Folge 75 - Claus Schützenhöfer. Zum Lachen in den Keller gehen

Shownotes

Claus Schützenhöfer ist einer der Begründer der fabulösen Backwood-Truppe aus Hartberg in der Oststeiermark, die über viele Jahre erstklassige Konzerte in ihrer Stadt organisiert haben. Wir sagen nur: Wallis Bird und William Fitzsimmons. Claus ist zugleich Anwalt und Teilzeit-Lehrer – und vor allem einer der größten Musikfans dieses Landes.

Im Podcast-Studio erzählt er uns, warum es in Hartberg trotz Jubiläum nichts zu feiern gibt, wen er gerne noch live sehen möchte, wie viele Kilometer im Jahr er für Gigs unterwegs ist und vor allem: Wie es ist, im eigenen Keller internationale und nationale Acts aufspielen zu lassen. Warum ausgerechnet der erste Künstler von Backwood eine satte Vorauszahlung forderte und was für Claus selbst das beste Konzert in Hartberg war, erörtern wir ebenso wie seinen Kurz-Ausflug in die Politik.

Herzerfrischend. Erhellend. Gut geeignet zum Weiterleiten.

PS: Wer auch gerne im Keller des Herrn Claus dabei wäre: auf dem Boomer-Kanal Facebook sind die Cellar Sessions hier zu finden

Eine Produktion von DAS POD. Idee, Fotos & Moderation: Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.at

Transkript anzeigen

00:00:03: Haubendauher, der Podcast aus Kratz mit Popkultur und Politik, gutem

00:00:11: Essen und schleppten Witzen.

00:00:19: Hier ist der Haubendauher Podcast.

00:00:21: Am Mikrofon Wolfgang Kühnelt, heute zu Gast und wir freuen uns sehr, Klaus Schützenhöfer, ein echter Aussteherer.

00:00:29: Riesiger Musikfan, langjähriger Konzertveranstalter, Jurist, herzlich willkommen.

00:00:35: Danke, freu mich auch.

00:00:37: Eigentlich könnten wir ja feiern, Backwood, euer Veranstaltungsorganisation, ... ... ... ... ... ... ... ... ...

00:00:54: ... ... Und zu zweit ist es etwas schwierig.

00:01:07: Der zweite noch verbleibende ist eigentlich hauptberuflich sehr oft in Wien oder hauptsäglich in Wien.

00:01:15: Und das alleine zu schaukeln ist neben einem oder eigentlich zwei Fulltime-Jobs fast nicht mehr möglich.

00:01:22: Fangen wir mal von vorn an.

00:01:24: Wie begann das alles?

00:01:25: Also tun sich ein paar Jungs in Hartberg zusammen und beschließen sie müssen jetzt Konzerte in die Stadt bringen.

00:01:31: Wie hat das angefangen?

00:01:32: Das ganze begann eigentlich dahingehend oder von der Seite her, dass wir bereits seit, boah, gute Frage, dreißig Jahren gemeinsam auf diversen Konzerten waren und auch dort gefahren sind.

00:01:47: Also wir sind zum Beispiel für einen Nacht nach Prag gefahren zu den Frames, sind nach Irland geflogen zu den Frames, also hauptsächlich ein bisschen hänselt und andere Konsorten.

00:01:56: Und irgendwann bei einer Sofa in den Runden haben wir quasi gesagt, naja, wieso sollen wir immer zu den Konzerten fahren?

00:02:02: und die Konzerte sollen quasi zu uns kommen.

00:02:05: Und da das bezüglich in Hartberg nicht viel los war eigentlich, gar nichts los war, haben wir gesagt, naja, gut.

00:02:09: Wir gründen einen Kulturverein.

00:02:11: und ja, das war es dann letztlich, also wir haben dann tatsächlich einen Kulturverein gegründet, also die ganze Geschichte, dass das Baby ist eigentlich von Genant Höfler geboren worden.

00:02:20: Also er heißt quasi der Ziehvater oder die Mutter von dem Kulturverein Begut.

00:02:27: Der hat dann mich mehr oder weniger permanent angegangen und hat gesagt, du bist Jurist, mach einen Kulturverein, gründet ihn freien, gründet ihn freien, gründet ihn freien.

00:02:36: Und ja, irgendwann habe ich mich dann nicht mehr werden können und wir haben dann tatsächlich einen Kulturverein gegründet.

00:02:42: Das Ganze war irgendwann im Herbst, im Jahr zwei Tausend Sechs.

00:02:45: Und ja, und dann haben wir einfach beschlossen, beziehungsweise überlegt, was machen wir, welches Konzert könnten wir als erstes veranstalten?

00:02:52: Handwerk.

00:02:53: Und da ich immer irgendwie so springstinnmäßig unterwegs war, oder auch ein großer Fan vom Springstinn nachher vor bin, und dieser immer wieder mit Elliot Murphy in Verbindung gebracht wurde, beziehungsweise immer, wenn Elliot Murphy irgendwo auf der Bühne war, war Springstinn nicht weiter, oder wenn Springstinn nicht weiter war, war dann Elliot Murphy in der Nähe.

00:03:11: Das hat immer gesagt, Elliot Murphy war glaube ich jetzt überhaupt noch nie in Österreich, oder zumindest damals ganz, ganz selten.

00:03:17: Man hat gesagt, wie wär's mit Elliot Murphy, der hat keinen Entschuldigungsschwein bei uns gekannt.

00:03:21: Und das ist immer gesagt, Elliot Murphy.

00:03:24: Es ist aber auch mutig, wenn man mit einem Konzert anfängt, wo du sagst, es käme den Kaschwein.

00:03:29: Na ja, die Geschichte war, dass wir gesagt haben, wir machen nur etwas, weil wir grundsätzlich auch ein Verein sind, der offiziell nichts verdienen darf.

00:03:38: Wir machen nur was, was uns gefällt.

00:03:40: Wir haben jetzt nicht Simino Rossi in der Stadtparkirche hergemacht, damit wir Geld verdienen, sondern gesagt, wir machen was.

00:03:47: Und damit wir quasi Spaß haben.

00:03:48: Und wenn es uns Spaß macht, hoffen wir, dass es anderen Leuten in Hartbergot-Umgebung auch noch Spaß macht.

00:03:54: Und das war eigentlich immer der Hintergrund der Geschichte.

00:03:56: Das heißt, wir haben gesagt, Elendmöffel gefällt uns.

00:03:59: Oder nicht nur mir, sondern auch den anderen drei.

00:04:01: Und dann haben wir gesagt, pass das mal mal.

00:04:02: Und schauen wir mal, wie das Ganze anläuft.

00:04:04: Wir hätten, wenn keiner kommen wäre nach dem ersten Konzert, wieder abgeblasen und gesagt, okay, uns hat es gegeben.

00:04:09: Und das war es.

00:04:10: Aber es sind zum ersten Konzert.

00:04:11: lustigerweise, also im Rittersaal haben damals gefasst, keine Ahnung, im Alt.

00:04:16: Wir haben das wirklich überrascht von der Geschichte, dass das so eingeschlagen hat.

