Folge 72 - Dominik Schmidt. Unser Mann in Portland.
Shownotes
Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, warum so viele Bands aus Portland in Österreich auf Tour sind. Das hat einen guten Grund und exakt diesen haben wir diesmal in unseren Podcast geladen.
Dominik Schmidt, CEO von Rola Music, ist seit 2013 in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Oregon beheimatet. Er wählt aus dutzenden, wenn nicht hunderten Bands aus. Und bringt die interessantesten davon nach Europa. Im Interview erzählt Dominik, wie es so ist, in einer der liberalsten Städte der USA zu leben. Und warum es gerade recht ruhig geworden ist in der Auseinandersetzung zwischen Portland und Donald Trump. Außerdem reden wir über Drogenprobleme, Obdachlosigkeit, aber auch über erfreulichere Dinge.
Nämlich: Über einen wunderbaren Job, eine spannende Szene, viele junge Talente. Über die besten Bars der Stadt und warum es immer noch cool ist, genau dort zu leben und zu arbeiten. Und weil Dominik eben vor allem auch ein Mensch ist, der sehr gut über PR und Marketing Bescheid weiß, erzählt er uns, welche Rolle das Web und Social Media aktuell für die Vermarktung von Musiker:innen spielen.
Hört rein. Und falls ihr in absehbarer Zeit in die USA reist: Passt gut auf eure Daten auf. Onkel Donald möchte in eure Profile schauen.
Eine Produktion von DAS POD. Idee, Fotos & Moderation: Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.at
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:20: Hier ist der Haubendaucher Podcast mit der Serie Shorts.
00:00:23: Am Mikrofon Wolfgang Kühnelt.
00:00:25: Heute zu Gast und wir freuen uns sehr Dominik Schmidt, CEO von Roller Music.
00:00:30: Dominik lebt seit Jahren in Portland, Oregon und wird uns aus der Popkultur Hochburg berichten, die sich zuletzt sehr kreativ gegen Donald Trumps Politik werte.
00:00:40: Herzlich willkommen.
00:00:42: Vielen Dank für die Änderung, freut mich hier zu sein.
00:00:45: Du hast Roller, Jahrzehnte, zehn gegründet, wenn meine Recherchen stimmen.
00:00:49: Was war denn damals das Motiv?
00:00:51: Und was sind die Schwerpunkte gewesen, die vielleicht auch immer noch die Schwerpunkte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte,
00:00:57: Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahr.
00:01:13: Mein Wunsch war eigentlich, es ist immer größer geworden, mich selbstständig machen zu wollen.
00:01:17: Ich habe aber dann erkennen müssen, dass ich jung bin und nicht das Geld hatte.
00:01:21: Und wenn man ein Label ist, braucht man vielleicht Geld, das man investieren kann.
00:01:25: Und habe mich dann entschieden, aus dem Ganzen eine Agentur zu formen, sondern natürlich dann nicht der Roller Records zu nennen, sondern Roller Music.
00:01:33: Und ich habe damals schon für meine eigenen Bands das Booking gemacht.
00:01:37: Ich habe Erfahrung gehabt im Booking.
00:01:41: Nach meinem Soziologie-Studium auf dem IKM Kulturmanagement studiert und da war einer der Vortragenden damals, der Mario Rosore, der das Label-Party-Record hat.
00:01:52: Und ja, wir haben uns gut verstanden und ich habe angefragt, ob ich nicht bei ihm, ob er einen Job hat oder ob er Support braucht im Bereich PR.
00:02:01: Und er hat mich dann eingeschult.
00:02:03: Ich habe dann über ihm das PR-Handwerk gelernt und das ging aber dann Ich weiß nicht, wie viele Jahre, vielleicht ein, zwei Jahre.
00:02:12: Und dann hatte er aber auch nicht die Jobsituation oder die Möglichkeiten, dass wir das so weitermachen.
00:02:16: Und habe dann begonnen, Roller-Music zu gründen.
00:02:21: Und von Anfang an war der Schwerpunkt auf Booking und PR.
00:02:24: Und da war ich noch in Europa.
00:02:26: Und habe mich fokussiert auf österreichische Bands, Bands aus dem europäischen Umland.
