Folge 73 - Birgit Bachler. Alles begann mit den Backstreet Boys.

Shownotes

Warum hat Knittelfeld weit mehr zu bieten als nur ein prächtiges Krematorium und einen gewissen Ruf in Bezug auf die FPÖ? Wieso war Rotterdam richtig super, bevor heftig an der Kultur gespart wurde? Wie wird man über den Umweg Neuseeland zur Besitzerin eines Unterschriftenroboters in Graz? Wo geht hierzulande der feinste Post-Punk über die Bühne? Wie bringt man die Subkultur ins Dorf? Und wie werden Designerinnen und Designer in Zukunft trotz aller KI-Tools wahlweise reich oder berühmt?

Mit Birgit Bachler kann man über jede Menge Themen reden. Sie ist schließlich ganz schön viel gleichzeitig: Künstlerin, Lehrende, Forschende, Bassistin, Studiengangsleiterin und anderes mehr. Wir haben uns trotzdem auf einige wesentliche Punkte fokussiert. Die Podcast-Reihe heißt ja nicht umsonst: „Haubentaucher Shorts“.

Wer nicht an der FH JOANNEUM studiert und Birgit Bachler trotzdem ab und zu live erleben will, hängt sich an ihre Band Solo Ono dran. Oder geht zu Elevate 2026, da ist sie nämlich auch aktiv.

Eine Produktion von DAS POD. Idee, Fotos & Moderation: Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.at

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:21: Hier ist der Haubendorcher Podcast mit der Serie Shorts.

00:00:26: Heute zu Gast und wir freuen uns sehr, Birgit Bachler, Lehrend der Künstlerin, Designerin und Forscherin Studiengangsleiterin für Infodesign an der FH-Journeum, kleiner Disclaimer, ich unterrichte auch dort, aber das tut heute nicht weiter was zur Sache.

00:00:43: Und dann ist sie auch noch Bassistin bei der Band Solo Ono, die den Postbank vielleicht in Graz wieder salonfähig macht.

00:00:52: Herzlich willkommen!

00:00:53: Danke schön, Wolfgang, für die Einladung.

00:00:54: Ich freue mich sehr.

00:00:55: Super.

00:00:55: Auf Wikipedia

00:00:55: habe ich gelesen, seit der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der

00:01:15: Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit von der Zeit.

00:01:18: Wir hatten jetzt das achthundert Jahre Knidelfeldjubel im letztes Jahr, das ist glaube ich ganz wichtig.

00:01:24: Ich komme dort daher, ich bin dort geboren, habe die Obersteiermarkt erleben dürfen als freundlichen Ort, an dem man seine Kindheit und Jugend schön verbringen kann mit so politischen Ups und Downs.

00:01:38: Was muss man sonst noch wissen?

00:01:39: Ich glaube Knidelfeld ist sehr unterschätzt.

00:01:43: Ist noch so ein Juwel.

00:01:45: in der Obersteinmark, wo man schön wandern gehen kann, wo es schöne Landschaften gibt, aber sehr verrufen.

00:01:50: Immer wenn ich jemandem sage, ich komme aus Knittelfeld, kommen die wildesten Geschichten auf mich zu.

00:01:55: Also so Urban Mids von Knittelfeld gibt es einige, aber ich möchte da nicht näher drauf eingehen, ob die stimmen.

00:02:01: Aber das geht

00:02:01: den Leuten aus Kapfenberg, klar wie ähnlich.

00:02:04: Das

00:02:05: habe ich auch schon gehört, dass Kledelfeld und Kaffenberg sich so in der Murmürzwoche ein bisschen

00:02:10: die Pole sind,

00:02:11: die Pole

00:02:12: des Wahnsinns.

00:02:13: Was schade ist, ist, dass weder die Birgit Bachler noch, der Karl Stocker, der ja auch Knudelfeld-Background hat, unter den berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt auf Wikipedia zu finden, sind das, meine Lieben, muss ich ändern, wer immer Wikipedia-Admin-Rechte hat und die kennt er aber, sei zu lieb und trage es dir einmal, da stehen irgendwelche Fußballer.

00:02:34: Natürlich Politiker und Politikerinnen, aber da könnte man schon ein bisschen was updaten.

00:02:39: Ja, von wegen Update, von Knittelfeld nach Graz, nach Rotterdam und dann weiter nach Neuseeland, war das in irgendeiner Art geplant?

00:02:47: Gar nicht.

00:02:48: Gar nicht ist gut, aber wie kommt man dann nach Rotterdam?

00:02:52: und wie kommt man dann vor allem nach Neuseeland?

00:02:54: Schau den Studiengang, den ich jetzt leide, da hat er den Vorteil, dass man im sechsten Semester ein Praktikum macht.

00:03:01: Ich habe mich damals mit so Anfang zwanzig gedacht, ich werde wahrscheinlich in Hidelfeld enden und irgendwelche Broschüren für irgendwelche kleinen oder mittelunternehmen gestalten, habe mich aber dann doch entschieden, eine Rasmus-Auslandssemester zu machen und habe mich da für Rotterdam entschieden, weil mir das sehr gut gefallen hat.

00:03:18: Und dann bin ich einfach dort geblieben und nie wieder zurückgekommen.

00:03:22: Erst wieder jetzt, zwanzig, als Studiengangsleiterin von dem Studiengang, den ich damals quasi abgeschlossen habe.

00:03:31: Und es war eigentlich immer so, wo der Wind hingeweht hat.

00:03:34: Das heißt, in Rotterdam hat es mir sehr gut gefallen.

00:03:37: Da habe ich einen Masterstudium gemacht, super Kunstszenen, super Musikszenen auch.

00:03:42: Allerdings gab es dann so einen Kulturclash, wo alle möglichen Förderungen gestrichen wurden, wo auch unser Job damals, wo ich bei Warm Rotterdam gearbeitet habe, alle gestrichen wurden und ich mich dann quasi in Neuseeland für den Job beworben habe.

00:03:57: Ich habe zuerst nur die Jobbeschreibung gesehen.

00:03:59: Also Lecturer in Media mit den ganzen Skills, die ich damals hatte.

00:04:03: Und habe erst in der zweiten Zeile gesehen, dass das in Wellington, Neuseeland ist.

00:04:07: Und mich dann trotzdem beworben und dann hat das irgendwie so hingehauen.

