Folge 89 - Diana Brus. Der Promi-Faktor ist gar nicht so schlimm.

Shownotes

Wie veranstaltet man ein autarkes Festival? Diana Brus ist bei La Strada und bei Cirque Noel in Graz für Kommunikation und Finanzen verantwortlich. Ihr täglicher Job hat daher mit Ticketverkäufen, Förderungen und Sponsoring zu tun. Aber auch mit dem Wetter. Und das wird tendenziell auch nicht einfacher, wenn man im Sommer ein Festival organisiert, das vorwiegend im Freien stattfindet.

Wir reden über die Kindheit in Berlin, über die Kunst, das liebe Geld und über das Bruseum, das ihren Eltern gewidmet ist und das immer wieder in der Kritik einer steirischen Regierungspartei steht.

Hört rein und erzählt es weiter, wenn es euch gefallen hat.

Eine Produktion von DAS POD. Idee, Fotos & Moderation: Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.at

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:21: Hier ist der Haubendaucher Podcast am Mikrofon Wolfgang Künelt.

00:00:25: Heute zu Gast und wir freuen uns hier.

00:00:27: Diana Bruce, Kulturmanagerin wäre wahrscheinlich die beste Bezeichnung für ihren Job.

00:00:33: Sie ist zuständig für Kommunikation und Finanzen bei Festivals wie La Strada, Cirque Noël & Asso Noa.

00:00:41: Studium der Kunstgeschichte in Graz aufgewachsen im Berlin – herzlich willkommen!

00:00:46: Hallo!

00:00:47: Diana normalerweise fasse ich die Biografie des jeweiligen Gegenübers am Anfang in aller Kürze zusammen.

00:00:53: Diesmal möchte ich dich aber bitten erzähle uns etwas über Kindheit und Jugend von Diana

00:00:57: Brus.

00:00:59: Okay sehr gerne also.

00:01:02: geboren bin ich in Wien Bin aber schon in frühen Jahren, als ich zwei oder drei war mit meinen Eltern aus vielleicht Bekannten oder Unbekannten.

00:01:15: Vielleicht kann man noch dazu gründen nach Berlin ausgewandert und habe dort gelebt mit den Eltern.

00:01:23: bis ich zwölf war wollte dann das ging eher von mir aus auch gar nicht mehr wirklich im berlin sein.

00:01:30: es war doch sehr Zu dem Zeitpunkt plötzlich sehr eng und sehr eigenartig in dieser Stadt.

00:01:38: Hätte ins Gymnasium wechseln sollen, wollte das nicht und dann haben wir gemeinsam beschlossen in die alte Heimat meiner Eltern zurückzukehren nach Graz wo auch meine Großaltern und alle verwandten waren und da bin ich jetzt seitdem.

00:01:54: Hab dann Kunstgeschichte studiert kann Job gefunden so wie alle Kunst Historikerinnen Und bin dann recht bald und recht schnell nach einem Jahr in Wien, in die Firma Die Organisation eingetreten.

00:02:09: Und seitdem bin ich dort und mache

00:02:11: Kulturmanagement.".

00:02:13: Ja wir müssen jetzt noch einmal auf die Berliner Geschichte natürlich zurückgehen weil die es tatsächlich nicht kapiert haben.

00:02:19: Dein Vater war Günter Bruss.

00:02:20: der musste ausreisen und zwar ziemlich flott.

00:02:25: Und ja er wäre möglicherweise im Gefängnis gelandet in Österreich Und zwar wegen seiner Kunst.

00:02:33: Das war damals offensichtlich schon ein Verbrechen, aber wann hast du gemerkt dass deine Eltern vielleicht gar nicht ganz freiwillig in Berlin sind?

00:02:40: Seid sie dann regelmäßig hin und her gefahren oder war selbst das Risiko?

00:02:46: Ich habe es recht spät bemerkt ehrlich gesagt Aber eigentlich nur aus dem Grund weil mein Vater überhaupt nicht ausreisen durfte.

00:02:56: Gemeinsame Besucher in Österreich waren nicht möglich.

00:03:00: Und irgendwann habe ich mich natürlich gefragt, wieso ist der Papa nie dabei?