00:02:31: Und die nach Österreich zu bringen, das war so der Fokus.
00:02:34: Und das war damals, da war das digitale Marketing noch nicht auf diesem Höhepunkt, sondern da gab es noch wirklich viele Zeitschriften, da gab es noch viel mehr Medienoptionen, sag ich einmal, und habe mich darauf spezialisiert, Tournee zu buchen, aber diese Tournee dann auch medial zu bewerben.
00:02:53: Und das war so der Schwerpunkt von Roller Music ganz am Anfang und da war hier auch eine One-Man Show noch und dann mit dem Umzug nach Amerika.
00:03:01: sind dann so sukzessive Mehrteammitglieder nötig gewesen und die auch dazu gekommen sind.
00:03:07: Genau.
00:03:08: Allein um damals noch die CDs zu verschicken, habe ich jemanden gebraucht, der vor Ort ist.
00:03:13: Du, zwanzig dreizehn Portland, bist du da irgendwie so pöa pöa übersiedelt?
00:03:18: oder war das einmal Kofferbacken und rüber?
00:03:20: Das war schon pöa pöa, weil bei mir hat es auch damit zu tun gehabt, also ursprünglich, dass ich ja eine Frau kennengelernt habe auf meinem Roadtrip.
00:03:30: und dann klar war, nachdem sich schon Kinder hatte, oder noch immer hat, dass ich der bin, der rüberziehen müsste.
00:03:38: Und dann kam eins zum anderen.
00:03:40: Ich habe dann sehr schnell gemerkt, mein Name hat sich ziemlich schnell herumgesprochen, dass da jetzt ein Europäer hier ist, der in Europa bucht.
00:03:50: Und ich habe zwei Sachen nicht gewusst, dass jeder Amerikaner Sound of Music gesehen hat und kennt.
00:03:57: und damit sofort eine Verbindung auch zu Österreich hat.
00:03:59: Und zweitens, das ist der absolute Traum und Wunsch von jedem Amerikaner im Künstlerschein bei Europa zu tun.
00:04:06: Und dadurch war ich sehr beliebt, sehr recht schnell und habe Angebote links und rechts gehabt und habe dann eigentlich über einige Monate eine sehr harte Arbeit und sehr lange Nächte mir anschauen müssen, dass ich keine Amerikaner nicht nur nach Österreich bringen und habe ein Netzwerk aufbauen müssen in ganz Europa um Tournähen.
00:04:27: füllen zu können.
00:04:29: und so kam das dann zustande.
00:04:31: und ja wir haben dann also wir buchen aktuell neunhundert Konzerte im jahr mittlerweile für künstlers der ganzen welt.
00:04:38: wir haben künstlers österreich aber wir haben vor allem künstler aus den englischsprachigen ländern also kanada amerika natürlich australien aber ja fast von jedem kontinent
00:04:48: und portland gilt ja eben so als die hochburg von bands.
00:04:52: also ich glaube jeder zweite einwohner hat ein band.
00:04:56: War Portland.
00:04:57: für dich Zufall und wolltest du vielleicht eh lieber noch Neispiel oder war New York LA Neispiel und Chicago kein Thema, weil du genau eben noch Portland wolltest?
00:05:07: Also wie gesagt, Portland war eine Station von meinem West Coast Road Trip und in Portland an meinem zweiten Abend in Portland habe ich meine mittlerweile Ex-Frau kennengelernt.
00:05:19: Und darum war dann klar, also die Option gab es noch nicht.
00:05:24: zuerst wegen der Liebe nach Amerika gezogen und nachdem sie Kids hatte, damals auch schon, war das dann nicht die Option, aber sie ist lustige Weise ursprünglich aus Los Angeles und ich habe dadurch auch viel Zeit in Los Angeles verbracht und diese Stadt sehr lieben gelernt.
00:05:44: Ich bin sehr viel unterwegs in Amerika und habe mittlerweile ein super Netzwerk und viele liebe Freunde in Nashville.
00:05:49: Das heißt, die ganzen Städte, die du angesprochen hast, New York, Nashville, LA, die sind bei mir, die werden eigentlich jedes Jahr fast sozusagen abgeklappert.