00:04:11: Und so wie mit dem Job jetzt auch.

00:04:13: Also ich habe mich mal beworben und dann haben die Leute ja gesagt.

00:04:16: Und ich denke mir halt eher, wenn jetzt jemand anderen mich einladet, würde ich es mir... Eher würde ich mich eher ärgern, wenn ich es nicht gemacht hätte und dann immer das was wäre, wenn habe ich es so, jetzt bin ich wieder in Österreich.

00:04:28: Also immer, wenn mich jetzt irgendwer fragt, magst du was Tolles machen in Bangkok oder so, oder?

00:04:35: Irgendwann, das würde ich wahrscheinlich mich dazu durchringen können, wenn die Vorteile überwiegen, genau.

00:04:41: Das weiß man natürlich oft erst später, aber Rotterdam ist ja eigentlich so das Knittelfeld von den Bienenluckstaaten, oder?

00:04:47: Also das ist schon ein bisschen raro.

00:04:49: Ja, ich glaube, ich würde sie immer mit Linz vergleichen, wegen dem Hafen und so, dieser Scham.

00:04:55: Es hat, glaube ich, es war damals, wie ich dort war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war, das war Im Schatten.

00:05:19: aber mir hat das besonders gut gefallen, weil vor allem für so Subkultur und Kunst war das sehr viel Raum und die Leute waren noch viel offener.

00:05:26: Also, wie ich nach Rotterdam gekommen bin, waren alle so cool.

00:05:30: Warum kommst du nach Rotterdam?

00:05:31: Du könntest ja auch nach Amsterdam können.

00:05:33: Und irgendwie war da, war halt ich da sofort, den Anschluss gefunden.

00:05:37: Auf der FH-Webseite steht Birgit, arbeitet in den Bereichen interaktive, audiovisuelle Kunst, kritisches Mediendesign und Hard- und Softwarekunst.

00:05:44: Und da steht noch ziemlich viel anderes.

00:05:46: Was heißt das genau, bastelst du Multimedia-Roboter?

00:05:50: Ja, so kann man sich das ungefähr vorstellen.

00:05:52: Früher habe ich das natürlich viel, hatte ich da viel mehr Zeit dafür, jetzt bin ich eher ein Unterschriften-Roboter geworden, aber den wüsste ich noch bauen, den habe ich sogar ja nicht im Büro stehen, wenn ich mir ehrlich bin.

00:06:04: Aber genau, ich mache mit so Mikro-Kontrollern als Microcontrollers quasi baue ich meinen eigenen interaktiven Geschichten, das heißt ich verwende nicht nur den Computer oder den Laptops und ich baue auch kleine Sachen, die mit Computern interagieren können, mit Sensorik und so weiter, genau.

00:06:22: Du hast dich unter anderem sehr früh mit sicherem Content und Sensor beschäftigt, aber auch mit sozialen Medien, man hängt ja alles zusammen, haben wir da alle miteinander einen schweren Fehler gemacht.

00:06:32: Mit den sozialen Medien?

00:06:33: Ja, mit dem sicheren Content, der Sensor und den sozialen

00:06:36: Medien.

00:06:37: Ja, als Gesellschaft meinst du jetzt.

00:06:39: Ja.

00:06:40: Das

00:06:40: ist eine ganz große Frage.

00:06:43: Ja, ich meine, ich hab angefangen damals drüber nachzudenken, wie's Myspace und so gab.

00:06:47: Erinnerst du dich sicherlich noch?

00:06:48: Ja,

00:06:49: ich war dort aber gar nie.

00:06:51: Mein erstes Netzwerk war Gsing.

00:06:52: Ah ja.

00:06:53: Crossing heißt das ähnlich, oder?

00:06:55: Ich

00:06:55: weiß das ja.

00:06:56: Ich hab das den Leuten damals beigebracht, dass sie Crossing sagen sollen und erkennst Leute auf der Straße in Graz daran, dass sie zu Gsing, Crossing sagen sollen.

00:07:02: Es hat sich aber überhaupt nicht durchgesetzt.

00:07:04: Gsing sagt mittlerweile Selva Gsing.

00:07:06: Okay.

00:07:06: Gut, aber MySpace, was es ja jetzt nur mehr so halb gibt, war ja damals so der Gefahren von, wir können uns vernetzen mit irgendwelchen Leuten und so viele Versprechungen und so MySpace-Profile waren ja irrsinnig schier, aber individuell.

00:07:21: Und ich glaube, Facebook hat das dann irgendwie vereinheitlicht als das größere Netzwerk und Studi vor Zeit.

00:07:26: Weiß nicht, ob du dich an das erinnerst.

00:07:28: Logisch.

00:07:29: Da

00:07:29: war ich natürlich auch nicht, weil ich war ja dann schon bald, da flinkt ihn nachgesingen.

00:07:33: Mhm, genau.

00:07:34: Aber mir kommt vor, ja, wir haben uns da selbst irgendwie ein bisschen in eine Todesperrale gedreht, indem wir irgendwie die Übervernetzung wollten und jetzt ist es eigentlich nur mehr Kommerz.

00:07:44: Und unsere, die Verbindungen, wo damals so die Hoffnung war, ich kann Verbindungen aufbauen mit Leuten jetzt nicht passieren, auf wo ich bin.

00:07:51: oder wer ich bin, sondern was wir für gemeinsame Interessen haben über Musik und so, diese ganzen Versprechungen waren kurz wahr und sind dann so ein bisschen leider jetzt irgendwie abgedriftet in Endless Scrolling und Einsamkeit.

00:08:05: Auf den Bereich, was Design mit Social Media zu tun haben kann und dann noch mit Politik und Demokratie kommen wir dann später noch.

00:08:11: Hab da tolle Frage, die immer gestern eingefallen ist.

00:08:15: Komm mal zum nächsten kurzen Halbthema.

00:08:18: Wie sehr greift KI in deinem Bereich ein?

00:08:21: Wir nennen deinem Bereich jetzt einfach mal verkürzt Design.

00:08:25: Was passiert da heute, was passiert da morgen?

00:08:27: Soll uns das eher freuen oder eher schaudern lassen oder bei das gleichzeitig?

00:08:31: Super spannende Frage, weil viele Leute immer behaupten, okay, KI wird euch jetzt ersetzen.

