konzern von dem wir wissen dass auf viele Rechte die selbstverständlich sein sollen nicht so selbstverständliche nimmt.
00:30:56: und je mehr Reichweite wir generieren desto mehr Geld generieren wir für Insta.
00:31:02: Das Gleiche mit Tiktok, da wisst man ja auch wo der Konzern beheimatet ist.
00:31:06: Also ich sehe gar nicht so grundsätzlich diese Arbeit als schlecht.
00:31:10: Ich finde jeder Mensch, der qualitativ hochwertig arbeitet, Quellen offenlegt und Menschen damit erreichen kann, finde ich gut.
00:31:18: Also es wird sehr lang wirklich transparent gearbeitet und einfach unterschieden wird zwischen erzähle ich dir eine persönliche Meinung oder zähle Fakten?
00:31:29: Und da stütze ich das total, ist sich wirklich nur sehr kritisch.
00:31:32: Welchen Plattformen wird damit in die Hände spielen?
00:31:36: Sieh jetzt allerdings nicht so viele Alternativen weil ... Newsletter!
00:31:41: Okay,
00:31:41: Newsletter
00:31:44: und vielleicht nur noch kurz zum Markant der ja eh nur einer von mehreren ist aber halt mir sehr stark aufhat Den Stil findest du auch okay, also ich denke er macht politische Informationen.
00:31:55: Er macht politisch Aufklärung vielleicht aber er kriegt natürlich auch Vorwürfe dass er da jetzt leut irgendwie eigentlich zur Schau stellt gerade AfD-Wähler und Wählerinnen die oft dann nicht wahnsinnig gut weg kommen.
00:32:07: sie sind erwachsene Menschen und vermutlich selber schuld.
00:32:11: Aber wie weit ist es?
00:32:14: Also Politjournalismus Wie weit ist das möglicherweise tatsächlich?
00:32:17: halt einfach Social Media Game.
00:32:20: Würdest du es so machen zum Beispiel?
00:32:22: Würdest gut finden, wenn der Standard irgendein jungen Menschen auf die Straße schickt oder irgendwer sich findet, der das auch so
00:32:28: macht.
00:32:30: Ich würde es so nicht machen, aber ich finde im Journalismus hängen einfach sehr viele unserer Arbeiten und unseren eigenen Standards.
00:32:37: Und ich sage jetzt gar nicht, dass das gut oder schlecht ist.
00:32:39: Aber ich habe mir gewisse Regeln aufgelegt.
00:32:41: wie arbeiten wir, weil mir das einfach mein persönliches Berufsverständnis ist und ich zum Beispiel glaube, dass meine Frage ist ob man AfD-Wählerinnen und Wähler, wie man die überhaupt medial erreichen kann?
00:32:53: Aber ich glaube wir erreichen sie gar nicht mehr, weil wir uns gegen sie stellen also im Sinne von und so über sie lustig machen.
00:33:02: Das ist aber mein persönlicher Zugang, ich weiß nicht ob es der Richtige ist.
00:33:07: Es stellen sich ja ganz viele Journalisten in unterschiedlichen Ländern die Frage wie erreichen wir Menschen, die sehr weit rechts damit stehen?
00:33:16: was ist da ein guter Zugang?
00:33:18: Ich persönlich glaube das Ausschließen und Lustigmachen keine guten Zugänge sind weil so haben wir noch nie Menschen erreicht einen privaten berechnet.
00:33:25: das ist gar nicht nur mediale Kommunikation ob es richtig ist, was man historisch gesehen immer als fünfzig Jahre später und ich hoffe dass da jemand eine gute Lösung findet oder wir alle gemeinsam eine gute Lösungen dafür finden.
00:33:41: Ich habe heute mit einem Journalisten gesprochen über euch weil man bereitet sich hervor und hat gesagt naja überspitzt formuliert müssten die eigentlich ein bisschen konservativer wären zwischendurch weil die sind halt so wie jeder sei immer so gesagt zu süß und jung und leicht links liberal So, und er hat gesagt naja aber die müssten eigentlich mehr.