00:05:57: Ich habe in allen Städten viele Freunde und viele Musikerkollegen oder Business-Kollegen aus dem Musikbusiness, die ich kenne und hab dort auch Künstler.
00:06:06: Daher sind diese Städte sehr wichtig für mich.
00:06:08: Portland ist nach wie vor ein Lebensmittelpunkt, weil die Stadt eine sehr hohe Lebensqualität hat.
00:06:14: Und ich als Europäer, das merkt man dann, wenn man in Amerika lebt, was es heißt eigentlich so wirklich europäer zu sein und sich europäisch zu fühlen.
00:06:23: Das hatte ich dieses Gefühl davor noch nicht, aber das ist bei mir auf jeden Fall da.
00:06:28: Da habe ich für mich auf jeden Fall erkannt, dass wenn ich in Amerika mich wohl fühle, dann sind es die Küsten.
00:06:36: auf jeden Fall Oster der Westküste und Nashville, so sehr ich Nashville auf viele Arten liebe, pass ich mehr als Europäer gefühlt an.
00:06:46: die Westküste, die ist für mich, würde ich mal ein bisschen mehr Sophistik edern, ein bisschen mehr progressiver auf jeden Fall und auch politisch, zumindest dieser Staat ist am richtigen Ort für mich der, was meine politische Neigung betrifft.
00:07:02: Ja, reden wir noch ein bisschen über Portland, bevor wir dann zu deinem Core-Business kommen.
00:07:06: Aber vielleicht vorher noch kurz zum persönlichen Status, dass es möglicherweise einfacher reinzukommen und aus der permanent Residency oder bist du schon Staatsbürger?
00:07:16: oder wie ist das?
00:07:17: Ich bin nach wie vor Green Card-Holder.
00:07:21: Wie schaut es denn in Portland gerade aus?
00:07:23: Wir reden da jetzt Ende fünfundzwanzig.
00:07:25: Ich habe schon im Vorgespräch zu dir gesagt, die kreativen Proteste von wegen großen Tierfiguren und vor allem der Frosche ist ja irgendwie weltweit bekannt geworden.
00:07:34: Diese kreativen Proteste hat man auch in Österreich mitbekommen.
00:07:38: In den Medien, vor allem auch in den sozialen Medien.
00:07:41: Wie schaut es denn da momentan aus?
00:07:43: Gibt es die Proteste noch?
00:07:45: Wie sind diese Militäraktionen von Trumps Leuten?
00:07:49: Gib uns einmal ein Statusbericht.
00:07:51: Die wurden ja abgesagt, diese ganzen, also die wurden ja nicht genehmigt, nicht erlaubt, weil das merkt man dann, wenn man in den USA lebt, die USA haben oder eigentlich Einglück, dass die ganzen Staaten relativ viel Power auch haben.
00:08:05: Das heißt, wenn jetzt so federalmäßig was versucht wird durchzusetzen, ist das nicht immer ganz einfach.
00:08:10: Und zwar den Fortnachteil, wenn man gute Dinge durchsetzen möchte, kann man da auch gegen Windmühlen ankämpfen, aber auch in so einem Fall, wo das ja von der obersten Richterin hier quasi untersagt, dass er seine Nationalgarde vorbeischickt und das ist ja dann auch nicht passiert.
00:08:24: Portland ist, würde ich sagen, von allen Städten, die ich in Amerika besucht habe und das sind sehr viele gewesen, nach wie vor gefühlt.
00:08:35: Die progressivste Stadt.
00:08:36: Also ich würde mal sagen Seattle, Portland sind da diese Top zwei für mich und dann kommen gleich New York und LA dahinter San Francisco.
00:08:46: Es sind einfach Städte, sehr viel Internationalität, viele Menschen aus der ganzen Welt und einfach von der politischen Gesinnung sehr blau, also demokratisch.
00:08:58: Wenn es um das Thema Faschismus geht, wenn es um solche Themen geht, die einfach in Verbindung mit Donald Trump erwähnt werden, ist Portland extrem motiviert, extrem engagiert, für ihre Rechte zu kämpfen, dafür zu kämpfen, dass es nicht zu einem, ja, dass gewisse Dinge einfach nicht durchgesetzt werden können, weil Portland für viele Dinge steht und die in Gefahr sind.