00:08:36: Was macht ihr Designerinnen jetzt eigentlich?

00:08:39: Unsere Studierenden werden auch immer gefragt so.

00:08:41: Jetzt kann ich mir mit der KI mein Branding generieren oder meine Bilder schön bearbeiten oder mir, weiß nicht, in deinen Fehl aus seinem Foto raus retuschieren lassen.

00:08:50: Da brauchen wir euch ja gar nicht mehr.

00:08:51: Und ich glaube, da haben wir Designer-Designerinnen versagt, indem wir eigentlich gar nicht so gut erklärt haben, wie wir uns in den letzten zwanzig, dreißig Jahren weiterentwickelt haben, weil wir ja wirklich auch Designforschung betreiben.

00:09:03: Das heißt, wirklich im Kontext arbeiten mit Menschen, was braucht es, diesen menschlichen Aspekt einzubauen, zu verstehen, wie geht Technologie weiter?

00:09:11: Und ich glaube, viele verstehen KI, wenn überhaupt jetzt erst über diese Chat-Bots-Interfaces.

00:09:17: Das heißt, das gab es ja auch immer schon im Hintergrund.

00:09:20: Nur wussten wir es nicht wirklich.

00:09:22: Jetzt agieren wir irgendwie direkt damit und diese Interfaces müssen auch designt werden.

00:09:26: Das heißt, ich glaube, dass ich die langweiligen und schlechten Jobs, wie zum Beispiel ich schneide jetzt, weiß nicht, Fleischlabel aus für irgendeinen Discounter-Katalog, wo ich dann zehn Cent bezahlt kriege.

00:09:37: Diese Jobs werden wahrscheinlich wegfahren.

00:09:39: Ich würde das jetzt aber nicht als unbedingt eine schlechte Entwicklung bezeichnen.

00:09:43: Und ich glaube, was super ist, ist, dass wir die Designerinnen jetzt echt an der Nase packen müssen und nicht nur zu diese Verschönerungsagenturen sind, sondern auch sagen, dass wir auch mehr werden in der Gesellschaft schaffen können und dass wir weit mehr sind als nur der letzte Schritt in einem Prozess für neue Projekte.

00:09:58: Also ich glaube, da ist viel Chance, aber es werden sich natürlich Sachen ändern, so wie damals halt der Computer eingeführt wurde.

00:10:05: Im Arbeitsprozess weg von den großen Druckereien hat sich auch einiges verändert.

00:10:09: Viele Jobs weg, aber viele, viele mehr Jobs dazu.

00:10:13: Jetzt kommt mehr Frage Design, plus Social Media, plus Demokratie und so weiter.

00:10:18: Was glaubst du, in welche Richtung ich da jetzt gehe, fast tagesaktuell?

00:10:23: Soren Mamdani.

00:10:24: Ah,

00:10:25: okay.

00:10:25: New Yorker Bürgermeister.

00:10:27: Ah,

00:10:27: ja.

00:10:27: Du hast vermutlich das Graphic Design, die angeschaut, nehmen wir mal an.

00:10:33: Das ist so blau und orange und sehr retro quasi.

00:10:37: Ich habe in den letzten sieben Tagen so viele Sachen.

00:10:41: Superheldenartig.

00:10:43: Mein Millennials Grain.

00:10:45: vordest du da jetzt groß heraus?

00:10:47: Ja, versuchen wir mal da irgendwie uns reinzufühlen.

00:10:52: Also ein bisschen wirst du es noch in Erinnerung haben.

00:10:53: Orange, blau, sehr kräftige Farben.

00:10:57: Ja, ich sage mal das leise siebziger Schrift und generell eine wahnsinnig auffällige Social Media Kampan, sehr, sehr viel auf Insta und das alles gemischt mit dem richtigen Leben, sehr viel auf der Straße, sehr viel Crowd, sehr viele Leute, die von Tür zu Tür gegangen sind.

00:11:15: Was sagt die Expertin, wird dieser Style Geschichte schreiben?

00:11:20: Weil der ist Den hat der KI nie erfunden, glaube ich.

00:11:24: Also, KI macht ja eigentlich Wahrscheinlichkeiten und das ist völlig unwahrscheinlich, dass du jetzt auf einmal mit einer, ja, ist er jetzt leihenhaft, siebzeigjährigen Grafik daherkommst.

00:11:34: Und wie wichtig ist Grafik generell in Wahlkämpfen, vor allem in Social Media-Wahlkämpfen?

00:11:41: Ja, ihr seid gespannt halt eben, weil ich war jetzt, ich bin jetzt wieder drei, vier Jahre in Österreich, so viele Wahlen habe ich jetzt hier nicht mitgemacht.

00:11:48: und ich glaube, Bei uns ist es immer alles sehr klassisch, oder?

00:11:51: Ich glaube, die Leute trauen sich jetzt nicht so raus.

00:11:53: Amerika, Träume und so.

00:11:57: Große Freiheit sind vielleicht ein bisschen mutiger, was solche Sachen angeht.

00:12:00: Wie ich in Neuseeland war, gibt es Leute, die über soziale Medien, also Politik getrieben haben, die vielleicht auch ein bisschen mutiger waren.

00:12:08: Und ich glaube, ich bin das spannend, was du sagst, dass man, glaube ich, KI auch nutzt, um diese Wahrscheinlichkeiten macht und das, was immer schon funktioniert hat.

00:12:17: Probieren wir jetzt nochmal und das wird immer wieder funktionieren.

00:12:19: Aber ich glaube, die Gesellschaft ändert sich schon in der Hinsicht, dass man überlegt, ja, wir wollen die Sachen, die rausstechen.

00:12:25: Und wenn alles laut schreit und alles Punkt ist, ist es dann total schwierig, noch rauszustechen.

00:12:31: Auf der anderen Seite sind wir so beeinflussbar, oder?

00:12:33: Also ich weiß nicht, ob du auch auf Instagram oder anderen sozialen Medien scrollst und dann irgendwo stehenbleibst, wenn du findest, das ist ja irgendwie ein Clash, du willst Bürgermeister von New York werden und greifst dann tief in diese Anti-Design-Kiste oder wirbelst das Ganze, was man sich eigentlich erwartet, so von offiziellen Stellen auf, ob das dann so ein Hype ist, weil die Trends auf TikTok und so, wie lang sind die in?