00:34:01: ähm also die brauchen noch mehr Gradsthemen, noch wuchtigere Gradstheemen.
00:34:05: Und sie mussten eigentlich eine konservativere Gruppe ansprechen.
00:34:08: Überlegt ihr euch das zwischendurch?
00:34:10: Also jetzt war gerade mal so ein viertägiger Volkskultur.
00:34:14: Wahnsinn da draußen!
00:34:16: Das seid ihr eigentlich relativ elegant umgangen.
00:34:18: wenn ich es richtig mit verfolgt habe wobei in diesen vier Tagen versucht hab Medien tendenziell zu vermeiden muss ja sagen Ihr habt euch jetzt weder positioniert als Hurra, wir bringen jetzt auch ganz viele Videos vom Aufsteuern.
00:34:31: Ich habe jetzt aber keine weißen Kritik bei euch gelesen.
00:34:34: also wie versucht ihr da verschiedene Gruppen tatsächlich zu erwischen?
00:34:39: dass man jetzt ganz rechts außen der Wisch würde ich mal ausschließen weil die haben einfach schon ihre eigenen Medien Und das ist eher ein großes Problem, dass meine Demokratie haben und allen in den Medien haben.
00:34:49: Aber ich glaube, das werden wir drei hier jetzt nicht mehr ändern.
00:34:53: Aber was du vielleicht eben erwischt so wie der Herr Journalist gemeint hat sind ja Leute die jetzt nicht links oder mitten sind sondern sich vielleicht noch als Mitte definieren oder Mitte rechts oder was auch immer.
00:35:08: Ja, große Frage.
00:35:10: Ich glaube ich weiß von wem du sprichst, der diese Idee quasi für uns gebracht hat.
00:35:21: Ich versuche es ein bisschen zu vermeiden in diesen politischen Gebilden zu denken einfach.
00:35:26: also ich glaube wir machen die Art der Arbeit wie wir sie machen auch aufgrund unseres Zugangs zu Journalismus und auch auf Grund unserer persönlichen Art auch zu schreiben, Themen auszuwählen.
00:35:39: Wie gehen danach was immer relevant ist?
00:35:41: Wie gehen nach ja... persönlicher Relevanz und überhaupt relevantes.
00:35:45: Wir schreiben persönlich ich glaube das diese Art schon und versuchen möglichst niederschwellig zu schreiben.
00:35:50: also ich glaube dass diese Art und Weise schon auch Leute erreichen kann einfach zu schreiben und dazu sein die sonst vielleicht mir nicht so gern konsumieren weil sie sich auch angesprochen und abgeholt fühlen.
00:36:02: politisch stellen wir uns aber nicht in irgendeinem Eck.
00:36:06: Wo sind möglichst überparteilich in unserem Zugang?
00:36:10: Natürlich gibt es immer wieder Leute, für die wir vielleicht nicht zu links oder zu konservativ sind.
00:36:17: Ich kann's nur vorsagen eben wenn jemand das gleiche wie ein siebzeigjähriger Redakteur bei uns arbeiten möchte... bis in anderen Brille auf Graz schaut und uns davon überzeugt gerne bei uns mitarbeiten zu wollen, dann sind wir da auch offen.
00:36:32: Aber am Ende muss der Journalismus, glaube ich, das Produkt am Ende einfach passen.
00:36:37: Wir wollen jetzt aber keine politische Färbung extra reinbringen damit wir irgendwie ein extra erreichen.
00:36:44: Jetzt kommen ein bisschen die Marketingfragen.
00:36:45: Mir ist schon klar, dass eure Marketingchefin hier nicht am Tisch sitzt, aber er wird es schon informiert sein.
00:36:49: vermutlich Was mir relativ neu erschien, ihr bietet jetzt auch Werbemöglichkeiten im Newsletter.
00:36:57: Bis jetzt habe ich noch nicht wirklich was gesehen – läuft da schon etwas?
00:37:02: Oder
00:37:02: ist es so geschickt versteckt, dass das nicht
00:37:04: funktioniert?