00:09:25: einem Präsidenten wie Donald Trump.
00:09:28: Und darum kommt es auch zu dieser massiven Beteiligung.
00:09:31: Und darum kommt es zu diesem, ja, darum gehen die Menschen auf die Straße, weil sie schon sehr genau wissen, was ihnen wichtig ist und für was sie gekämpft haben, dass es in ihrem Bundesstaat legal ist, weil das ist ja auch eine Sache.
00:09:43: Also das Thema Abtreibung hängt vom Bundesstaat ab.
00:09:47: Also die Abtreibung ist legal im Bundesstaat Oregon.
00:09:50: Würde ich jetzt nach Nashville fliegen in dem Bundesstaat Tennessee, ist es nicht legal.
00:09:55: ein Kind abzutreiben und das hat schwere Folgen.
00:10:00: Das heißt, da gibt es also schon mal massive Unterschiede und die Portlander wissen ganz genau für was sie hier kämpfen, dass sie eben nicht eine Situation haben wie zum Beispiel in Tennessee.
00:10:13: Und Portland muss man aber auch dazu sagen, ist innerhalb Oregon eine Art Insel.
00:10:18: Portland ist die größte Stadt, Eugene, die zweitgrößte Stadt hier und Es sind die Städte, die blau sind.
00:10:23: Das Umland ist tiefrot.
00:10:25: Also eine Geschichte ist mir noch untergekommen in der Recherche, die ziemlich weit rechts stehende deutsche Zeitung Die Welt schrieb Anfang zwanzig vierundzwanzig über Portland.
00:10:36: Diese Stadt ist wie eine offene Psychiatrie.
00:10:39: Vor wenigen Jahren noch hypertouristen Magnet ist Portland heute dominiert von Drogen.
00:10:45: Es ist die Rede von harten Drogen wie Heroin und das Ergebnis in Portland ist absurd verheerend.
00:10:52: Du hast gesagt, eine gute Lebensqualität.
00:10:55: Ja.
00:10:55: Irrit die Welt.
00:10:58: Also, schon vor der Pandemie hat es begonnen, dass das Thema Homeless Crisis immer massiver geworden ist.
00:11:06: Es dürfte so sein, es ist ein Urban Legend, die kann ich nicht bestätigen, aber scheinbar gibt es Ansätze, dass das Gouverneur oder andere Bundesstaaten homeless people quasi raten, an die Westküste zu fahren, abzuhauen aus ihrer Stadt, weil sie da scheinbar bessere Bedingungen haben oder care.
00:11:28: Es war vor fünf Jahren, sechs Jahren sicher eine absolute Hochburg.
00:11:33: Ich kann mich erinnern, downtown Portland, da gab es Straßen, die waren zellte Lager.
00:11:37: Das habe ich noch nie als Europäer so erlebt.
00:11:39: Nämlich dem Freeway.
00:11:42: auf Grasabschnitten, auf dem I-Five, der sehr busy ist, wurde gekämpft.
00:11:47: Das Thema Homeless Crisis war ein ganz massives Thema.
00:11:51: Teilweise hat das zu tun mit einem Drogenproblem hier, Crystal Math, so als Schlagwort.
00:11:59: Aber teilweise hat es auch wirklich dazu, damit zu tun, dass Leute wirklich ihre Existenz verloren haben.
00:12:04: Und wenn man in Amerika lebt, merkt man, dass dieses soziale Fang-Netz, dieses soziale System, das dich auffängt, ist hier anders gestrickt.
00:12:13: Und es ist definitiv der Fall gewesen, dass über die letzten Jahre, ich habe das aber auch erlebt, zum Beispiel in Philadelphia, in gewissen Städten gibt es eine sehr hohe Abtachlosenquote.
00:12:26: Und das ist definitiv der Fall, das ist aber immer besser geworden, man sieht, also es wurden immer mehr Shelter erbaut und dann wurden auch ganze Wohnhäuser und sogar Hotels umfunktioniert.
00:12:37: Wenn ich solche Artikel aus dieser Quote gerade höre, dann klingt das für mich oft so ein bisschen nach einer Person, die da über etwas schreibt, aber wahrscheinlich noch nie hier war gefühlt.