00:12:55: Eins, zwei Tage und...

00:12:59: Absurderweise haben die manchmal dann eine Pause natürlich.

00:13:03: Nach zwei Wochen ist es total uncool und wenn du ein Jahr später kommst, funktioniert das plötzlich wieder.

00:13:07: So wie bei Sachen gesehen so, Alter, das haben wir letztes Jahr um die Zeit gemacht und jetzt plötzlich funktioniert das wieder.

00:13:15: Vielleicht noch bei dem Thema ... Es ist extrem schockierend für mich, wie schnell das geht.

00:13:19: Also der Algo auf Insta spielt mir nur mehr Cat-Content aus Plus-Sora-Mandani.

00:13:25: Das ist absolut alles, was ich zu sehen bekomme.

00:13:27: Was super ist, weil das sind die zwei Sachen, die mir am meisten interessieren.

00:13:30: Aber gleichzeitig echt auch, wie schnell der das gelernt hat und wie konsequent er das durchzieht, weil ich sehe wirklich nichts mehr

00:13:35: anderes.

00:13:35: Also ich hab ganz wenig... von dem Content, was du bekommst.

00:13:39: Eben, das heißt, wir sehen ganz verschiedene Realitäten.

00:13:41: Du brauchst, glaub

00:13:41: ich, nur drei seiner Videos liken und du wirst, ihr habt dreißig Prozent des Contents, ist mindestens eher, vielleicht sind's manchmal sogar siebzig Prozent.

00:13:47: Wow.

00:13:48: Was ja cool ist, an seinem Case ist, dass seine Lebensgefährtin eigentlich die Ur-Grafik entwickelt hat.

00:13:53: Also, die hat ihn einfach schon gut gekannt als Mensch und hat sich gedacht, das passt irgendwie zu ihm.

00:13:57: Und dann gibt's ja immer ganz eine kleine Designagentur dazu und eine relativ kleine Filmfirma und das war's dann.

00:14:03: Also nix mit diesen großen Agenturen, die bei uns auch in Europa dann eigentlich das Bild prägen.

00:14:10: Ja, okay.

00:14:12: Ja?

00:14:12: Ja?

00:14:13: Wolltest du noch was sagen dazu?

00:14:14: Nein, ich hab eben, weil du grad sagt, bei Social Media schwämmst diese Sachen ja immer wieder an die Oberfläche.

00:14:19: Und ich glaub, Politik hat ja einen ganz anderen Lebenszyklus mit diesen drei, vier, fünf Jahren.

00:14:24: Also es ist irgendwie spannend, wie lang sich so was dann halten wird.

00:14:27: Wenn so ein Trend wird jetzt vielleicht noch ein paar Wochen im Gespräch bleiben, vielleicht kommt da noch mal was.

00:14:33: Aber wie kann man sich dann in so einer Periode halten, wo man dann wirklich so ein Amt innehat und funktioniert das dann wieder?

00:14:38: Ja, würde ich super spannend finden, ob man mit dem wirklich weiter nachhaltig irgendwie...

00:14:43: Ja, ich mache mal bei Ihnen ein bisschen zu sagen, dass nicht nur der grafische Effekt stark nachlässt, sondern auch dieser Überraschungseffekt aus politischer Sicht.

00:14:49: Genau.

00:14:50: Kleine Anregungen, alle Politikwissenschaftler, Innen daraus und Studis, bitte schreibts auch in der nächsten Seminar und Bachelorwerte darüber, weil es kann echt sein, dass der nochmal mehr komplett irgendwo ist.

00:15:01: Genau.

00:15:02: Na gut, dann wechseln wir mal radikal das Thema.

00:15:05: Deine Band heißt Solo Ono und spielt sowas wie Postbank, nennt ihr das halt.

00:15:10: Oder wie ihr selbst schreibt, formed across Hemisphere, the trio, channels chaos into catharsis.

00:15:20: Und dann ist noch von schwarzen Humor die Rede und von hypnotischen Basslinien.

00:15:25: Ich bin dann bei meinen Recherchen auf eine Veröffentlichung zwanzig zwölf gestoßen.

00:15:30: War das das Gründungsjahr?

00:15:32: Oder haben die schon vor dir?

00:15:33: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:34: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:35: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:36: Da war ich noch nicht dabei,

00:15:36: ja, genau.

00:15:37: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:38: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:39: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:40: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:41: Da war ich

00:15:41: noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:42: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:43: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:43: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:45: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:47: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:48: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:49: Da war ich noch nicht dabei, ja, genau.

00:15:51: Da war ich noch

00:15:51: nicht dabei, ja.

00:15:51: Also, es ist die Band von meinem Partner Frank.

00:15:54: Der hat eben, wahrscheinlich im Jahr zwölf, damit anfangen, mit seinem Kollegen zu spielen.

00:15:59: Hat

00:15:59: er aber nie was gesagt?

00:16:00: Da

00:16:00: hab ich ihn hier nicht gekannt.

00:16:02: Ja.

00:16:02: Das

00:16:04: war vor meiner Zeit.

00:16:05: Genau, und die haben das sehr typisch gesehen.

00:16:08: Sind die das angegangen?

00:16:09: Ich glaub, die Geschichte ist irgendwie so... Sie haben sich vom Wort gehen gekannt.

00:16:14: Der Jordan hat gesagt, es gibt ja einen Abend, wo in dieser Bahn noch nichts los ist.

00:16:17: Dann haben die gesagt, na ja, wir könnten ja zusammen was spielen.

00:16:20: Und dann haben sie, glaube ich, in wenigen Tagen ein Set zusammengepastelt und haben das dann öfters immer mal gespielt.

00:16:26: War so on-off Beziehungen zwischen den beiden, also auch der Band.

00:16:31: Dann gab es noch mal einen dritten, da waren es zwei Gitarren und ein Schlagzeug, was auch ganz gut war.

00:16:35: Da habe ich die Gruppe dann mal kennengelernt und irgendwann ist es wieder eingeschlafen.

00:16:42: und während Covid habe ich dann einfach aus Einsamkeit begonnen, ein Bass zu spielen, so Backstreet Boys und solche Riffs.

00:16:49: Und dann habe ich zum Frank gesagt, ja, zeigen wir mal irgendwas von deiner Band, weil er hatte damals auch noch eine andere Band.