00:03:05: Wenn wir zu meinen Amanten fahren?

00:03:07: und das war eben nicht möglich... Das war eigentlich der Hauptgrund, der mich irritiert hat.

00:03:15: Warum das Ganze passiert ist.

00:03:18: Das habe ich erst viel später verstanden

00:03:19: ehrlich gesagt.

00:03:21: Na gut, willkommen auf jeden Fall zu dir!

00:03:24: Du bist In etwa seit Anfang der Neunzehn-Ninziger.

00:03:27: bei der Organisation habe ich immer so eine Bezahlung

00:03:30: gehabt.

00:03:31: So richtig wahrgenommen habe ich euch als Unternehmen, als OrganisatorInnen beim stärischen Herbst in der Ära.

00:03:38: Horst Gjad Harbarl – du nix noch!

00:03:41: Mit Führer Dells Baus und solchen Wahnsinnigkeiten.

00:03:44: oder was hat das schon so an Bord?

00:03:45: Ja die Organisation schon, ich noch nicht.

00:03:49: also das waren dem damaligen Kompagnoninnen.

00:03:53: Aber ich bin dann erst etwas ... Ja, die waren schon hebeltätig in der Arbeitszeit.

00:03:59: Ich hab damit noch nichts zu tun gehabt.

00:04:02: So in diesen frühen Jahren?

00:04:04: Was habt ihr, was hast du damals gelernt, was man heute noch

00:04:08: brauchen kann?

00:04:10: Das ist eine super gute Frage!

00:04:12: Also ich weiß noch beim Vorstellungsgespräch bei der Org-Organisation Hat mir die selbe Frage gestellt und als frisch gebackene Kunsthistorikerin ist man auf die Schnelle nichts anderes eingefallen, als Blind-Schreibmaschinen schreiben.

00:04:27: Also ich glaube das war wirklich cool!

00:04:30: Ist es immer noch?

00:04:31: Kann rasend schnell schreiben auf der

00:04:32: Schreibmaschine?!

00:04:34: Aber das ist natürlich nicht alles.

00:04:36: in meiner geisteswissenschaftlichen Ausbildung, glaub' ich schon dass die Dass die viel mehr mitbringt für die Leute auch im Berufsleben, als man das jetzt glaubt oder es langläufig irgendwie behauptet wird.

00:04:51: Du kannst ja nichts!

00:04:52: Du hast bis zu einem Hörsaal gesessen und du hast die fatisierte Stimme so nicht.

00:04:56: Ich glaube dass man das für Denksport dabei ist und dass das schon ein gutes Rüstzeug war für den Job dann.

00:05:05: Über was hast denn eigentlich deine Magisterarbeit geschrieben?

00:05:10: Klassisches Thema, Stammeskunst in Verbindung mit der Moderne war nichts Neues.

00:05:16: Ich habe versucht, ein paar Aspekte aus Österreich reinzubringen und den Aktionismus aber ja...

00:05:22: Alles klar!

00:05:25: La Strada hat sie im Jahr die erste Ausgabe in den Straßen von Graz zu bewundern.

00:05:32: Initiatoren waren wenn ich mich richtig erinnere durchaus E-Mailpreisach und auch dein Vater war da im Hintergrund dabei.

00:05:39: Wie hat sich denn das Festival entwickelt und was ist zum Dreißiger geplant?

00:05:43: Also erstens haben wir ja, Emil Preiser war auf jeden Fall mit Initiator.

00:05:48: Er hatte damals mit dem Werner Schremf – mit meinem jetzigen Geschäftspartner und Kompagnion eben auch die Idee geboren.

00:05:58: Emil wollte eigentlich ein Figurnteaterfestival, das auch im öffentlichen Raum stattfindet Und das haben wir dann schnell gemerkt, dass es irgendwie keinen Sinn hat.

00:06:07: Weil Figurnteater im Freien ist meistens gar nicht so leicht weil Licht und Schatten eine große Rolle spielt.

00:06:16: Nachdem eben beim steirischen Herbst die Firma aus der steirigen Herbstzeit heraus auch vielem öffentlichen Raum gemacht hat, haben wir schnell bemerkt ... Das muss weitergehen!