00:04:24: Ich habe gesagt, wenn es so läuft, dann machen wir weiter.

00:04:27: Habt ihr eigentlich mal im ersten Konzert schon Gewinn gemacht, obwohl ihr keine Gewinne machen dürft?

00:04:31: Das erste Konzert war insofern interessant, weil der Elhard Mörfe ursprünglich Tausend Euro Anzahlung verlangte auf ein Schweizer Nummernkonto.

00:04:40: Weil ich glaube, da gibt es die Typen gar nicht.

00:04:43: Als Fake tituliert offenbar.

00:04:45: Dann haben wir ihm tatsächlich tausend Euro Anzahlungen auf irgendeine Schweizer Nummer gekonnt.

00:04:48: Wir haben nicht einmal gewusst, ob das Rücktrittur kommt, ob er kommt.

00:04:54: Dann hat er gesagt, okay, die waren uns wirklich ernst.

00:04:56: Dann hat er mal zurückgekommen und gesagt, okay, wann, wie, wo und wer.

00:04:59: Dann sind sie zu zweit gekommen und es führt zwei tausend Euro.

00:05:01: Wir haben es super gespielt.

00:05:04: Also das war echt sehr lässig.

00:05:05: Es ist da Elliot Murphy.

00:05:08: Olivier Ro Ro, zu zweit, zwei Gitarren, also das war wirklich echt, echtes cooles Konzert.

00:05:14: Aber ich hab's ja drauf auf den Markt gefunden und gesagt, ich soll quasi in Wien was für ihn veranstalten.

00:05:19: Und hab ich ursprünglich gemeint, er meint, wir sollen ihm irgendwie eine Endlocation vorschlagen.

00:05:24: Hier beim Dannis Chelsea und die Bars und was man halt so kennt.

00:05:27: Also, was waren dann da die, kann man da mal rennen, da sind wir gleich wie drei, vier oder fünf.

00:05:33: Wenn ich in Wien vorgeschlagen habe, dann habe ich gesagt, das interessiert nicht.

00:05:36: Wir sollen es veranstalten.

00:05:37: Dann habe ich gesagt, naja gut, ich bin ein Hartberger, in Wien eher schwierig.

00:05:41: Das ist mir völlig egal.

00:05:42: Wir sollen in Wien, also ein Eliott Mörffelkonzert mit voller Band, das waren damals vier Leute, also Passschlagzeug, zwei getan, veranstalten.

00:05:49: Dann habe ich gesagt, naja, wir probieren es.

00:05:52: Was der Spaß kostet, so gesagt, tausend Euro abzüglich der Flugkosten.

00:05:55: Das heißt, er hat dann letztlich, glaube ich, die Flieger gebucht für ihn, hat letztlich, glaube ich, die ganze Partie hat gekriegt, glaube ich.

00:06:03: bei uns hat er ein halbes Jahr vorher zwei Tausend Euro netter für zwei Personen verlangt, dort hat er dann vierhundert Euro gekriegt für vier Personen, aber das war uns der Spaß einfach wert.

00:06:11: Wo habt ihr es dann veranstaltet in Wien?

00:06:12: Das war ein Cheers Club!

00:06:14: Also ich weiß es nicht mehr.

00:06:16: Es war bombvoll.

00:06:17: Es war, glaube ich, vierzig Grad im Schautenkopf.

00:06:20: Es war als Treten voll.

00:06:22: Ich frag mich nicht.

00:06:23: Ich weiß es nicht.

00:06:23: Aber es war echt cool.

00:06:24: Ich hab da noch wieder einen Kollegen, also ein Kollegen.

00:06:27: Das war freundlich bei mir, der auch sehr oft auf Konzerten geht.

00:06:30: Das war so ein Jazz-Koller irgendwie vorgeschlagen.

00:06:35: Ich kann mich nicht mehr rennen, aber ich gebe ein super DVD.

00:06:36: Also, da haben wir das alles mitgeschnitten auf DVD.

00:06:38: Das war ein unglaubliches Konzert.

00:06:39: Das hat glaube ich zweieinhalb Stunden der Atemschlussmütting und dann eine Covernummer von den Rolling Stones mit dem geschwitzt bewahren Weisseln aus.

00:06:45: Es war echt cool.

00:06:46: Es war super cool.

00:06:47: Wenn ihr nichts verpasst habt, war das aber euer einziger Ausflug in die Veranstaltestine außerhalb von Hartberg.

00:06:53: Ja, offiziell haben wir nie außerhalb von Hardback veranstaltet.

00:06:57: Wir haben es mehr oder weniger dislociert sozusagen.

00:07:01: Wir haben dann quasi im Ausland immer versucht, irgendwelche offiziellen Veranstaltungen zu finden.

00:07:07: Finanziert haben es dann wir und die haben das halt dann offiziell veranstaltet.

00:07:12: Okay, wo war es da?

00:07:13: überall aktiv?

00:07:14: Wir haben in Graz beispielsweise in der Scherwe zwei Konzerte gemacht.

00:07:16: Das ist ja mehr oder weniger lang gemacht mit David Kinan.

00:07:20: Also in Verbindung mit dem Mike Pellitz von Plateau.

00:07:23: Das haben wir zweimal gemacht, im Mai und im Dezember.

00:07:29: Dann eben in Wien.

00:07:30: Ah, zweimal.

00:07:31: Ja, das weiß ich eigentlich.

00:07:33: Und um nochmal auf Hardberg zurückzukommen, auf die Anfänge, war da gleich klar, ihr macht das im Schloss.

00:07:39: Das ist ja keine kleine Location.

00:07:41: Das Problem in Hardberg ist, wir haben eigentlich keine passende Location-Crop.

00:07:44: Wir hätten gerne eine gehabt, wo wir von... weiß ich nicht, von dreißig bis dreihundert Leute irgendwie Leute unterbringen, das abteilen könnten, also auch für kleine Konzerte und auch für große.

00:07:56: Das Problem als Schloss ist eigentlich ja schon sehr groß, also der Ritter soll im Schloss, der hat sitzen glaube ich zweihundert, zwanzig oder sowas ungefähr, Aufnahmefähigkeit und das Stehen glaube ich sogar dreihundert.

00:08:13: Wir haben Elliot Murphy war ein Problem, weil wir haben nicht gewusst, wie viel kommen.

00:08:16: Also wir haben es immer im Schlauss probiert, wenn wir kauft haben, dass es viel kommen ist.

00:08:20: Es war super passt.

00:08:22: Wir haben dann im Schlauss einmal gemacht, Chris Eggman, was wirklich gut war, der William Fitzsimmons.

00:08:29: Da

00:08:29: kommen wir noch dazu,

00:08:30: ja.

00:08:30: Okay.

00:08:31: Dann haben wir halt im Schlauss, was auch sehr cool war, der Kurt Weigner von Lampjob.

00:08:37: Also das war einer von wenigen Solo-Gigs von ihm.

00:08:41: Wir haben ihn leider nicht live auf Soundboard aufgenommen, weil er uns die Speicherkarten ausgangen ist.