00:16:55: Und er hat das dann auch irgendwie so beschlossen, das ohne mich wirklich zu fragen, was eigentlich total cool ist.

00:17:01: im Nachhinein, weil ich gar nicht wüsste, was ich gesagt hätte, dass ich sage, so, wir proben jetzt wieder und du kommst mit.

00:17:07: Und nachdem du die Backstreet Boys schon drauf gehabt hast, war es dann nicht mehr schwer.

00:17:12: Ja, also ich habe es nicht so gut gekonnt, muss man sagen.

00:17:16: Ja, also die Backstreet Boys waren ein super Start.

00:17:20: Ich habe mir so zwei, drei Lieder ausgesucht, die ich gerne mag, weil ich mir gedacht habe, die würde ich wirklich gerne.

00:17:24: Also everybody bei den Backstreet Boys hat ja eine super Bassline, finde ich.

00:17:28: Und bin ich halt zu Hause gesessen, mit den Boxen laut auf.

00:17:31: Damals hatten wir noch ein Haus ohne Nachbarn und habe da einfach mal so den Abend so ausklingen lassen, weil fortgehen hat man nicht können.

00:17:40: Jetzt haben die Prinzipächer schon vor, die ja Musik gemacht.

00:17:42: Hast du den Eindruck, dass sich das geändert hat durch deinen Eintritt?

00:17:45: Es hört sich anders an, wenn ein Bass dabei ist und nicht mehr zwei Gitarren.

00:17:49: Aber generell, was hat euch denn so am stärksten beeinflusst?

00:17:56: Ist zum Beispiel eine seeländische Musikszene mit unserer da vergleichbar?

00:18:00: Oder gibt es da irgendwas, was es bei uns gar nicht gibt?

00:18:03: Wie muss ich das jetzt korrekt beantworten?

00:18:05: Ich sag mal, die neue Wellington, vor allem, also die Hauptstadt Musikszene war, wie ich dort war, sehr durchmischt, also sehr gender neutral, sehr queer auch teilweise, sehr jung, aber auch im ältere Leute, also älter jetzt im Sinn von über die vierzig hinaus, die noch aktiv in Band sind oder in fünfzig plus, also das war irgendwie so.

00:18:28: der Weib von der Stadt war, dass man quasi auch eine Musikkarriere neben einem Business Job haben kann und es gab auch viele Venues, wo man Auftritte machen kann.

00:18:39: In Karate ist das jetzt am Anfang für uns.

00:18:42: Also ich sehe mich als Newbie hier, obwohl ich hier schon gewohnt habe, irgendwann mal.

00:18:46: Da habe ich das nicht so leicht gefunden, da mal Anschluss zu finden, wo kann man spielen und in Österreich ist alles immer sehr kompliziert, gedacht manchmal.

00:18:54: Man muss dann die richtigen Leute kennen und dann wird es plötzlich leicht aus.

00:18:56: Es gibt ja eigentlich super Lokale in Graz, ja.

00:18:59: Die Kompüse zum Beispiel hat uns ermöglicht, dass wir einmal zum ersten Mal hier spielen, obwohl die Kompüse eigentlich nicht wirklich, also die kein wirkliches Lokal ist, wo man eigentlich Live-Music leicht machen kann mit Bühnen und so.

00:19:11: Das haben die uns alles ermöglicht und war super, auch dank des tollen Publikums.

00:19:16: um das mal ein bisschen zu schauen können, wie er bleibt, miteinander spielen.

00:19:20: Aber es gibt ja noch andere Plätze in Graz, wo man dann merkt, ah, so Club Wacom, Kaffee Wolf und so weiter, Music House haben jetzt auch gespielte Kräfte und so weiter, wo man dann merkt, ah, da gibt es Leute, die wollen das, aber man muss sich halt wirklich drum kümmern oder auch das Kaffee faschen.

00:19:36: Also dass da ehrlich eine Musikszene ist, ist gar nicht so offensichtlich.

00:19:41: Und da muss man sich selber ein bisschen rein denken und viel mit Leuten reden.

00:19:45: Und das war in Wellington leichter, weil der Frank da schon länger dabei war und die ganzen Connections gehabt hat.

00:19:52: Aber ich würde mir schon wünschen, dass so mehr junge weibliche Stimmen noch reinkommen in die Szene.

00:19:58: Und auch vielleicht die Musik, wenn ich diverser war.

00:20:04: Mich erinnert es immer an den Hauch an The Saints, die du nicht einmal kennst oder doch?

00:20:09: Doch,

00:20:09: haben wir schon mal darüber geredet.

00:20:11: Ja,

00:20:11: so was noch in den Siebzigerjahren.

00:20:13: Ich hätt's halt Punk genannt, aus Australien, was natürlich in der Nähe von Neuseeland liegt.

00:20:18: Was würdet's denn ihr an Parallelen nennen?

00:20:21: Ich weiß, Carpentavent wird gern mit Parallelen daherkommen, aber es hilft halt manchmal ein bisschen.

00:20:27: Ja, was sind Bands, die euch da nahe stehen, die man halt auch kennt?

00:20:31: Ich mein, ich weiß nur, so generell...

00:20:34: Weil es klingt doch anders als die Backstreet Boys, das muss man auch sagen.

00:20:36: Findest du's?

00:20:36: Ja, ich find's schon.

00:20:38: Okay, dann muss man dran arbeiten.

00:20:40: Aber ich weiß, so Pixies in die Richtung, teilweise, aber es ist im Schwer.

00:20:46: Wir hören uns viele Sachen an, eben viele naseeländische Musik oder auch andere Bands.

00:20:51: Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ich weiß, dass Frank auch viel Popmusik hört und dass jetzt nicht unbedingt direkte Einflüsse sind, aber ja, schwer zu sagen.

00:21:01: Ihr spielt das Gefühl, derzeit alle vierzehn Tage ein Grad.

00:21:06: Wie geht's mit dem Projekt jetzt?

00:21:08: Generell weiter, wir sind schon bald wieder am Ende eines Jahres.

00:21:11: Da planten wir wirklich dann schon das nächste Jahr.

00:21:14: Obwohl es manchmal bei euch vorkommt, dass es eher kurzfristiger ist, die Planung als bei anderen, die wahrscheinlich jetzt schon wissen, was sie im Juli, siebenundzwanzig spielen.

00:21:23: Ja, was passiert, sechsundzwanzig?