00:06:29: Es gibt diese Straßenteaterszene nicht bei uns, aber es gibt sie in Frankreich und in Spanien und in Holland.

00:06:39: Bei uns war das wirklich noch überhaupt nicht etabliert und haben dann klein angefangen wie man halt anfängt und haben ein paar Gruppen einkladen und haben eigentlich gleich ... Ja, Emis verdient einen guten Zuspruch gehabt von der Stadt und vom Land.

00:06:59: Und wir haben dann die Medienpartner dazugefunden.

00:07:02: Dann hat sich das über die Jahre auch mal etabliert.

00:07:06: Dann haben die Leute einmal verstanden man kann hochwertige Kultur- und Kunst in den öffentlichen Raum bringen.

00:07:13: Das muss nichts mit Animationstheater oder mit Belustigen jetzt einmal die Caféhausbesucher zu tun haben – das kann durchaus mehr!

00:07:23: Und dann ist es gewachsen.

00:07:26: und recht bald haben wir dann auch gewusst, wir müssen auch von uns aus produzieren mit der heimischen Szene gemeinsam.

00:07:35: Und haben das dann über die Jahre ganz gut geschafft, auch das gut aufzubauen und viele Partner in der Freien Szene aber auch in der etablierten Kultur Szene zu finden.

00:07:49: Genau, und jetzt kommen wir schon zum Dreißiger.

00:07:50: Ja!

00:07:51: Ihr plant es ja tatsächlich schon mehr als zwei, drei, vier Monate voraus?

00:07:55: Wie haben wir mal geredet vor Jahren das gesagt?

00:07:58: Ungefähr drei Jahre ist so in etwa euer Zeithorizont.

00:08:01: Das heißt ihr habt den dreißiger Prinzipiell schon im Blick.

00:08:05: Wir haben den dreissigem Blick.

00:08:07: Tatsache ist Es ist das dreißigste Mal, dass stimmt Aber nach dem übernächstes Jahr, zwanzig achtundzwanzig ein großer Institufokus hier in Graz stattfinden wird.

00:08:19: Was ist das?

00:08:19: In situ ist unser Netzwerk, unser internationales Netzwerk und da wird zum Abschluss der jetzigen Periode dieses großes EU-Projektes werden ganz viele internationale Künstlerinnen und Fachprobe kommen Graz sein und deswegen wären wir diese Jubiläumsgeschichte ein bisschen so auf zwei Jahre aufteilen über Außergewöhnliches machen.

00:08:47: Wir denken natürlich an der Publikation, es wird sich schon anbieten das gerade mal in Wort und Bild ordentlich abzubilden.

00:08:55: Das wäre schön!

00:08:56: Und es gibt da sehr spezielle Programmpunkte für nächstes Jahr aber jetzt noch nichts.

00:09:01: so wo ihr sagen müsst ist jetzt so was unglaublich außergewöhnliches werden auch die finanziellen Mittel nicht zulassen muss als Beisatz, als Finanzauftragte.

00:09:13: wird so auch nicht möglich sein.

00:09:14: Aber es wird für passieren und es wird sich bis zum Jahr achtundzwanzig zu spitzen, im Punkt der Internationalität.

00:09:22: Sehr gut!

00:09:23: Zwei Feiern kann man jetzt schauen.

00:09:25: Drei Jahrzehnte sind eine lange Zeit.

00:09:27: habt ihr oder vor allem auch du nie daran gedacht den Hut aufzuhören?

00:09:32: Oh doch!

00:09:34: Auf jeden Fall also aber nie ernsthaft.

00:09:38: Also es gibt schon viele viele Momente und es ist ein anstrengender Job.

00:09:44: Das muss man schon echt sagen, er sei lustig aber auch sehr anstregend und man hat immer wieder das Gefühl eben wenn man zurückgeschmissen wird in Punkt der Partnerschaften für der Finanzwesen

00:09:56: usw.,

00:09:57: aber nie wirklich ernsthaft.

00:09:59: die Leidenschaft meinerseits und auch von Werner war zu groß um den Hut draufzuhauen.