00:12:49: Denn ich würde mal sagen, wie ich in Vancouver, Washington war, also in Kanada, ist mir das Drogenproblem noch viel massiver aufgefallen.
00:13:00: Da bin ich tatsächlich durch die Stadt gewandert und da war ein ganzes Da bin ich mir vorgekommen wie bei einer Zombie Apokalypse.
00:13:06: Und sowas habe ich hier in Portland noch nicht erlebt, wo wirklich blockweise die Leute gekrümmt herum gelaufen sind.
00:13:13: Und mir wurde dann auch gesagt, dass Vancouver bislang ein Port, der sehr connected ist mit der asiatischen Welt.
00:13:20: Und das scheinbar sehr viel Drogen auch gerade über Vancouver in das Land kommen.
00:13:27: Da gibt es scheinbar auch Zusammenhänge.
00:13:28: Ich bin jetzt, muss ich aber auch sagen, kein Experte.
00:13:30: Aber von dem, was ich gesehen habe, von dem, was ich weiß, auf jeden Fall Westküste, abtachlosen Situation war furchtbar die letzten Jahre.
00:13:40: Da hat sich viel verbessert.
00:13:41: Diese riesigen Camps, die sehe ich alle nicht mehr.
00:13:45: Ich kenne jetzt persönlich niemanden, der in so einer Organisation engagiert ist, dass ich mehr Insight-Informationen für dich hätte.
00:13:54: Aber von dem, was ich wahrnehme, in der Stadt, was ich sehe, ist es auf jeden Fall viel besser geworden.
00:14:01: Und das Drogenproblem, ja, ich glaube, das ist in ganz Amerika, das hat nicht nur mit Portland zu tun.
00:14:06: Das Thema Crystal Math ist sicher ein großes Thema, aber das kann man nicht nur auf Portland, quasi da kann man nicht nur auf Portland herumschlagen sozusagen.
00:14:15: Ich glaube, dass halt für eine gewisse konservative Schicht Portland ein Dorne im Auge ist, weil einfach hier sehr viele linke freidenkende Menschen leben, die sich hier nicht unterkriegen lassen möchten.
00:14:29: Das heißt aber nicht, nur weil sie anders denken, dass sie deshalb auch drogensüchtig sind oder nur weil Marihuana in einem der wenigen Bundesstaaten wie bei uns hier legal ist.
00:14:37: Heißt das nicht, dass nur alle Leute eingekifft auf der Straße herumlaufen?
00:14:42: Ja, man merkt in Amerika, wenn man in Amerika lebt, es gibt dieses eine Amerika nicht.
00:14:49: Die Amerikaner, die du in Portland triffst, Denken anders als ... Du kannst ja nicht all über den Kamm schämen, aber da ist eine andere Attitude wie in Dallas oder in Chicago vielleicht.
00:15:03: Das sind so feine Unterschiede.
00:15:04: Und du triffst einfach hier mehr Menschen vor einer gewissen, in eine gewisse Einstellung teilen als in anderen Teilen der Welt, also Teilen Amerikas.
00:15:13: Drogenprobleme gibt's in Frankfurt am Main auch, da könnte die Welt wahrscheinlich Reisekosten sparen und könnte sich dort die Gegend um den Bahnhof anschauen, da war ich letztes Jahr und das war für einen kleinen Österreicher echt heavy.
00:15:25: Ja.
00:15:30: Kommen wir lieber zu deinem Business.
00:15:33: Du hast ja schon gesagt, du lebst von PR, aber zum Beispiel halt auch in durchaus beachtlichem Ausmaß von Tourplanung und von Konzerten.
00:15:40: Bei uns hier jetzt im kleinen beschaulichen Graz habe ich einen Eindruck, Ich glaube sogar für andere österreichische Städte sprechen zu können, dass es viele Bands und Veranstalterinnen immer schwerer haben, die Seele vollzubringen.
00:15:51: Also gerade so in den letzten Monaten kommt man vor, ist das so eine Bewegung?
00:15:55: Ist das nur ein Graz-Phänomen oder kommt da eine Krise auf uns zu?
00:16:01: Zwei Sachen.
00:16:02: Gefühlt haben wir aktuell viel zu wenig Graz-Shows.