00:21:26: Vielleicht dann auch, wo ist das Weihnachtskonzert, fünfundzwanzig?

00:21:29: Genau.

00:21:29: Ich glaube

00:21:29: im Explo war es noch

00:21:30: nie, oder?

00:21:31: Im Explo war man noch nie.

00:21:33: Wir spielen noch ein Abschlusskonzert in der Kompüse.

00:21:37: So wie letztes Jahr quasi.

00:21:38: Genau.

00:21:39: Aber sehr winterlich.

00:21:40: Das

00:21:40: war das... Genau, aber so Start und Ende des Jahres.

00:21:43: Also wir haben in der Kombüse begonnen.

00:21:45: Wir schließen das Jahr ab.

00:21:48: Genau, aber wir wollen noch neue Songs aufnehmen.

00:21:50: Das heißt, wir proben beim CC Recording Studio.

00:21:54: Vielleicht schaffen wir das, dass da irgendwann mal neue Songs aufnimmt.

00:21:58: Die haben jetzt einen davon schon live gespielt und unsere Schlagzeuger, die Jürgen, ist eigentlich total motiviert, endlich mal was Neues zu trommeln.

00:22:06: Und da arbeiten wir jetzt dran, da machen wir uns jetzt auch einen Tag, wo wir vielleicht neue Sachen schreiben.

00:22:12: Die meisten Sachen schreiben Edda Frank, manchmal komme ich und schreibe so das eine oder andere Lied und dann schreiben wir dann irgendwie gemeinsam.

00:22:19: Aber ich glaube, wir würden nächstes Jahr gerne irgendwas aufnehmen und alle, wirklich alle Orte von Graz bespielen, auch das Explo.

00:22:26: Und was ich mir wünschen würde, wäre so eine Beiseltour, also dass man in der Steiermark so von Beisel zu Beisel ziehen.

00:22:31: Ein bisschen, was wir jetzt gemacht haben, auch in Orten, wo man vielleicht traditionell nicht spielen kann, um ein bisschen Musik ins Dorf zu bringen.

00:22:40: Da haben wir jetzt wieder den Knitelfeldkreis.

00:22:43: Ich finde, solche Orte haben viel zu wenig Möglichkeiten für so niedrig-schwellige Konzerte.

00:22:48: Und auch wenn wir jetzt eher alte Leute sind für junge Leute mittlerweile.

00:22:54: Wäre das super, einfach wieder das so ein bisschen zu normalisieren, dass man auch einfach Musik machen kann und das muss jetzt nicht immer total perfekt sein und das muss jetzt eben nicht ein tolles Genre sein und tausende Inspirationen haben, sondern dass man einfach ein bisschen jammen kann und ausprobieren.

00:23:07: Ich glaube, das wäre mein Wunsch für das Sächsungszwanzig und das würde vielleicht ein paar Leute motivieren.

00:23:12: Weil ich habe das auch, wenn ich Leuten sage, ich spiel Bast und sage, ah, ich habe ja auch einen Bast zu Hause und ich denke mir immer, ja, mach halt was damit.

00:23:21: Spielt auch auch, ja.

00:23:22: Und dann, manche Leute lad ich dann ein und sag, willst du ein paar Lieder spielen?

00:23:26: Und die sind dann immer ganz schüchtern.

00:23:28: Also, da war nur eine Seele und irgendwie ein bisschen mehr Casual.

00:23:31: Ich glaube, in Österreich, weil wir gleich natürlich Mozart und solche Musikkonventionen haben, ich glaube, da liegt viel Druck auf den Leuten, dass wenn sie eine Band haben, ich merke, dass es gibt Bands, die sind super, die spielen aber nur einmal im Jahr.

00:23:46: Und das ist dann immer so ein großes Ding, ich verstehe schon.

00:23:48: Und die Umstände sind jetzt vielleicht nicht so leicht.

00:23:51: Und man muss das eben ja alles mit deinem Leben in Einklang bringen.

00:23:54: Aber ich denke mir, ist doch echt cool Live-Musik, oder?

00:23:57: Ich weiß nicht.

00:23:58: Ja, da sind jetzt klein mehrere Punkte dabei, die mir interessant scheinen.

00:24:01: Erstens gibt es Leute, die überhaupt nicht live spüren wollen.

00:24:03: Ich habe jetzt mit einem einmal geredet, da gesagt, ja, ich spiele wahnsinnig gern für mein Leben.

00:24:06: Ich habe drei Bands und so.

00:24:07: Ja, ich spiele

00:24:09: nicht live.

00:24:10: Nein, ich spiele nicht live.

00:24:11: Kategorisch ausgeschlagen.

00:24:12: Der zweite Punkt war ... Konzerte, vor allem in die Konzerte im Land.

00:24:17: Da gab es tatsächlich, wie ich jung war, viel, viel mehr, glaube ich.

00:24:20: Da hatten die Orangspielbunds im Berndbauch gespielt und keine Ahnung, in Judendorf, Strass Engel waren, glaube ich, mehr Sachen und wo auch immer.

00:24:27: In Knittelfeld ist da diesbezüglich nix oder fast nix oder doch was.

00:24:31: Es

00:24:31: gibt die Music Nights im Sommer, jeden Donnerstag, aber das ist jetzt auch nicht eher so junge Bands, die spielen, sondern eher so etablierte Acts, ja, also...

00:24:42: Ja.

00:24:43: In Hartberg, zum Beispiel, gab es immer eine rührige Partie, die sich jetzt eher ins Private verzogen hat.

00:24:49: Ja, also ich glaub, die Provinz gehört wieder erobert und wieder belebt.

00:24:53: Da bin ich ganz bei dir.

00:24:55: Und von wegen Connect, das ist vielleicht schon auch so, dass die zwanzig bis fünfundzwanzig Jährigen, die ihr jetzt nicht direkt erreicht, in Gras vermutlich schon auch solche Szenen bilden.

00:25:03: Ich glaub, die spielen da ständig wechselseitig in irgendwelchen Bands und spielen wahrscheinlich auch relativ viel, aber halt.

00:25:09: So dass wir es vielleicht gar nicht mitkriegen, weil die womöglich wieder ganz mal anders spielen.

00:25:12: Musikhaus ist, glaube ich, schon ein Anlaufstelle

00:25:14: für junge Fans.