00:10:07: Von wegen anstrengend, wie viele Veranstaltungen von La Strada, zwanzig, sechsundzwanzig hast du in etwa gesehen und welche war die

00:10:14: schönste?

00:10:17: Du warst wirklich fast immer und überall wo ich

00:10:20: war.

00:10:20: Es ist so, wer richtig anschauen tut man sich schon das eine oder andere.

00:10:25: Manches kennt meistens kennt man es ja auch schon aber man fährt dann eher bis zum Beginn und dann fährt man wieder weiter.

00:10:32: deswegen hast du jetzt das Gefühl, dass wir überall sehen.

00:10:36: Aber ich habe tatsächlich fast alle Produktionen einmal anschauen dürfen und die sind so schwer miteinander zu vergleichen, aber ich muss jetzt ganz ehrlich sagen am meisten berührt.

00:10:53: Vielleicht auch deswegen weil es für mich auch so neu war hat mir die Produktion von Deutinger & Gottfab im botanischen Garten.

00:11:02: das war ja zumindest was ganz Spezielles für mich

00:11:04: Ja, war tatsächlich sehr schön.

00:11:06: Hat mir auf die Idee gebraucht, dass man viel zu selten oder nie im botanischen Garten ist.

00:11:11: Die liebe Leute geht es in den botanischem

00:11:13: Garten

00:11:14: angewächt kostet das nicht einmal was wir machen.

00:11:15: Ach nein, ein bisschen einen unkosten Beitrag aber...

00:11:19: Und es gibt dort sogar Getränke habe

00:11:21: ich

00:11:22: in der Fahrung gebracht.

00:11:23: Nein, es ist richtig cool und das bringt dann voll runter.

00:11:25: ansonsten am warmen Sommer Wie heuer und vermutlich auch nächstes Jahr.

00:11:29: Und womöglich auch übernächstes Jahr ist der Botanische Garten voll.

00:11:32: super,

00:11:33: muss man echt sagen.

00:11:33: Kleine Werbe-Durchsage unbezahlter Art Ja das war tatsächlich eine schöne Veranstaltung.

00:11:40: mir hat es mit den Rollschuhen zum Beispiel wahnsinnig gut gefallen.

00:11:44: ja

00:11:44: und die Location Grazankt Beta Bauernmarkt meine Hut Das Veranstaltungsbusiness rund um Corona war total mühsam.

00:11:55: Wie ist es euch gelungen, als Organisation das alles zu überstehen?

00:11:58: Weil ihr macht's ja nicht nur Lastrada – Lastradra ist natürlich wichtig für euch aber ich glaube dass da viele Unternehmen aus der Branche einfach den Geist aufgeben

00:12:07: haben.

00:12:08: Wie habt sie es geschafft darüber zu kommen?

00:12:13: Ich glaube wir haben das tatsächlich wirklich ganz gut geschafft indem wir uns zum Ziel gesetzt haben sicher nicht aufzuhören, immer irgendein Weg zu finden mit den Umständen irgendwas zumachen und zurechtzukommen.

00:12:27: Also wir haben nie aufgehört!

00:12:29: Wir haben natürlich die klassische Homeoffice-Kurzarbeit Schiene einleiten müssen aber... Wir haben dann ja das ganze Festival ... ... in letzter Sekunde quasi komplett umgebaut und haben nur mehr österreichische Gruppen eingeladen, haben es im Jahrhrei damals noch Sätze geteilt also eine in vier Sätzen sozusagen das Festival aufgebaut und zuerst mit einem Lockdown oder knapp danach österreichische Gruppen auf die Straße gebracht.

00:13:02: Und dann noch einmal im September den zweiten Satz, was die anderen Projekte betrifft haben den Signal verschoben von Dezember in Februar.

00:13:12: also wir haben immer versucht einen guten Ausweg zu finden, der aber nicht bedeutet hat okay dann lausen wir es halt bleiben.

00:13:21: Ich weiß nicht ob man's dann überstanden hätte.

00:13:23: Wir haben einfach weitergemacht.

00:13:26: Immer eine gewisse Stuhlheit zahlt sich viel aus und mindestens einer von euch ist ja für seine Stuhelheit durchaus bekannt.