00:37:06: Na also prinzipiell ist unser Finanzierungsmodell langfristig schon so gedacht, dass lokale Werbung auch Platz hat bei uns und wir schließen das nicht aus.
00:37:18: Es besteht eigentlich aus Memberships, also man kann für uns zahlen.
00:37:21: Wir rufen dazu auf auch immer wieder unseren Journalismus zu unterstützen weil nur durch den Beitrag von Mitgliederinnen und Mitgliedern, Members wie wir es nennen, ganz uns wirklich geben.
00:37:32: das zweite ist eben auch lokale Werbung.
00:37:34: Das dritte ist wie bei allen anderen Medien auch irgendwie Förderungen.
00:37:38: Der Werbemarkt hängt halt schon auch von Reichweite ab für ganz große Kaliber, einfach noch ein bisschen zu klein und mit kleinen Kalibern die wir uns sozusagen Werbung schalten sollen sind.
00:37:52: Wir jetzt doch schon laufen den Gesprächen also da tun sich schon Dinge auf.
00:37:56: das ist allerdings auch ein sehr zeitintensiver Job so Werbungen aufzustellen und wir sind doch ein recht kleines Team Und mittlerweile ist es ja auch sehr in meinen Aufgabenbereich gekommen und ich versuche das auch zu etablieren.
00:38:09: Das dauert aber auch noch ein bischen.
00:38:15: Man kann aber wirklich bei uns gerne und wir sind auch offen dafür.
00:38:18: Ja,
00:38:19: die Fleischhauerinnen und Tiershöhere
00:38:21: ... ja lokal!
00:38:23: Wir vermitteln das gern in die zehnte Provision von zwanzig
00:38:27: Prozent
00:38:27: vielleicht.
00:38:28: wenn ihr bei mir anfragt.
00:38:31: In dem Zusammenhang noch eine Frage.
00:38:33: da steht dann auch ihr bietet es auch gerne neue ungewöhnliche Werbelösungen an so in etwa?
00:38:39: Da haben wir gedacht ah native advertising ...
00:38:43: Native Advertising nicht nahm.
00:38:46: Ewig
00:38:46: schadener!
00:38:48: Gut, ja dann würde ich mal vorschlagen dass wir ins Finale kommen.
00:38:54: in aller Kürze heißt die Rubrik und sinnvollerweise würdet ihr das vielleicht abwechselnd beantworten?
00:38:59: Dann müsst euch nicht ums Mikro streiten.
00:39:03: Nun machen wir die Frage mal offen wer hat an Witz?
00:39:07: Ich nicht.
00:39:09: Überleg grad.
00:39:11: Ja, überlegt du ein bisschen an Fogginn im Betein zwischen was anderes.
00:39:15: Lieblingsnewsletter weltweit und in Österreich.
00:39:19: Lieblingsnewsletter weltweit?
00:39:21: Und in Österreich?
00:39:24: In Österreich... Ganz kratz!
00:39:29: Ich lese den Fall der Morgen ganz gerne, muss ich sagen.
00:39:32: Weltweit.
00:39:33: Ja also
00:39:34: Deutschland ist auch schon welt zum Beispiel wenn das leichter fällt.
00:39:39: Ich sage jetzt einfach Nein, ich lese die Schweizer gerne.
00:39:43: Ich lese den Zürich-Newsletter gern auch um uns zu inspirieren und ich finde die machen das wirklich auf eine coole Art.
00:39:50: Du
00:39:51: hast schon ein Witz Alexander?
00:39:53: Das Problem ist alle Witze kennen von meiner Oma, die ja im Newsletter sehr präsent ist.
00:39:58: Meine Oma hat Freie Gausthausgaben, die sind alle nicht jugendfrei!
00:40:01: Ja wir haben aber nur höhere Achtzehn.
00:40:05: Ich weiß trotzdem nicht, ob ich Witze von meiner Oma erzählen kann.
00:40:08: Wir sind ein Haufen Newsletters eingefallen.