00:25:15: Und Wacom, glaube ich auch.

00:25:16: Wacom

00:25:16: wahrscheinlich auch.

00:25:17: Aber Wolf ist schon Altersschnitt der Artists, glaube ich.

00:25:21: Älter.

00:25:21: Älter.

00:25:23: Naja, eben, ich glaube aber Musikhaus sind auch immer schlecht, sich selbst zu promoten.

00:25:27: Also ich halte auch immer da mit hinterm Busch, weil ich mir denke, das ist jetzt irgendwie so übergrüffig, wenn ich sage, hey, magst du zuhören kommen?

00:25:35: Und wenn ich es mache, ist es immer das Allerbeste.

00:25:37: und dann kommt jemand, den du gerne hast und der hört sich das an und dann kann es darüber reden.

00:25:42: Das ist eigentlich schön, aber das sieht man oft auch ein bisschen schüchtern vielleicht.

00:25:45: Ja, ich finde es prinzipiell super, wenn die Leute sagen, dass sie konzertisch bin, so langsam nicht erwarten, dass du hingehen musst und dann beleidigt sind, wenn du nicht hingang bist.

00:25:53: Das gibt es manchmal.

00:25:54: Weniger in der Musik ist in der Literatur, muss man auch sagen.

00:25:56: Was ich nicht so schätze ist, wenn sie da ein SMS schreiben, was irgendwie sowieso ein Medium für sehr alte Menschen ist, oder WhatsApp.

00:26:03: Also das finde ich nicht so cool, dafür ist es E-Mail erfunden oder, meinetwegen, Social Media.

00:26:08: Dann kann man ruhig noch rausschicken, da hören vielleicht zwei, drei mit, die sich dann gemeinfühlen.

00:26:12: Bands oder Künstler, Künstlerinnen, die mir ihre Konzertankündigung per WhatsApp oder SMS schicken.

00:26:18: Also das ist ein No-Go.

00:26:20: Generell

00:26:21: oder nur für dich?

00:26:22: Für mich.

00:26:22: Bin gespannt auf Feedback von der Community.

00:26:24: Muss ich mir merken.

00:26:25: Auf da jetzt dazu kommentieren.

00:26:27: Ja, immer und wir kennen uns privat besser oder so Mittel oder wie er immer das definieren würdest, aber da wär's okay.

00:26:34: Weil da ist es eher die Einladung einer Freundin, aber sonst, wenn wir irgendein Band, ich weiß nicht, das finde ich irgendwie pflunklos.

00:26:40: Ach so, über so anonyme Telefonwissen?

00:26:42: Na

00:26:42: ja, pfff, sie kennen mich natürlich, aber sie kennen mich, äh, wo ist sie?

00:26:47: Wow.

00:26:47: Taugt man ja so.

00:26:49: Okay, wenn ihr weitere Nummern aufnimmt, aber zum ersten Album muss ich noch beladen, seht ihr das richtig?

00:26:54: Es gibt ja das erste Album schon, da war ich nicht dabei.

00:26:57: Ja gut, das hilft mir nichts.

00:26:58: Das ist wahrscheinlich zwanzig.

00:27:03: Wir müssen mal schauen.

00:27:04: Ich glaube, das Konzept des Albums hat ja seit Screaming auch ein bisschen ausgedieht.

00:27:09: Nicht

00:27:09: am Haubentaucher.

00:27:10: Der Haubentaucher rezensiert immer nur Alben und ist ganz streng zu den ganzen PR-Menschen da draußen und sagt, schick dir deine EPs woanders hin und lass mich in Ruhe mit deinen Single-Ankündigungen.

00:27:20: EPs, EPs,

00:27:22: hm?

00:27:22: Hm, finde ich auch schwierig, weil es gibt so viele.

00:27:25: Und wenn ich nur auf Alben bestehe, dann bin ich am Schritt der Professionalität.

00:27:29: Das ist schon nochmal angenehm.

00:27:31: Ich hab's so professionell, sieh mir nicht.

00:27:33: Ah, das geht sich scheinbar aus.

00:27:35: Ich hab's ein bisschen mehr Geld, als die ganzen zwanzigjährigen Indies da draußen, weil die kämpfen natürlich.

00:27:41: Ja, das ist wahr.

00:27:42: Gut, kommen wir noch einmal kurz zu den Unterschieden zwischen Graz und Wallington.

00:27:49: Oder meinetwegen nehmen wir halt auch statt, die Graz eher entspricht.

00:27:52: Die weiß nicht, ob Hemelten oder irgend sowas.

00:27:55: Naja, auf jeden Fall halt Neuseeland und Österreich und Wien.

00:27:58: Lass mal aus, weil Wien ist eine Weltstadt.

00:28:01: Hätte ihr mal behauptet, dass man jetzt weder zynisch noch sonst ist.

00:28:06: Für mich ist es eine Großstadt.

00:28:07: Ich komme aus Graz.

00:28:09: Süß.

00:28:10: Aber was gibt es in Graz, was es dort nicht gibt, was gibt es dort, was es bei uns nicht gibt, was es aber geben sollte?

00:28:16: Also was es dort nicht gibt, was es bei uns schon gibt, ist zum Beispiel doppelklassige Fenster und isolierte Wohnungen.

00:28:23: Also ich spreche jetzt für Wellington, was man sich immer vorstellt, ist so das Paradies und alle glauben immer, du kommst das in einem tropischen Klima.

00:28:31: Es ist dort wirklich, so wie heute, recht oft neblig, kalt und isernig windig und die Häuser, die da vor hundertzwanzig Jahren in Holz gebaut wurden, stehen noch genauso da.

00:28:41: Also so manchmal hätt ich mir dort wirklich diese Bei uns sind wenig lästige, aber doch europäische Rechtslager.

00:28:48: Die

00:28:48: dreifache Verglasung, bitte, das ist der Luxussteil.

00:28:50: Eben

00:28:51: ja, dort gibt es noch einfach Verglasung und eben von Isolierung ist auch immer noch weit her.

00:28:56: Also es war dort ganz normal, dass man zum Beispiel in einem Haus wohnt und im Winter eine Haube zum Schlafen aufsetzt.

00:29:02: oder so Heizdecken

00:29:03: hat.

00:29:03: Gut, wir haben doch einen für sich konsequent, aber für alle anderen natürlich lästig.