00:08:46: Aber das war legendär.

00:08:48: Also damals wäre immer Lamp Job gehend und gehört wegen der Personalität.

00:08:52: Ich glaub, der ist einmal im Leben ein Solo-Tournee gemacht oder ist einmal solo aufgetreten.

00:08:56: und da waren glaube ich, sind in Europa fünf Geeks und einer davon war ein Hopper im Schloß.

00:09:00: Und ja, es war ein Schloß war insofern, weil es im Alt war, weil es eine gute Location war, weil es eine gute Acoustik hat.

00:09:10: brauchbar für uns.

00:09:11: Die kleinen Geschichteln haben wir dann oft im Museum gemacht.

00:09:13: Das Museum ist auch sehr vertakustikalässig.

00:09:16: Das ist ja leider immer, auch das sehr oft mit irgendwelchen Ausstellungen bespielt.

00:09:21: Das heißt, wir haben im Museum nicht sehr viel Platz oder sehr viel Zeit gehabt.

00:09:26: Und alles, was irgendwie kleiner war, also bis fünftig, sechzig Leute, hat dann letztlich in der Nähe von der Kirche stattgefunden.

00:09:33: Im gewölb, im bewölbten Gewölb.

00:09:35: Im

00:09:35: gewölb, wo auch der Chris Ackmann gespielt

00:09:37: hat.

00:09:37: Genau.

00:09:38: Und der Anam und der Bernhard Eder, glaube ich, richtig und so weiter.

00:09:42: Bernhard Eder war ein paar Mal in Hardback im Schloss A als er im Ritter so gespielt, mit Band und Secret-Gig, wo wir den Leuten quasi nicht gesagt haben, wer kommt.

00:09:51: Das ist immer quasi ein Blind-Dicket-Kauf, da war dann der Bernhard Eder quasi solo unterwegs.

00:09:56: Hat sich das dann relativ schnell geregelt, dass die Künstler und Künstlerinnen gedacht haben, ihr seid schon eine legale Veranstaltung, ihr habt es nicht jedes Mal dann gleich überweisen müssen, weil es sobald man was vorzuweisen hat, geht das oder hat das seit langem gedauert.

00:10:09: Und Anschlussfrage, wenn man jetzt außerhalb der engsten Community veranstalten will, wie seid ihr zu den Artists kommen?

00:10:18: Na ja, das mit der Akkontozahlung war wirklich der Einmal.

00:10:20: Das war der Elliot Murphy beim ersten Mal.

00:10:22: Wenn man dann ein zweites Mal, also ziemlich genau ein Jahr darauf auch gehabt, also das war dann eher mit der vollen Band eben, also der Akkonto hat nur eher mal beim ersten Mal was verlangt.

00:10:31: Was unsere Erfahrung gezeigt hat, ist, dass die Geschichte so läuft, dass im Großteil von Europa sehr viele Künstler in unserer Preisklasse bei den selben Buchern waren, beziehungsweise bei den selben Plattenfirmen, und das hat sich dann relativ schnell herumgesprochen.

00:10:46: Also wir haben das Glück gehabt, dass wir quasi das Hotel, die Location mehr oder weniger im Umkreis gehabt haben von hundertfünfzig Metern.

00:10:53: Das heißt, das war einfach ein Service, wo man gesagt hat, wir brauchen nicht mit dem Auto irgendwie Gewehr durch die Stadt fahren, sondern wir sind zu Fuß rauf gegangen, haben die Gitarre abgestellt, haben Soundcheck gemacht, haben schlafen gegangen, haben sie einen Whiskey genehmigt und sind dann genau zehn Minuten später oder zehn Minuten vor dem Konzert wieder eingedruddelt im Schloss.

00:11:12: Das heißt, das war schon lässig.

00:11:14: eines der ersten Konzerte, also der zweite, der dritte Konzert.

00:11:17: Zweitens war Ezio, also Ben does Cambridge, der hat auch bei uns überhaupt noch nie jemand kennt, hat da vorher gehört, waren sehr oft im Norddeutschen Raum unterwegs.

00:11:27: Und das dritte Konzert, glaube ich, war eben die Chris Eggman mit der Kala, das heißt Chris in Kala und die waren damals auch sehr selten unterwegs gemeinsam und die habe ich dann persönlich in Graz Obkult vom Bauernhof.

00:11:40: Und wir haben die Sechzehn Kilometer von Grausau-Hartburg eigentlich nur über MP-III und den Sinn von, oder Unsinn von MP-III und den Sinn von Schallplatten diskutiert.

00:11:51: Und irgendwie habe ich dann am Schluss gemerkt, wie das war ausgeschieden, sagen, okay, die kommen öfters.

00:11:55: Das war dann schon so, dass da lustigerweise, ich bin an dem Tag irgendwo noch ins Burgenland beruflich unterwegs gewesen und Ohne, dass ich in der Früh die kleine Zeitung, die Kulturseite gelesen habe, haben dann, ob, sechs oder dreißig bei mir, glaube ich, zweihundert Leute angreifen und wollten nur Karten haben für das Konzert.

00:12:17: Und ich habe nicht gewusst, warum, bitte.

00:12:18: Wir waren einigermaßen gut verkauft, da war nicht jetzt bombvoll.

00:12:22: Und irgendwie dann zum Mittag hat mein Angreifen gesagt, du.

00:12:25: Ihr seid in der kleinen Zeitung hinten, Kulturseite Chris und Chris Eggman und Carla, also quasi die halbe, die kleine Zeitung hinten war voll mit dem Konzert.

00:12:34: Und das war dann klar, die Leute sind aus Brug und der Murang, reist aus Leoben aus Rackersburg.

00:12:39: Und das hat sich dann da relativ schnell herumgesprochen, dass das ganz okay ist, dass wir was zählen, natürlich auch.

00:12:45: Also die Garsch war okay.

00:12:47: Wir haben nichts verdienen dürfen und das hat einfach ihren Spaß gemacht in Wirklichkeit.

00:12:51: Von wegen Publikum, das von weiter her weg kommt.

00:12:53: Ich habe jahre gehabt, wo ich öfter in Hardback-Konzerten war als in Graz, war ein paar Jahre zumindest.

00:12:59: Und da sind schon immer wieder Papenheimer, wieder Thomas Gell oder der Wolfgang Polanz angereist.

00:13:05: War das generell so, dass Wien Graz, was weiß ich, Wies oder sonst, wo ein bisschen am Markt war, oder war es schon tendenziell, was nicht, neunzig Prozent Hardberger Publikum?

00:13:15: Na gar nicht, das war so zum Beispiel die, wo ich's bürt bei mir erst mal da war.

00:13:19: Da waren wir, glaube ich, restlos, also da waren wir eigentlich überbucht.

00:13:22: Eigentlich sag ich jetzt noch in einem illegalen, weil wir waren mehr leid gehabt als er, der Ritter soll eigentlich gefasst hat.

00:13:28: Da waren, glaube ich, seit siebzehnt aus dem Burgenland.