00:13:32: Nein jetzt keine Namen!

00:13:34: Bei SIRC-NUEL-twanzig, sechsund zwanzig siebenundzwanzig gibt´s die bewährten Gravity and Other Myths aus Australien und den SIRCOEA aus Spanien, den ich glaube ich noch nie gesehen habe stellt sich bei mir erstens die Frage an, die das kommuniziert.

00:13:50: Und dann kommt noch die Frage in die Finanzverantwortliche.

00:13:53: aber zuerst wie sucht sie aus?

00:13:54: Es gibt hunderte Gruppen da draußen.

00:13:57: Warum gerade die?

00:13:59: Ja es ist beim Signal so dass inzwischen fast also wirklich ein Großteil der Produktionen Co-Produktionen sind Das heißt, mit Gruppen, wo schon viel gegenseitiges Vertrauen da ist und wo wir auch wissen das Publikum-Vertraut denen koproduzieren wird.

00:14:20: Und helfen ihnen ihre Projekte auf die Beine zu stellen natürlich nicht allein aber mit einigen größeren anderen Festivals gemeinsam.

00:14:30: Und dadurch ist ja ein Teil des Programmes schon einmal dadurch gegeben dass man sozusagen neu jetzt mit den Gruppen produziert.

00:14:39: anderes sieht man bei Festivals oder Synem, so wie Gravity.

00:14:45: Da sind wir einfach schon so verbandelt da.

00:14:48: Das ist gut was die machen und sie wissen kennen auch das Ophiom.

00:14:53: Und das funktioniert gut.

00:14:54: dass Sieko eher war schon einmal da hast du aber war tatsächlich glaube ich in der Coronazeit und macht einen sehr feinfühligen arbeitet viel mit Objekten, geht ein bisschen in eine andere Richtung als diese kräftige körperliche australische Form von Gravity.

00:15:17: Aber eben viele Co-Produktionen und so ergibt sich das auch.

00:15:22: So jetzt kommt die Frage an den Finanzverantwortlichen.

00:15:24: Okay.

00:15:25: Rentiert sich so ein Festival?

00:15:29: Ja es muss Weil das Signale hat.

00:15:33: inzwischen, nachdem sich das Land Steiermark auch erfolgreich von der Förderung verabschiedet hat, keine öffentlichen Förderungen mehr.

00:15:42: Es hat ein paar Sponsoren und es hat die Touristiker als Partner aber es muss sich rendieren und es ist einzig und allein eigentlich mehr oder weniger alleine auf die Dicke Deinnahmen angewiesen.

00:15:54: Das ist okay!

00:16:01: sind wir auch einmal jetzt an dem Punkt, wo man sagt das ist ein Festival.

00:16:04: Das ist autark und nicht abhängig von der öffentlichen Hand.

00:16:09: Ja von wegen Tickets.

00:16:10: die Karten sind natürlich nicht billig.

00:16:13: Das glaube ich in der Natur der Sache ist.

00:16:15: sie sind in meiner Wahrnehmung in den vergangenen Jahren aber nicht wirklich teurer worden oder?

00:16:20: Welches Publikum kommt denn da?

00:16:22: weil wenn man da jetzt zu viert oder zu sechsten geht als Familienurlaub zur Weihnachten dann geht es natürlich ins Geld.

00:16:31: Ja, also ich glaube erst noch mal das stimmt.

00:16:33: Wir sind nicht so wirklich teurer geworden.

00:16:36: Das hängt ja damit zusammen dass unser Partner die Spielstätten eben da auch mitziehen und ihm auch ihrerseits uns gute Konditionen geben.

00:16:45: aber in erster Linie wollen wir das Publikum wollen man das eben nicht überstrapazieren.

00:16:50: Und es gibt durchaus Veranstaltungen wo die Ticketpreise bei weitem höher sehen und von der Qualität wird's wir jetzt nicht vergleichen.

00:16:59: Es ist, glaube ich, in Ordnung.