00:29:07: Also da sind so Sachen eben, wo man sich denkt, Österreich ist vielleicht ein bisschen langweilig im System, was die wir zahlen alle brav steuern und auf unseren Straßenkammern schön fahren und das sind keine Schlaglöcher.

00:29:17: Größten Teils.

00:29:18: Außer ein Grad.

00:29:19: Naja, also im Vergleich, also wir haben auch keine Erdbeben und so, also das ist ein bisschen minder.

00:29:24: Das sind eben so Sachen, wo man sich denkt, es ist eine super offene Gesellschaft, eben weil du gerade international und weltstaat gesagt hast.

00:29:30: Wir kommen vor Wellington ist auch seine Art Weltstadt, weil die meisten Leute kommen von irgendwo her.

00:29:34: Es ist so ein super Kommen und Gehen auch von internationalen Leuten auf den Unis und so.

00:29:40: Und man sieht, das ist ein bisschen relaxed.

00:29:43: Es ist ein bisschen Island-Mentality.

00:29:46: Das heißt, wenn es heute nicht hinhaut, dann morgen und bei uns ist schon alles ein bisschen, muss schon alles irgendwie hinhauen und da muss es ein Formular dafür geben.

00:29:56: Damit habe ich in Selland ein bisschen Probleme gehabt, weil ich dann doch mir oft gefragt habe, wo sind jetzt die Formulare.

00:30:02: Wie ich mir das erste Auto gekauft habe, habe ich mich mit jemandem getroffen.

00:30:06: Der hat mir den Schlüssel gegeben und gesagt, ja, ich sitze in dem Café, schau mal.

00:30:10: Und dann sind wir einfach mit diesem Auto eine Runde irgendwo hingefahren und haben drüber nachgedacht.

00:30:15: Ja, wohin sollten wir das Auto jetzt stehlen?

00:30:19: Also wir sind auf einer Insel.

00:30:20: Irgendwann werden sie es finden, also die waren echt super relaxed.

00:30:24: Und wenn du das Auto eben verkaufst, das habe ich auch gemacht, machst du auf einer App, also auf der Webseite, schreibst einfach rein, ich habe das Auto jetzt im Wolfgang verkauft, du musst das sagen, okay, und dann ist das einfach so fertig.

00:30:34: Also da muss man keinen Kennen zeigen.

00:30:35: Also es gehen Sachen leichter, gibt es natürlich viele Hoppers, also das hat mir sehr gut gefallen, dass man denkt, manche Sachen müssen ja gar nicht so kompliziert sein, ja, bei uns ein Auto zu verkaufen oder zu kaufen.

00:30:46: Da ist man ja lange beschäftigt, alles zu verstehen und steuern.

00:30:49: und was ist das noch alles?

00:30:52: Genau, dafür gibt es in Neuseeland aber auch eben keine guten Häuser, also so ein Bauweise und in so einem sozialen und kulturellen Level teilweise ein paar Sachen, die vom Kolonialismus ein bisschen zerstört worden sind.

00:31:07: Und politisch eben auch sehr oft klein gedacht und sehr viel Einfluss von amerikanischen und englischen Werten.

00:31:13: Zum Beispiel Uni kostet irrsinnig viel Geld.

00:31:16: Da sind wir ja happy.

00:31:17: Ich meine, wir haben jetzt Studiengebühren.

00:31:18: Das ist jetzt nicht so erfreulich, aber im Vergleich international stehen wir doch wirklich gut

00:31:23: da.

00:31:24: Und

00:31:24: genau, und Mozzarella ist bei uns sehr billig in Österreich.

00:31:28: Jeder hat's nicht soweit, ja.

00:31:31: Man kann vielleicht Schafs Mozzarella machen, vielleicht wird man auch reich.

00:31:34: Ich weiß nicht, warum der dort so teuer ist und gelb.

00:31:37: Irk.

00:31:38: Gut,

00:31:39: in Argentinien hast du zum Beispiel Muzarelle.

00:31:40: Da haben sie das O in der Überfahrt von Italien nach Argentinien in

00:31:45: ein U verhandelt.

00:31:47: Damit die Hörer und Hörerinnen da draußen einmal was lernen.

00:31:50: So, und jetzt kommen wir leider auch schon wieder zu unserer letzten Rubrik.

00:31:54: Die hast du in aller Kürze.

00:31:56: Kurze Fragen, kurze Antworten.

00:31:57: Remones oder Dead Kennedys?

00:32:01: Lieblingsband aus Neuseeland, die wir kennenlernen sollten.

00:32:06: Tidal Rave, das ist die alte Band von Frank.

00:32:10: Okay.

00:32:11: Okay.

00:32:11: Find' ma auf Spotify oder sonst in den bösen Portalen.

00:32:15: Okay.

00:32:16: In der Pension Knitelfeld Wellington, New York oder Egrats.

00:32:20: Wahrscheinlich.

00:32:22: Hm.

00:32:23: Wahrscheinlich.

00:32:23: Oh Gott.

00:32:24: Next.

00:32:25: Okay.

00:32:26: Im Zweifelsfall in Knitelfeld Pauls oder das Deodato?

00:32:30: Ah, definitiv das Deodato.

00:32:33: Ich hoffe, ihr habt's richtig ausgesprochen.

00:32:34: Ja.

00:32:35: Perfekt.

00:32:36: So, liebe Birgit, wir sind schon wieder fertig.

00:32:39: Herzlichen Dank, viel Erfolg mit Solo Ohno.

00:32:41: Viel Spaß in der Kombüse.

00:32:42: Ich fürchte, wenn es sich sehr minlich ausgeht, wäre er wieder dort sein.

00:32:45: Hurra!

00:32:46: Und wir hoffen, dass alle Seiten halten.

00:32:48: Ja, das wäre dann eine Premiere, oder?

00:32:50: Das

00:32:50: wäre cool.

00:32:52: Ohne Pannen.

00:32:52: Liebe Hörerinnen und Hörer, das nächste Mal hören wir uns wieder.

00:32:55: Das wird so in etwa in zwei Wochen sein.

00:32:58: Bleibt uns gewogen, teilt uns, rezensiert uns, empfehlt uns weiter oder auch nicht.

00:33:04: Dann kennt das Pott für die Produktion.

00:33:06: und bis zum nächsten Mal.

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