00:16:05: Ja, das stimmt und das gibt leider allen anderen Bookern auch so.
00:16:08: Ja, das liegt aber nicht an uns.
00:16:10: Ich kenne aber sehr viele liebe Kolleginnen Graz und Ich kann auch nachvollziehen, warum die teilweise einfach weniger machen.
00:16:20: Gute Neuigkeiten.
00:16:21: Wir hatten gerade ein sehr erfolgreiches Konzert mit der Band Three for Silver in Graz, das wir fast ausverkauft haben.
00:16:26: Ich glaube, wir haben hundert und siebzig Tickets verkauft und ich müsste jetzt lügen, die Kapazität war zweihundert oder zweihundertfünfzig, da müsste ich meine Bucke auf jetzt fragen.
00:16:35: Aber auf jeden Fall, das war ein super Konzert, eines der besten Konzerte auf der Tour.
00:16:39: Und ja, Grazensatz hat uns da wunderschön überrascht.
00:16:43: auf deine Frage zu kommen.
00:16:46: Ich glaube nicht, dass es ein generelles Problem von Graz ist.
00:16:51: Wir merken auf jeden Fall, dass wir hatten ja bei Roller Music oder fast jede Agentur, bis fast zwei Jahre fast Tour Stillstand.
00:17:03: Und dann kam so Ich glaube, im Herbst war es, wie wir begonnen haben.
00:17:10: Unser ersten Touren, nämlich auch durchzuziehen.
00:17:13: Gebucht haben wir schon davor, aber die mussten dann wieder abgesagt werden, weil dann wieder ein Lockdown kam oder so.
00:17:18: Und ich merke schon, ich kann mich nur noch so teilweise erinnern, das ist so eine Erinnerung und das möchte man sich gar nicht mehr erinnern.
00:17:24: Aber es waren so um zwei, zweiundzwanzig, da gab es ja eure Euphorie, weil dann wir wirklich toll gebucht.
00:17:28: und Da kam auch so gefühlt ein wirtschaftlicher Aufschwung in der Musikindustrie und auch bei den Veranstaltungen und bei den Venues.
00:17:37: Und wir merken aber jetzt sicher das letzte Jahr schon, dass die Leute einfach die wirtschaftliche Krise spüren, dass sie sich sehr gut überlegen, wie sie ihr Geld einsetzend ausgeben.
00:17:52: Wir hören das auch von Venues, die uns berichten, dass sie bis zu fünfzig Prozent Einnahmebußen über ihre Gastronomie haben.
00:17:59: Und wir, viel unserer Tournee hängen auch davon ab, wenn wir Konzerte buchen, bekommen wir nicht nur Gagen, sondern wir bekommen auch eine Unterkunft bezahlt und sehr oft ein Catering oder ein Dinner Buyout.
00:18:14: Und das ist zum Glück nach wie vor der Fall in Europa und das leisten sich auch die Venues nach wie vor, aber wir spüren, dass das einfach die Risikobereitschaft für gewisse neue Künstler kleiner geworden ist, die Risikobereitschaft mehr Gage bei einer ersten Tour.
00:18:28: hinzulegen, sozusagen ein bisschen weniger geworden ist.
00:18:32: Und dass natürlich viele Veranstalter noch mehr drauf schauen müssen, wie ist der Vorverkauf?
00:18:41: Kann ich davon ausgehen, es wird ein erfolgreiches Show.
00:18:43: Wenn ich ein, zwei Monate davor spüre, der Vorverkauf zieht nicht so an, wie ich das brauche, aus meiner Erfahrung für ein erfolgreiches Show, sage ich die Liebe ab, weil mir die Kosten für die Venue einfach für das Personal zu hoch sind.
00:18:58: Also die Kosten für einen Techniker, für den Security, das ist auch alles nach oben geschnallt und ist teilweise für uns hart zu schlucken, weil du dann einen Deal hast, um einen Break-even zum Beispiel zu erreichen, der ist mittlerweile extrem hoch.
00:19:12: und dann siehst du das Castingsheet und du siehst, was ein Tontechniker zum Teil sicher zurecht, aber heute mittlerweile möchte.