00:17:02: Es muss einem schon wert sein, weil man jetzt aber bedenkt, dass man statt dem siebzigsten Paar Socken, die – wenn Sie Qualität haben auch schon fifty Euro kostet wie einen dreier Backkauf – kaufen wir Akkorten beim Signale und ich glaube das ist ein bisschen die Philosophie.

00:17:21: Wenn ich es mir gar nicht leisten kann, gibt's natürlich Kategorien.

00:17:25: Und es gibt den großartigen, die großartige Initiative Hunger auf Kunst und Kultur für diejenigen, wo das einfach gar nicht mehr möglich ist finanziell.

00:17:34: Aber ja wir versuchen also einzustellen dass es für alle Sinn macht.

00:17:41: Aber spritznet bei den Sockenleute gerade im Winter ist das schon wichtig.

00:17:47: Sicher auch!

00:17:48: Aber nie, das

00:17:50: war eines geschenkt.

00:17:54: Du hast natürlich das Pech, dass du Finanzverantwortlich bist und deswegen von mir paar Finanzfragen kriegen wirst.

00:17:59: Ich hatte heuer den Eindruck des Belastrader eher bei den Bezahlveranstaltungen ein bisschen eingespart wurde, stimmt es?

00:18:07: Du meinst von der Anzahl her oder... Ja also

00:18:08: gar nicht so sehr im öffentlichen Raum.

00:18:09: da ist trotzdem viel passiert.

00:18:12: Mires Verkommen in dem Indoor-Bereich war nicht ganz zuviel.

00:18:16: Eigentlich nur...

00:18:19: Jetzt, wo ich es sage?

00:18:19: Nein.

00:18:21: Also Opa-Zirkus zählt nicht lieber die.

00:18:24: Das ist schon so über die Jahre.

00:18:26: Es gibt dann halt vielleicht dort und da noch Veranstaltungen mit Eintritt im öffentlichen Raum gegeben oder eben einmal so wie letztes Jahr den Dries Veröfen in der Listehalle aber war nicht wirklich so.

00:18:41: für weniger Gott sei Dank war es sowieso weil durchgehend mehr oder weniger fast vierzig Grad gehabt und ehrlich gesagt, es war eine gute Mischung für die Temperaturen.

00:18:57: Wie oft schlaft man eigentlich vorwährend und nach einem Festival schlecht wenn man für Kommunikation und Finanzen verantwortlich

00:19:04: ist?

00:19:07: Vor dem Festival weitervorschläft man einige Male schlecht.

00:19:10: Wenn's da noch mal drauf ist, dann kann man es nicht mehr wirklich ändern.

00:19:15: Nachdem ich auch meistens irgendwie dafür verantwortlich bin, das Wetter zu kommunizieren schlafe manchmal dann schon extrem schlecht weil man kann's drehen und wenden wie man will spielt eine Rolle.

00:19:28: und vor allem in diese Unwetter-Szenarien die machen doch dann schon ein bisschen Kopf zu brechen hat aber gut

00:19:36: geklappt.

00:19:37: Hat heuer gut geklapt alle Zirkuszelte sind stehen geblieben.

00:19:42: Wie viele Wochen im Jahr arbeitet ihr ein Lastrada?

00:19:44: Wie viel Zeit bleibt für Projekte, die ganz reinkommenziell sind ohne dass sie jetzt kulturelle Ansprüche

00:19:53: haben.

00:19:54: Also so wie du sagst das ist ja eine Jahresdätigkeit.

00:19:57: wir haben immer unter dem Jahr was zu tun mit Lastradern in unterschiedlichen Facetten aber ich würde sagen circa die Hälfte unserer Zeit und mit unserem Team sind auch bis zehn Leute.

00:20:13: Zirke die Hälfte der Zeit wird Lastrade in Anspruch nehmen, vielleicht ein bisschen mehr.

00:20:17: Der Rest sind dann die beiden weiteren Festivals und auch noch andere Veranstaltungen wie Uni-Bibes oder Ausstellungen oder auch Auftragsarbeiten.

00:20:28: So wir kommen jetzt wieder zurück an den Anfang.

00:20:32: Du trägst dir einen sehr bekannten Namen.

00:20:34: Dein Vater, aber auch deine Mutter waren da wesentlich in der Kunstgeschichte verankert.