00:13:31: Also der hat offenbar drei, vier Jahre vorher bei Big John gespürt, also im Bild ein.

00:13:36: Und da ist... Siebzehnte Prozent waren aus dem Burgenland, also es war ganz spannend.

00:13:41: Es ist immer lustig, wie wir dann geschaut haben, wo kommen die Leute alle her oder wie viel kennen wir davon.

00:13:47: Also wie ist quasi wirklich das Stammpublikum.

00:13:49: Und das war ganz verschieden.

00:13:51: Man hat richtig am Künstler gesehen, wo der schon vorher gespürt hat, ob der jetzt in Wien gespürt hat, ob der in Graf gespürt hat oder ob der irgendwo im Bildein zum Beispiel war, ist nicht so weit weg.

00:14:01: Aber da hat ein Tochenstück.

00:14:05: Künstler z.B.

00:14:06: in Bildeinschmerkbrüten waren aus Burgenland also massig vertreten bei uns, sonst waren halt eher Graz oder eher Wiener.

00:14:13: Aber Hardback war, Hardback hat so schon ein relativ treues Stammpublikum entwickelt.

00:14:19: Also wir sind schon mit Hardback sehr gut gefahren.

00:14:21: Naja, was halt wirklich charmant war, da war quasi fast die ganze Family.

00:14:25: Also das ist von, ich weiß nicht, vierzehn, fünfzehn, sechzehn losgegangen und unter Umständen bis zu Opa und Oma, die haben das auch ausgehalten, weil ihr wart seit doch sehr konzentriert auf Singer-Songwriter, das halt mal mit siebzig oder fünfundsebzig oder achtzig, allenfalls auch ausnahm.

00:14:39: Naja, die Geschichte war, das wir gesagt haben, also wenn wir uns gekröntet haben, also wir machen nur was, was uns quasi, wir waren viel leid, also so drei Viertel muss uns gefallen.

00:14:46: Also wenn Anna definitiv das abgenickt hat und Anna gesagt, nein, das gefällt mir gar nicht, dann haben wir es nicht gemacht.

00:14:53: Das war schon mehr oder weniger demokratisch, dass man gesagt hat, es muss uns allen gefallen.

00:14:58: Also wir müssen alle zu viert dahinter stehen, sonst machen wir es nicht.

00:15:01: Also wir sind schon mit teilweise abstrusen, geschichtelnd gekommen.

00:15:05: Ich wollte unbedingt einen Vic Chesnard haben.

00:15:07: Also Vic Chesnard war einer meiner Lieblingen, leider ist er gestorben inzwischen.

00:15:12: Und dann hat er gesagt, nein, damals war der Ritter nicht behindertengerecht, dann müssen wir dann rauf trauen und so, das machen wir nicht.

00:15:20: Blöderweise ist er dann auch zwei Jahre darauf gestorben, also ich hätte ihn sehr gerne gehabt, aber das war einfach so, dass man gesagt hat, was uns nicht allen zumindest Großteils gefällt, machen wir nicht.

00:15:29: Ich war dann, ah, zwanzigzehn das erste Mal bei euch, da war die Hütte bei William Fitzsimmons, glaube ich, restlos voll.

00:15:36: Was war für euch eigentlich oder für dich eigentlich das Highlight und was hättet ihr noch gern gemacht, was sich jetzt zumindest einmal vorläufig nicht ausgegangen ist?

00:15:44: Also beim Highlight tu ich mir schwer.

00:15:47: Also sicher, das Ezio war für mich, das haben wir einmalig in der Edelweiß-Halle gemacht, da damals nichts anderes vorredet war, ein Konzert-Venus.

00:15:57: Ich habe jetzt Ezio inzwischen, glaube ich, fünf oder sechs Mal in England gestalkt, mehr oder weniger.

00:16:03: Also ich bin in den letzten zwei Jahren nach England geflogen, glaube ich, fünf oder sechs Ezio-Konzerte.

00:16:07: Das war einer der Heiligzeiten, die ich nicht gerne mag.

00:16:10: Der Ezio Server ist Italiener, halb Italiener, also ein ganz lustiger Typ.

00:16:16: Das war eines meiner Heiligzeiten, das zweite Konzerte, das dritte war ein Größenkalla.

00:16:20: Das bin ich auch extrem gestanden, weil das war ein Größeckmann, das ich einfach mag.

00:16:25: Und sonst, obwohl ich es böhr, das erste, wir haben es zwar mal gekauft, war auch sehr, sehr fein.

00:16:29: Also der hat dort abgerockt.

00:16:31: Der hat lustigerweise das Hotelzimmer, was wir ihr gebucht haben, niemals benutzt.

00:16:35: Ich habe es am nächsten Tag dann zum Flughafen um Schwächheit geführt und sie ist dann irgendwie mit grasgrüner Hose, grasgrüner Jacke.

00:16:42: Also sie war halbbraun, halbgrün.

00:16:43: Ich habe sie da bei mir im Auto eingestiegen, hat bei der Ausfahrt Hardback bereits geschlafen, tief geschnacht.

00:16:49: Der hat durchgemacht offenbar den Nachtigen, war im Hardbacker Schloßpark.

00:16:52: Also ich hab dann mit der Hotelbesitzerin gesprochen, also sie hat das Zimmer nicht benutzt, ist auch nicht zum Frühstück gekommen.

00:16:58: Habt ihr einen guten

00:16:59: Discount gekriegt an wenigstens?

00:17:00: Nämlich am Soet, also das war uns der Spaß wert.

00:17:03: Also sie hat dann dementsprechend die Austünste bei meinem Auto hinterlassen, aber dafür hat sich dann bei der ersten Schwelle also schwächert, also hat sie dann aufgeholt und gesagt, haben wir schon da, wie gesagt, ja, wir sind bereits da.

00:17:14: Also das war legendär.

00:17:17: Wollesbör, das Erste war wirklich sehr cool.

00:17:19: Wie schwer war das Veranstalten und wie schwer ist es heute?

00:17:24: Oder ist es gar nicht schwer?

00:17:25: Es ist überhaupt nicht schwer, also man muss es nur machen.

00:17:27: Schwer ist insofern das, dass man sich einigermaßen mit zumindest finanziellen Null über die Bühne bringt.

00:17:33: Das ist jetzt wesentlich schwerer als früher.

00:17:35: Also ich kann mich erinnern, wir haben ein Konzert jemals abgesagt, das war... Puh!

00:17:40: Schnelle Frage, die war es gar nicht.

00:17:41: Anstatt mal wirklich obgesagt, weil man glaubt, wir verkaufen zu wenig.

00:17:44: Da hätte man bekommen, ein Tausend Achthundert Euro Förderung.

00:17:47: Am Schluss haben wir dann, glaube ich, zwei Tausend Euro fürs ganze Jahr für fünf, sechs Konzerte.

00:17:53: Damals haben wir pro Konzert angesucht um Förderung.

00:17:55: Also das war ein lockerer Ausgang, selbst wenn wir nur vier in der Reihe gestanden wären.

00:17:59: Jetzt ist das finanziell fast ohne Zuschuss aus eigener Tasche nicht mehr möglich.