00:40:11: Darf ich auch noch
00:40:12: beantworten?
00:40:12: Ja, dafür muss der Peter ein Witze sein.
00:40:14: Jawohl!
00:40:14: Bitte überlegt oder wir rufen meine Oma an.
00:40:19: Elise total gern hielt von der Emily Adkins.
00:40:24: Elise auch super gerne alle Newsletter vom Carben Brief.
00:40:28: Also Elise ist ein Haufen Klima-Newsletter.
00:40:30: überraschenderweise... Die New York Times schreibt auch ein super Klimaneusletter, also mega spannend.
00:40:39: Und tatsächlich ließe ich auch seit ich bei ganz Graz bin, Zürich und so weiter weil uns das einfach extrem geholfen hat zu zuschauen wie machen die das?
00:40:48: Wie bauen diese einen Text auf?
00:40:49: und dann macht man eine Mischung aus.
00:40:51: was machen die anderen?
00:40:53: und wie kann ich noch meine persönliche Note mit reinbringen.
00:40:57: Gut, das ist mir ein Witz lausen wir.
00:40:58: Ihr werdet es einfach einen in nächster Zeit dann mal in den Newsletter einbauen und der gehört an mir.
00:41:04: Kannst du da die Oma in Ruhe fragen?
00:41:07: Im letzten
00:41:08: Salswitz die Tagespresse zitiert falls das geht.
00:41:11: Die haben geschrieben dass die KPO den Kapitalismus abgeschafft hat weil sie kein Geld mehr haben.
00:41:17: Ja geht so.
00:41:19: Traurig!
00:41:23: Wir sagen ja in unserer Intro gutes Essen und schlechte Witze.
00:41:27: Also gutes Essen.
00:41:32: Das war jetzt gar kein Kommentar zu deinem Witz, sondern das war der Versuch einer Überleitung.
00:41:38: Bestes Beisling Gratz dürfte beide beantworten!
00:41:43: Ich sage das jetzt... also es ist ein tägliches Standel würde ich sagen, das Glasalarm-Ländplatz.
00:41:48: Die Kompüse?
00:41:50: Gibt es eigentlich so ein ganz Grazlokal, wo ihr dann ständig sitzt?
00:41:53: Also wie noch bei Radio Helsinki war das das Mondschennstüro.
00:41:58: Haben wir noch nichts wirklich etabliert, gell?
00:42:01: Ich sehe euch ganz oft beim DAX!
00:42:05: Stimmt da sind wir relativ
00:42:06: oft.
00:42:07: Da haben wir auch schon eine Veranstaltung gemacht und das ist ein cooler Raum.
00:42:12: Es war gar nicht Radio Helsinkie.
00:42:13: übrigens was Radio Zag viel früher schon Als Mondscheinstuhl gibt es so ja auch nicht mehr.
00:42:18: allerletzte Frage.
00:42:20: Fangen wir die Alexander rot oder schwarz und das ist nicht politisch
00:42:24: gemeint?
00:42:25: Dann würde ich sagen Rot, weil er großer Fan von bunten Farben bin!
00:42:30: Sehr schön, weil Schwarz ist ja kaputt.
00:42:33: Danke ihr zwei, dass ihr da wart.
00:42:35: Viel Erfolg mit eurem Newsletter im kommenden Jahr!
00:42:39: Mit neuen Sponsoren und Sponsorinnen.
00:42:43: Abonnenten, Abonentinnen und allenfalls auch ausgeschütteten Fördergeldern.
00:42:48: Liebes Publikum, liebe Leute dort draußen, danke fürs Zuhören!
00:42:52: Liebes Pott, danke für die Produktion.
00:42:54: bis zum nächsten Mal auf Wiederhören!
00:43:00: Das war der Haubentaucher Podcast.
00:43:03: Wenn es euch gefallen
00:43:04: hat, bewertet das Werk
00:43:06: doch bitte positiv
00:43:07: und teilt es auf dem Kanal Eurer Wahl.
00:43:10: Ewige Dankbarkeit ist euch
00:43:25: gewiss!
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