00:20:39: Hast du denn nie überlegt dich Meier, Huber oder Müller zu nennen um nicht dauernd auf die Eltern angesprochen zu werden?

00:20:48: Eigentlich nicht!

00:20:50: Ich muss ehrlich gestehen... Oder was hast du gestehn?

00:20:53: es war ja gut so.

00:20:55: Es war in der Vergangenheit wenig der Fall dass ich auf den Namen angesprochen wurde bis sagen wir mal zu einem gewissen Alter, wo man das dann schon richtig einordnen kann.

00:21:08: Weil die Bekanntheit in Garts erstens damals noch gar nicht so gegeben war.

00:21:13: Natürlich wird man immer wieder darauf angesprochen aber es ist gar nichtso schlimm wie man glaubt oder es ist meistens auch nett oder absolut dynamiträglichen Rahmen.

00:21:26: der Promefaktor ist nicht so hoch.

00:21:28: Passt!

00:21:28: Aber jetzt komme ich... Ich habe noch ein paar Brust-Fragen.

00:21:31: Wie oft bist du im Brosseum?

00:21:34: Ich bin... naja, es gibt ja immer zwei Ausstellungen bis dato zumindest.

00:21:41: Gut zu danken und immer wieder sonst zwischendurch auch aber vier-fünfmal pro Jahr öfter nicht weil man ist meistens in der Vorbereitungszeit dort.

00:21:55: oder wir lassen uns überraschen vom Roman Kradner.

00:21:57: was seine Ausstellung betrifft ist man dort und dann gibt es so eine dazwischen Veranstaltung an dem Posseum.

00:22:05: Gerade diese Einrichtung wurde ja von Schafrechts durchaus immer wieder thematisiert, wie sicher bist du, dass wir das Posseium auch noch haben

00:22:14: werden?

00:22:15: Naja was Schafrecht wahrscheinlich weiß aber nicht kommuniziert hat nehme ich mal an.

00:22:23: Ist die Tatsache, dass ein Vertrag mit dem Ioneum bzw.

00:22:30: dem Land Steiermark, weil das Brosseum gründet sich ja auf den Ankauf beziehungsweise einer großen Schenkung aus dem Nachlass und somit geht es jetzt eigentlich gar nicht, das Brossium zuzusperren.

00:22:45: Rein formal geht's nicht!

00:22:47: Es so zu kommunizieren ist eine traurige Angelegenheit, möchte

00:22:53: ich mal meinen.

00:22:54: Welche Note hattest du eigentlich im Kunstunterricht?

00:22:57: der begabte Zeichnerin?

00:22:59: Doch, ja.

00:23:00: Ich glaube nicht dass da jemals was anderes stand als die eins aber sehr... Nicht besonders exzessiv eher sehr brav.

00:23:11: Also bisschen die Abkehr von der Familienpflicht.

00:23:15: Was macht Diana Broseln?

00:23:17: weder also noch noch sehr knall- oder lastrada anstehen?

00:23:20: Gehst du dafür im Museen oder fährst lieber vereinsame Insel in das Südsee?

00:23:24: hörst du stundenlang Podcasts?

00:23:26: wie darf ich mir das vorstellen

00:23:29: Naja, also dadurch dass ich ja das Glück habe jetzt in dem Haus meiner Eltern zu sein und einen großen Garten hab ist da ziemlich viel Arbeit auch außerhalb meiner Arbeit.

00:23:41: so tun die aber gern mache.

00:23:44: Und ich höre viel Musik und ich fahre gerne in Städte und gehe dort im Museen aber auch gern auf einsame Inseln.

00:23:52: Also gibt es keine so Prioritäten in dem Sinn

00:23:58: bestes Museum, das du uns nahe legen kannst.

00:24:01: Bestes Museum kann ich so nicht sagen.

00:24:04: Oder

00:24:05: eins, dass dich in den letzten Jahren

00:24:06: positiv

00:24:08: überrascht hat?

00:24:08: Ich war

00:24:08: jetzt im Stede Lake und habe mir an die Anzeigenkiefer-Ausstellung angeschaut in Kombination mit der Van Gogh Sammlung.