00:18:04: Das ist das einzige, das veranstalten an sich, das ist überhaupt kein Thema.

00:18:08: Was ich immer sehe ist, wenn die Leute wissen, da gibt's jemanden, der veranstaltet, also du wirst quasi überschwemmt mit Mails.

00:18:16: Ich hab einen polnischen Bucker, der scheibt mal alle Wochen irgendwelche kanadischen Truppen, polnische, tschechische, der wird für nix quasi auftreten.

00:18:28: Also das ist überhaupt kein Thema.

00:18:29: Also das Veranstalten an sich ist leicht wie es halten muss.

00:18:33: Finanziell ist die Frage, geht's aus oder geht's nicht aus?

00:18:37: Was heißt denn für einen Eindruck?

00:18:38: Geht es sich im Indie-Bereich heutzutage normalerweise aus bei den Kolleginnen und Kollegen oder wird es jetzt schon sehr, sehr eng?

00:18:45: Na ja, gut, bei der jetzigen Regierung wird es immer enger.

00:18:49: Also Förderungen gibt es quasi, ich merke es in der Scherbe und ich merke es eigentlich bei uns.

00:18:54: Wir kriegen schon seit ungefähr zwei, drei Jahren gar nichts mehr.

00:18:57: Früher haben wir noch wirklich Bargeld bekommen, dann hat es quasi okay, wir kriegen jetzt nur mehr eingeschränkt Bargeld, die kriegt quasi die Venues zur Verfügung gestellt gerade, das war auch okay.

00:19:07: Schluss war nicht einmal das mehr, also da haben wir nicht einmal für jedes Konzert quasi irgendwie ein Rittersault oder das Museum bekommen.

00:19:13: Es wird schwieriger, es wird finanziell einfach nicht mehr leistbar, außer man steuert wirklich selbst einfach, ja keinem ist zu berücksichtigen, das Hotel kostet was, die wollen essen gehen, du brauchst der Anlag, du brauchst irgendeinen Mischer, das heißt das Ganze ist ja nicht nur die Garsche, die Garsche allein wird locker zum Trauen, also die Garsche ist überhaupt nicht das Thema.

00:19:29: Aber die Garsche muss in letzter Konsequenz wahrscheinlich vor zwei bis drei fachen.

00:19:34: Summe ausgeht und das muss da mal reinspielen.

00:19:37: Also vor allem bei unbekannten Künstlern ist es so, dass die Leute jetzt nicht zwanzig Euro hinlegen und keine Ahnung, ob er da kommt.

00:19:42: Das heißt, das muss wirklich jemand sein, den die Leute kennen, der kostet natürlich auch wieder Gage, damit ist ja keinem natürlich wieder umso teurer.

00:19:50: Das heißt, es ist letztlich als Kulturverein äußerst schwierig.

00:19:55: Also das heißt, mit Backwood war es das jetzt einmal?

00:19:59: Oder haben wir da noch Chancen bei?

00:20:01: Es war halt schon sehr charmant.

00:20:03: Er war jetzt in der Mitte zwischen Wien und Graz.

00:20:05: Er hat seinen eigenen Stil gehabt.

00:20:07: Ja, es war cozy.

00:20:08: Man musste keine Angst haben.

00:20:10: Wie ist die Zukunft?

00:20:12: Naja, das Problem ist, dass wir eigentlich inoffiziell, wie gesagt, uns vor zwei Jahren oder anderthalb Jahren schon aufgeröst haben.

00:20:19: Ich glaube es ist noch immer nicht ganz, aber es ist... Wir haben jetzt einmal kurz uns zusammengesetzt, also zu dritt.

00:20:25: Und haben gesagt, nein, uns wird es in der Form nicht mehr geben.

00:20:29: Also das Beckwood an sich, ich möchte den Namen nicht sterben lassen, der Verein wird wahrscheinlich, also ich habe erfahren, das war noch das, das war das Jahr zwanzig oder einundzwanzig, quasi noch nebenbei die Seller Sessions gegründet.

00:20:40: Auch dazu kommen wir dann nachher.

00:20:42: Ja,

00:20:43: also das ist quasi ein Ableger, hat ein Baby von Beckwood.

00:20:47: Beckwood an sich ist tot, leider.

00:20:51: Also, ja.

00:20:53: Vielleicht gibt es eine Wiederauferstehung irgendwann mal in ein, zwei, drei, fünf Jahren.

00:20:58: Also ich möchte den Namen nicht sterben lassen, weil wir natürlich auch noch für sich noch recht bekannt sind und als werwitztechnischen Zwecken schon.

00:21:06: Wenn ich unter Backwood was poste, ist das natürlich schon eine gewisse Reichweite und geht weiter als wenn ich es nur unter Seller Shashens poste.

00:21:15: Aber ich glaube, dass der Verein an sich... Dort ist er leider.

00:21:20: Gibt

00:21:20: es da keine junge Generationen in Hartberg, die vielleicht zu gewinnen

00:21:23: wäre?

00:21:24: So verrückt wie wir.

00:21:26: Kann ich mir nicht vorstellen.

00:21:27: Na ja, liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr irgendwo aus dem Bereich, ich sage mal zwischen Graz und Pinkerfield oder sonst was seid und wahnsinnig gerne Konzerte veranstalten wollt, vielleicht bringt euch da ein.

00:21:40: Du hast schon gesagt, du hast quasi die Location und den Rahmen gewechselt.

00:21:44: Du machst in kleinem Rahmenkonzerte.

00:21:46: Und zwar, das darf man, glaube ich, verraten daheim.

00:21:49: Wie kam das zu der Idee?

00:21:51: und für alle, die das interessiert, wie aufwendig ist, so was, worauf muss man aufpassen?

00:21:56: Naja, ich habe von circa, mittlerweile glaube ich, seit elf Jahren, aufgrund der Kindergröße, also wir haben vier Kinder, haben ein Haus gebaut und da war irgendwie so ein Thema.

00:22:06: Das ist noch der Architekt, eigentlich hat immer ein Raum im Keller vorgeschlagen, wo drauf geschrien hat, Männerraum.

00:22:11: Also meine Frau war bitterböse, weil es gesagt hat, es ist kein Männerraum, aber er hat immer drauf geschrien, Männerraum.

00:22:15: Der Männerraum war eigentlich schon von mir so geplant, dass man gesagt hat, wir machen irgendwie eine Whiskey-Bar und möglicherweise auch eine Bühne.

00:22:22: Und zu Corona-Zeiten, eigentlich war das ganze Bumm früh mit Gerümpel.

00:22:26: Und zu Corona war eben drei Monate quasi Pause, und ich meine einen Bruder hergenommen, der hat auch nichts zu tun gehabt.

00:22:31: Ich hab gesagt, wir bauen da jetzt eine Bühne rein, wir räumen dann mal den ganzen Schaß raus.

00:22:34: Wir haben dort wirklich eine lässige Bühne, ein Reimbaar, ein Wieskebaar und mit Stage-Cover und am Boden verlegt und das ist mir wirklich im Zeitkabel ohne Hände.