00:19:21: Und wenn du eine Band aufbaust und bei der ersten Tour halt zwischen fünfzig und hundert Tickets verkaufst, Dann geht da ein Großteil zurück an die Venue.
00:19:31: Die haben auch ein Risiko genommen.
00:19:33: Die haben Leute zu bezahlen.
00:19:34: Das ist alles kein Thema.
00:19:35: Aber es hat sich schon viel verschoben.
00:19:39: Und zum Thema Graz.
00:19:41: Graz hat tolle Venues.
00:19:43: Ich bin ein selbergebürtiger Steirer und Halbsteirer.
00:19:46: Meine Mutter ist Steirin.
00:19:47: Also ich habe einen absoluten Bezug zu Steirmark.
00:19:54: Ich habe das Gefühl, Aber meine Bucke würden dir sicher noch mehr dazu sagen können, dass ... Gut, mit Wien hast du halt diesen Wasserkopf Österreichs.
00:20:03: Du hast diesen ... Das ist die Stadt mit abstandem meisten Menschen.
00:20:07: Du hast einfach hier weniger Risiko, weil du einen größeren Polenleuten hast, die du für einen Newcomer anziehen kannst.
00:20:13: Graz ist ja ... Ich glaub, aktuell noch immer so um die dreihunderttausend Einwohner.
00:20:18: Und Wien hat zwei Millionen.
00:20:19: Also kann man gar nicht vergleichen.
00:20:22: Aber ich hab das Gefühl, dass Graz einfach noch mehr ... darauf schaut, oder noch mehr Gewissheit braucht, um dann ein Risiko zu nehmen, um sich für den Eck zu entscheiden.
00:20:33: Und deshalb haben wir, glaube ich, gefühlt auch weniger Shows.
00:20:36: Das ist so mein Eindruck, dass ein Veranstaltende, wenn Judant zusagt, wenn wir ihn schon zumindest eine Tour hinlegen können, sagen, schau, Ben X Y, haben wir in Europa gehabt, drei Wochen lang.
00:20:48: Wir haben von Dänemark, Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz.
00:20:54: Diese Statement wäre abgegrast.
00:20:55: Wir haben hier auf ihrer ersten Tour vielleicht schon die ersten drei Konzerte ausverkauft.
00:20:59: Das gibt dann ein gewisses Selbstvertrauen, das man sagt vielleicht, hey, okay, das ist auch ein Gratz probieren.
00:21:05: Aber ich kann jetzt nicht sagen, dass Gratz in der eigenen Insel ist, die einen anderen Geschmack hat als die Wiener.
00:21:11: Ich glaube, das sind eher oft wirklich ekonomische Faktoren, die da mitspielen, dass das Gratz da ein bisschen zurückklingt, weil mir fallen sofort fünf, sechs Venios ein, die die toll sind.
00:21:25: Also in der Venue-Landschaft liegt es meiner Meinung nach nicht.
00:21:30: Bist du das als
00:21:32: Kürzer?
00:21:34: Vielleicht nicht so sehr für Bands, die du bringst.
00:21:36: Ich habe auch schon sehr viele Roller-Bands gesehen, glücklicherweise.
00:21:40: Wo wir am Anko haben, sind die großen Flächen.
00:21:42: Also oberhalb vom Orpheum, da wird es dann dünner, da hast du dann bald nur mehr die Stadthalle.
00:21:47: Das sagen sehr viele Veranstalter.
00:21:48: Das ist C, weil du Du kriegst keinen, sagen
00:21:51: wir mal,
00:21:52: anspruchsvollen Mainstream tatsächlich her oder so.
00:21:56: Es gibt aber auch schöne, große Open Airs, aber die werden immer schwerer.
00:21:59: Also im Sommer von Tains hat sich, glaube ich, wirklich weit unter den Erwartungen verkauft.
00:22:05: Und das war eigentlich schon das einzige große Konzert, von dem ich jetzt, also in meiner, wo ich noch hingehen würde, weil ich jetzt nicht so Semuino Rossi oder so.
00:22:12: Bei den kleinen und mittleren Venues, glaube ich, gehts, da haben wir durchaus Auswahl.
00:22:16: Zwei Sachen fallen mir da noch ein.