00:24:14: Und da ist mir einfach so, dass dieser ganze Museumskomplex wieder aufgefallen ist, dass es ziemlich gut funktioniert und sehr lebendig ist.

00:24:24: und in meinen guten Sammlungen gibt's viele Und überall in allen Metropolen, aber dort ist das so ein wirklich toller Museumskomplex muss man echt sagen.

00:24:35: Warst

00:24:35: du einmal im Museum Leaunig?

00:24:37: Ja

00:24:38: auch schön!

00:24:39: Auch nicht schlecht.

00:24:39: Aber

00:24:39: kein Museumskamplex, das ist halt immer andere Umstände.

00:24:43: Ein bisschen

00:24:43: privaten reicht

00:24:44: es wahrscheinlich.

00:24:45: Ich glaube wenn's nach ihm geht hätte ich gerne einen Museumskomplex.

00:24:50: Das ist toll absolut ja.

00:24:53: So, wir kommen schon zu unserer letzten Rubrik.

00:24:55: Die heißt in alter Kürze.

00:24:56: Das heißt meine Fragen werden recht kurz und deine Antworten sollten auch kurz sein.

00:25:00: Deine Lieblingskompanie im neuen Zirkus?

00:25:03: Schon Gravity & Adamis in ihrer ganzen Beständigkeit.

00:25:09: Bestes Festival das nicht von euch organisiert wird!

00:25:14: Wolfi ich habe absolut keine Zeit mir noch irgendwelche anderen Festivals anzuschauen.

00:25:22: Meinst du in internationales?

00:25:23: Naja, irgendein.

00:25:25: Das Ur-Rollfest auf der Insel Thierschelling in Holland.

00:25:28: Ja

00:25:28: das habe ich schon ein paar Mal gehört dass es super sein muss.

00:25:32: Du musst aus Graz raus was wählst du wie in Berlin?

00:25:35: oder ganz was anderes?

00:25:36: Ganz was anderes!

00:25:37: Also Steins oder was?

00:25:39: Weiß ich nicht aber net Wien und net Berliner.

00:25:43: Okay das letzte mal im Kino hast du welchen Film gesehen?

00:25:47: Ich war echt ewig Nicht mehr im Kino, ich glaub tatsächlich ... den Anselm-Kiefer-Film.

00:25:55: Mhm.

00:25:56: Den Anseln-Kiefer-Fan?

00:25:58: Mhm.

00:25:59: Ja!

00:26:00: Also auf dem Film hinaus sind wir dann auch zu der Ausstellung gefangen, das stimmt ja.

00:26:05: Mhm, gut.

00:26:08: Kleiner Tipp noch von mir, der Almodova ist leider total durchgefallen.

00:26:10: offensichtlich, den haben es kleinsten Nachmittagsprogrammen aber ich versteh nicht warum, das ist ein super Film.

00:26:16: also für alle die das nach einigermaßen gleich nach dem Erscheinen, hören oder sich irgendwelche tollen Streaming-Plattformen leisten.

00:26:24: Ich finde das da das bittere Fest super ist.

00:26:27: Allerletzte Frau Hiroto der Schwarz und es hat nichts mit Politik

00:26:30: zu tun.

00:26:31: Schwarz!

00:26:32: Aber es hat nix mit Politik zutun?

00:26:34: Ja

00:26:34: ja, das glaube ich schon.

00:26:36: Gut herzlichen Dank, danke dass du da warst.

00:26:39: Gerne.

00:26:40: Schönes Gelingen für die nächsten Festivals und auf gute weitere dreiseg Jahre.

00:26:45: Ja super.

00:26:47: Danke schön

00:26:49: Danke auch an das Pod für die Produktion und danke an euch da draußen, die immer brav jede Folge hören.

00:26:54: Die mich zwischendurch ansprechen sowie gestern im öffentlichen Raum freut mich sehr.

00:27:00: macht es ruhig weiter und erzählt mir dann was ihr gehört habt und was ich noch besser machen kann.

00:27:06: Wiedersehen!

00:27:13: Ihr wie Gedankbarkeit ist euch gewiss.

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