00:22:45: Dann haben wir gesagt, na gut, dann machen wir was.

00:22:48: Und das war eigentlich so der Ego-Plan von mir, dass ich gesagt habe, alles was ein Auto nicht gefällt oder das Publikum schon so gering ist, dass man sagt, man bringt es jetzt nicht ins Schloss oder man bringt es nicht ins Gewölb, sondern es macht eigentlich mehr Spaß.

00:23:01: Vor fünf, zwanzig bis dreißigvierzig Leute zu veranstalten, dann sag ich, das mach ich bei mir im Keller.

00:23:08: Das war einfach die Idee und mittlerweile haben wir auch Puh.

00:23:10: Ich müsste lügen, aber ich glaub, es waren zehn, zwölf Konzerte bereits beim Keller.

00:23:14: Na ja, man kann so drei HW schon singen.

00:23:16: Ja, also es ist lustig.

00:23:18: Das Lustige ist ja, dass ich mir quasi nicht drum schere, dass ich nicht nur jetzt irgendwelche Konzerte aufreise, aber dass die Leute sagen, okay, wir hätten, wir hätten, wir würden gerne.

00:23:26: Also, da gibt's was.

00:23:28: Ich geh ja gerne, warum nicht?

00:23:30: Also es läuft.

00:23:32: Aber erstens einmal braucht man tolerante Familie, weil das ist schon ein Haufen Leid in deinem Haus, die du nicht alle kennst.

00:23:39: Das funktioniert offensichtlich, aber auf was muss man sonst aufpassen?

00:23:42: Also du bist Jurist, braucht man dann eine Haftpflichtversicherung oder keine Ahnung?

00:23:47: Sagen wir mal, wenn ich jetzt auch das Gefühl habe, ich muss dringend da oben eher in meinem Garten machen oder halt in meinem nicht fahrenden Keller was machen, geben wir zwei, drei Tipps.

00:23:56: Die Seller Session hat einmal schon einen Open Air gemacht in Ilz, in Heinerstorff bei Ilz.

00:24:00: Das war der berühmte Georg Altzibler, auch Jurist, Dr.

00:24:04: Georg Altzibler.

00:24:06: Besser bekannt als Sonne of the Wild Riders.

00:24:07: Wir haben heute im Juli, es war glaube ich der Freitag-Schulschluss, Freitag, haben wir glaube ich vor hundertreißig Leute in einen irrsinnig schönen Vierkanthof reingepfercht.

00:24:18: Das war auch eigentlich ein Privatkonzert, also jetzt nicht im Keller, aber halt im Vierkant auf Open Air Basis.

00:24:25: Wir haben nicht, du brauchst nicht viel, du brauchst die Wirklichkeit, du musst die AKM quasi bedienen.

00:24:31: Und ja, das war es.

00:24:33: Da gescheites Klo haben und da gescheite Bar haben.

00:24:34: Also, was anderes juristisch nicht so tragisch ist.

00:24:37: Man tut sich als Verein leicht, grundsätzlich zu veranstalten als Privatperson.

00:24:41: Man kommt da besser bei den Medien unter, wenn man sich quasi als Kulturverein gepostet, also wenn ich sage, ich mach bei mir privat irgendwas.

00:24:49: Aber ansonsten hoffentlich Versicherung eigentlich noch nahe.

00:24:52: Ja, das ist es in Wirklichkeit.

00:24:54: Du brauchst natürlich irgendjemanden, der technisch affin ist, der Bühne hat, der Anlog hat, der mischen kann, der weiß, was er macht, aber das musst du zukaufen im schlimmsten Fall.

00:25:07: Ich habe in Feldbach einmal ein Geburtstagskonzert-Fahren startet für einen der mitten Mark Geary.

00:25:12: Der Bekannte von mir hat gesagt, ihr freienden habt Geburtstag und der hat quasi ihr.

00:25:16: zum Geburtstag in Marguerite geschenkt und wir sind dann irgendwie in die tiefste Pampa nach Völpoch gefahren, also das war gleich wieder der weiteste Weg, wo ich mit Marguerite immer hingefahren bin, also in Irland irgendwo herum und das war lässig, also wir haben auf der Parconda-Rasse quasi ein Geburtstagskonzert mit Marguerite gemacht.

00:25:32: Mein eigener Anlag, also mittlerweile im Kölner eigene Anlag, also mit Mischport, das ist auch leistbar, das ist nicht so die Welt.

00:25:38: und wenn du das einigermaßen mit denen kannst, das ist eigentlich nicht das Thema.

00:25:42: Ja, und guten Wieske, Herr Daader-Klaas.

00:25:44: Ja, die Whiskey-Bau war notwendig.

00:25:46: Wir haben gesagt, wir brauchen hinten auf jeden Fall eine Whiskey-Bau.

00:25:48: Das ist quasi der Gegenpart zur Bühne.

00:25:50: Auf der einen Seite ist die Bühne, auf der anderen Seite ist die Whiskey-Bau.

00:25:54: Du fährst selbst auf wie viele Konzerte im Jahr ungefähr?

00:25:58: Das ist schwer zu sagen.

00:25:59: Ich bin zu meiner besten Seite.

00:26:01: Wir hatten einmal die Ehre, die vergnügen und anfängst mit der Kronanzeitung ein Interview zu machen.

00:26:06: In dem Jahr habe ich wirklich zusammengezählt.

00:26:08: Da bin ich genau in einem Jahr auf hundert Konzerte gekommen.

00:26:10: Aber das ist sehr unterschiedlich.

00:26:11: Ich bin jetzt in den Semesterferien am Mittwoch zum Frames-Konzert.

00:26:17: Die Frames spielen jetzt vier, vier Gigs oder fünf Gigs in Irland, ganz in kleinen Locations, also mit Hundertfuchtsgreit.

00:26:24: Die geht so.

00:26:25: dank, indem ich das Internet gehackt habe, habe ich noch ein Quarten gewerkt.

00:26:29: Dann bin ich zwei Tage in Dublin beim John Primwell, also vor einem Club.

00:26:34: Dann fliege ich von Dublin weiter nach Basel und dann nehme ich mein Auto und fahre drei Tage durch Frankreich, also für einen Hermann Dün, also ein französischer Künstler eigentlich, also mit schwedischem Vorfall natürlich, ich liebe ihn.

00:26:44: Den Stock ist seit dem Jahr zwei Tausend neun oder zwei Tausend sechs glaube ich sogar schon.

00:26:48: Also das sind eigentlich in zehn Tagen dann acht Konzerte, so ungefähr, aber dann ist ja auch wieder mal zwei Wochen Pause, also ich kann nicht mit sein, aber ich bin schon... ich brauch's.

00:26:59: Es ist eine blöde Frage für jemanden, der vielleicht an die Hundertkonzerte im Jahr geht und das wahrscheinlich schon seit ein paar Jahrzehnten, aber ans Deiner Highlights.

00:27:09: Weil da muss dann alles passen.

00:27:10: Also ich sage mal, ich fange mal mit meinem an, dann hast du vielleicht ein bisschen Richtung.

00:27:14: Sonic Youth in Madrid.

00:27:16: Das ist wirklich eine schwere Frage.

00:27:18: Also worauf ich nachgefahren immer stehe ist Springsteen.

00:27:22: Also so groß kann das Svenja gar nicht sein, dass ich nicht auf... Der ist so was von authentisch, selbst mit knapp acht Jahren, dass ich mir denke, dass ich den Stocky mit Europa, wann immer ich Zeit habe.

00:27:33: Aber was wirklich, wirklich, wirklich lässig war, also wir fallen zwar ein, eins ist der David Kinan in Leip, das ist an der Südwestküste von Irland im Kanal ist, also da hat der Kleinen Heinz schon gespürt, da hat er mit Christopher gespürt.

00:27:49: Da bin ich erst die Reihe gesessen mit Kamera und Aufnahmegerät bewaffnet.

00:27:57: Die hat zwei halb Stunden dort vor einem Dreißgleich gespielt.

00:28:00: Das war sensationell, das war wirklich ein Gewind am Schluss.

00:28:03: Und was aber auch ähnlich war, war lustigerweise der kleinen Handset vor, also voriges Jahr.

00:28:07: Das war vierhundertzwanzig, im Oktober im Laden in Wien.

00:28:12: Das war ein Secret-Gig, da wollte ich eigentlich bei mir im Keller spülen, als ich mit dem Kleinen selber diskutiert.

00:28:17: Das ist aber dann seitlich nicht ausgehend.

00:28:19: Vorher in Brien, in der Schweiz, für diese Opfergespüte, da vom Stein-Geröll-Hang absturzt, da quasi betroffen worden.

00:28:29: Und dann in Wien und da hätte ich eigentlich einen Tag vorhin in Hauptberg bei mir im Keller wirklich spülen sollen.

00:28:33: Und das ist aber seitlich nicht ausgehend.

00:28:35: Und dann hat er im Laden gespült vor dreißig, vierzig Leuten.

00:28:38: Und das akustisch, und das war also ein Kleinen Hänzer, der akustisch ist.

00:28:42: Ich bin bei jedem zweiten Lead eine Träne verdrückt.

00:28:46: Das war sensationell.

00:28:48: Wobei man da so sagen muss, als der Gag von uns am Kulturverein war, dass wir als Running Gag im Laufen gehabt haben, uns gibt so lange der Kleinen Hänzer nicht bei uns spült.

00:28:56: Und wenn der Kleinen Hänzer bei uns spült, dann lösen wir uns quasi auf.

00:28:59: Wir werden uns knapp vorher jetzt auch wahrscheinlich auflösen, weil wir bei uns irgendwann mal spülen.

00:29:02: Was fehlt noch auf deiner Liste?

00:29:04: Kleinen Hänzer.

00:29:05: Okay.

00:29:05: Also John Primal wäre auch super, das ist auch einer meiner Lieblingshighlights.

00:29:11: Aber generell, also du bist ja zumindest in Europa für unterwegs eben bei Konzerten, was fehlt denn so generell?

00:29:17: Also ihr habt zum Beispiel heute, die weiß noch nie Radiohead gesehen.

00:29:20: oder schauen wir halt heuer das erste Mal den Wutang kleiner und das ist jetzt nicht dein Musik, aber was fehlt denn so an...

00:29:26: Also wenn ich noch niemals gesehen habe, obwohl ich heuer eigentlich Ende Juni... noch nicht gebucht habe, aber wo sie wahrscheinlich buchen wäre, ist, da gibt es irgendwo eine Stunde von Steinsteider in London entfernt, ein Festival, Lil Young, die zu meiner Schande noch nie Lil Young gesehen und Lil Young ist, also sollte man sehen, also mit uns Maus mit Leid eben, dass ich zum Beispiel, ich mir hätte in Hartberg irrsinnig gerne ein Tanzer oder ein Hirsch veranstalte, also das sind wir, wir haben immer dran gedacht, aber sind letztlich dann zu spät gekommen und immer in die binarische Alter, wo wir jederzeit einen Herzinfarkter dann Schlagern verkriegen können.

00:30:01: Und im Springsteam und in meinem Springsteam habe ich oft gesehen, aber nicht lange.

00:30:05: zum Beispiel noch nie gesehen, leider.

00:30:07: Und dann würde ich mir sehr gerne noch einmal gönnen.

00:30:10: Also noch einmal gut zum ersten Mal gönnen.

00:30:12: Den habe ich Gott sei Dank zumindest einmal in Wien in der Stadthalle gesehen.

00:30:15: Aber da geht mehr.

00:30:17: Ja, ein popkultureller Anwalt.

00:30:21: Wolltest du nie Labelchef, Veranstalter, Kulturpolitiker oder vielleicht sogar selber Musiker werden?

00:30:26: Für das Musikgravieren ist es zu spät.

00:30:29: Ich bin begeisterter Flötenspieler gewesen mit sechs Jahren, zwei Jahre.

00:30:34: Die klassische Karriere von der Mutter vorgegeben, also zwei Jahre Flöte, vier Jahre Klavier.

00:30:38: Das hat dann leider dank meiner Musiklehrerin nicht wirklich gefruchtet.

00:30:43: Ich habe dann also das Klavier hingeschmissen und habe mir die Finger einzwickt und habe gesagt, nein, niemals Musik.

00:30:48: Also aktiv, leider nein, ich würde es ihr nicht gern machen.

00:30:51: Ich glaube nicht, dass es mir schafft.

00:30:57: Ja, es ist schwierig.

00:30:59: Ich glaube, wenn ich noch mal auf die Welt kommen würde, würde ich da wohl ein Techniker oder Kulturveranstalter sein, wobei das wahrscheinlich ein brotloser Job ist, zumindest im Vergleich zum Juristen.

00:31:08: Aber ja, meine Liebe ist eigentlich die Musik und darauf eher das Veranstalten und das Passivie genießen und eben aktiv hier gesagt veranstalten.

00:31:20: Als Musiker wäre ich glaube zu faul und zu ... Was ihn hält?

00:31:25: Ich glaube nicht, dass ich... Ich kann auch nicht singen.

00:31:30: Ich kann nicht tanzen und nicht singen.

00:31:31: Ja, und das ist auch ein String, wenn man doch die Gegend fahren muss, die ganze Zeit.

00:31:36: Ich bin eigentlich gebucht nächstes Jahr für Mark Pili.

00:31:41: Das ist ein Schotte mit langen, grauen Bart, der Mastermind von Hobotok war und der eigentlich Hobotok ist, so wie ich es so in Person haben.

00:31:54: Und der hat ewig, der war zehn Jahre verschollen, ich habe einmal vor vier, fünf Jahren gestalkt und habe dann quasi über eine Produzentin beigelnd bei mir irgendwie mitgesungen hat und produziert hat gefunden, eben zweimal in Schottlampe in Edinburgh besucht.

00:32:09: Und also wir haben quasi den Titel, dass man, wenn er mal in Europa, also in Mitteleuropa spürt und Deutschland möchte vor allem bereisen, weil er da als Hobotage alle die Füge, Konzerte gehen hat, dann mache ich Tourmanager, also das, also Roadie und Tourmanager.

00:32:24: Also den Titel haben wir, also es kann sein, dass ich meine Juristenkarriere hinschmeiß und sage, okay, mit ZK auf und werden immer Tourmanager auf irgendwelche Schatten.

00:32:32: Das wäre mein Traum.

00:32:33: Sehr gut.

00:32:34: Jetzt wissen wir's.

00:32:35: Du bist aus einer politisch interessierten Familie, um so mal so zu umschreiben.

00:32:40: Dein Name wird dem einen oder anderen vielleicht schon mal untergekommen sein, quasi.

00:32:45: Warum bist du noch nicht Bürgermeister von Hartberg?

00:32:49: Ich habe es probiert, ist das irgendwie jetzt maßlos gelogen und übertrieben.

00:32:54: Ich war fünf Jahre in der Politik in Hartberg, also nicht im Sinne meines Großangriffs.

00:33:00: Er hat mich furchtbar geschimpft, wie er das gemerkt hat.

00:33:02: Aber es ist schwierig.

00:33:05: Du kannst nicht auf sechs Hochzeiten gleichzeitig getanzen.

00:33:08: Ich bin ich Unterrichter an der Haken-Hardberg als Professor.

00:33:10: Ich bin schon seit drei, zwanzig, vier, zwanzig Jahren.

00:33:13: Das Büro ist auch anstrengend an sich.

00:33:15: Es ist ja zeitlich vor allem intensiv.

00:33:17: Und ich habe mir am Anfang gedacht, dass Politik als eine ist irgendwie einfacher.

00:33:21: Es hat man mir das so nahegelegt, dass es nicht so tragisch ist.

00:33:26: Es war dann doch jedes Monat eine Gemeinderatssitzung und man muss sich vorbereiten, wenn man was bewirken möchte.

00:33:34: Es war dann schon zu anstrengend, dass ich das wirklich mit Leib und Zill betreiben konnte.

00:33:39: Deswegen habe ich das Ganze wieder zurückgelegt und es geht nicht alles.

00:33:43: Ich hätte gerne merken, ob es geht nicht alles.

00:33:45: Ihr habt einen starken Fokus auf Singersongwriter gehabt.

00:33:47: Das ist auch dein Genre.

00:33:50: Wie siehst du die Szene in Österreich für österreichische Singersongwriter?

00:33:54: Gibt es da genug Locations- und Veranstalter?

00:33:56: Oder ist das ein Pflänzchen, das im Dunkeln gedeiht?

00:34:00: Was ich immer mitkriege, ist, dass ... Die Szene, gerade aus Singersangreit in Österreich betrifft sehr abhängig davon, ist eben von solchen privaten oder mehr oder weniger privaten Kulturveranstaltungen wie z.B.

00:34:12: in Brug oben.

00:34:14: Also das Dachboden, der hat dann sicher Leute, das sind wirklich Enthusiasten, die quasi für nichts und das sind überhaupt keinen Lohn im Gegenteil.

00:34:22: Die müssen sich nur verantworten vor der Förderstelle, wenn sie dann irgendwie falsche Rechnung abliefern oder nicht genau das abliefern, was gewünscht wird.

00:34:30: Also von solchen Leuten sind die eigentlich abhängig.

00:34:33: Und als er eben Backwood wurscht, also alles was irgendwo im kleinen Deit und wächst, von dem ist die Szene abhängig, weil große Locationskausten in diesem Sinne noch nicht, zumindest nicht am Wahnsinn, bespielen.

00:34:49: Und oh-ho Oberwart, falls man nicht spontan anweist, nicht weit weg ist von solchen Locations, lebt die Szene in Wirklichkeit.

00:34:57: Aber es gibt meiner Ansicht nach, Wolfgang Bolland sind in Wiese unten

00:35:02: etc.,

00:35:03: gibt es genug, noch hoffentlich die das weitermachen werden.

00:35:06: Also selbst wenn wir auch sterben, also ich hoffe, dass das dann von mehr als ein hundert Jahre ein Hardbike wieder macht.

00:35:10: Oder zumindest in der Umgebung irgendwo, also das ist es.

00:35:14: Google, roter Google, ich meine das ist ein ganz anderer Stil jetzt, aber der ist auch quasi ein völliger Verruckter, so wie wir im Endeffekt.

00:35:21: Und man macht halt jeden Tag oder jeden zweiten Tag irgendwelche Veranstaltungen, sei es jetzt DJ-Abente oder Konzerte, die brauchen wir in Wirklichkeit.

00:35:32: So, nun kommen wir zu uns.

00:35:33: halt letzten Obrik in aller Kürze.

00:35:35: Also kurze Fragen von mir, kurze Antworten von dir bitte.

00:35:38: Beste Konzertlocation in Österreich.

00:35:41: Chelsea, Wien

00:35:42: und international.

00:35:44: Wilans Dublin.

00:35:46: Du kriegst einen Anruf.

00:35:48: Eine internationale Agentur bietet dir zwei ihrer Stars für ein riesiges, wunderschönes Konzert in Hartberg.

00:35:54: Aber du musst dich jetzt entscheiden, Neil Young oder Bruce Springsteen.

00:35:57: Springsteen.

00:35:58: Keine Frage.

00:35:59: Hartberg ist so circa in der Mitte zwischen Wien und Graz.

00:36:02: Im Zweifelsfall würdest du welche Stadt wählen?

00:36:05: Graz.

00:36:05: Ich habe zwanzig Jahre in Graz gelebt.

00:36:08: Letzte Frage.

00:36:09: Rot oder schwarz?

00:36:10: Grün.

00:36:11: Okay.

00:36:12: Klaus, vielen Dank für deinen Besuch im Studio in Graz.

00:36:16: Danke für die Einladung.

00:36:18: Und liebe Leute, folgt's ein bisschen den Seller Sessions.

00:36:21: So viel Platz hat er ja nicht, aber ab und zu ist er noch einsesslich und frei.

00:36:25: Er macht wunderschöne, sehr private Sessions.

00:36:29: Und ich hoffe, dass das XXV auch so weitergehen

00:36:31: will.

00:36:31: Ich hoffe auch.

00:36:32: Danke.

00:36:33: So, und ihr, die ihr brav zugehört habt, herzlichen Dank.

00:36:36: Folgt uns gerne auf Instagram zum Beispiel oder abonniert uns auf Spotify oder dem Kanal eurer Wahl und gebt uns Rezensionen.

00:36:43: Erzählt weiter von uns, weil wir sind ja auch so ein Verein quasi, der K-Geld verdient.

00:36:49: Danke fürs Zuhören und auf Wiedersehen.

00:36:55: Und teilt es auf dem Kanal Eurer Wahl.

00:37:06: Ewige Dankbarkeit

00:37:07: ist euch gewiss.

00:37:16: Und wer hat's produziert?

00:37:18: Das Pod.

00:37:20: Deine Podcast-Agentur.

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