00:22:18: Das eine ist die Ticketpreise, die jetzt schon spürbar in den letzten Wochen für mich in die Höhe gegangen sind.
00:22:24: Ich verstehe es, ja, ich kann das total nachvollziehen.
00:22:27: Aber du zahlst das jetzt für österreichische Band, thirty-fünf bis vierzig Euro mal locker und das ist halt schon ein bisschen schmerzhaft.
00:22:34: oder bei einer Nummer wie Nick Cave auf der Burg Klamm sind wir bei hundert Euro.
00:22:39: Und das ist ja jetzt auch noch kein riesiges Mainstream Theater.
00:22:42: Also das wird, glaube ich, für viele Leute einfach schwierig.
00:22:45: Was ich dich aber noch fragen wollte, weil du gesagt hast, mal schaut, wie der Vorverkauf läuft.
00:22:50: Meine Arbeitshypothese ist, dass der Vorverkauf generell... immer schwieriger wird.
00:22:54: Die läuten sich später entscheiden, vielleicht auch.
00:22:56: Wenn man auf Last Minute Tickets kann man jetzt nicht hoffen in dem Bereich, aber hast du auch den Eindruck, dass die Vorverkaufsbereitschaft bei manchen Sachen groß ist, weil ich habe jetzt schon Tickets für, ich weiß nicht, irgendwann Mitte Juli in Wien, wo ich unbedingt zu Wutang klein oder so will, aber viele andere kleinere Bands, da wartet man einfach mal zu und schaut mal, wie sich das entwickelt.
00:23:19: Siehst du das auch so?
00:23:21: Ja, wir merken auf jeden Fall, wenn wir, wir bauen ja sehr viele Newcomer auf.
00:23:25: Also ich kann vor allem über Bands sprechen, die wir zum allerersten Mal nach Europa bringen und dann Acts, die wir zum zweiten, dritten, vierten, fünften, achten Mal bringen, wie sich das verändert.
00:23:36: Genau, was mir ein bisschen fehlt in dem Diskurs, ist das Thema Ticketing fees.
00:23:40: Also wir merken z.B.
00:23:42: auch, dass, wenn du das sagst, zu fünf und dreißig Euro kostet gleich einmal eine österreichische Band, dass da doch ein Haufen Fees oben sind.
00:23:50: Also ich erlebe das immer wieder, ich habe jetzt gerade gestern mit einer, auch in Amerika, ja, ich buche ein paar Shows immer wieder in Amerika für Künstler.
00:24:00: Geradehin im Pacific Northwest, also in Seattle, Bellingham und Portland zum Beispiel.
00:24:05: Und da besprechen wir den Ticketpreis.
00:24:08: und ja, das sind dann auf jeden Fall, das sind mindestens zehn Prozent Ticketing-Fies nochmal oben drauf.
00:24:15: die dann, ja, die du da eben auch nicht siehst als Künstler, aber aktuell sag ich die Eins-Wolf-Gang, es würde echt Sinn machen, eine Ticketing-Firma zu gründen, denn es ist echt ganz schön stark, was die Fies ausmachen mittlerweile.
00:24:31: Und die natürlich haben dann auch Auswirkungen auf den finalen Preis, weil, ja, um, wenn ich zum Beispiel bei einer Show, ich sag mal, zwanzig Euro mindestens brauche oder, oder, fünfundzwanzig und dreißig, dann kommt dann noch ein paar Geld drauf und dann schaut das dann für den Konsument natürlich dann wieder plötzlich teuer aus.
00:24:52: Aber da sind dann viele Fies dahinter auch, die der Künstler gar nicht sieht.
00:24:57: Ja, ich habe gerade heute Nachmittag ein Ticket gekauft, einer meiner Lieblingsbands und da waren das deutlich über zehn Prozent viel.
00:25:04: Ja.
00:25:10: Nächstes nicht ganz einfaches Thema in deinem Business.
00:25:13: Social Media war ja so mal von was nicht zwanzig zehn bis zwanzig zwanzig durchaus eine Möglichkeit relativ gut Zielgruppen zu erreichen, Reichweiten zu bekommen, vielleicht auch für kleinere Bands.
00:25:26: Ja, bringt das für ihn die heute überhaupt noch was?
00:25:29: Sie gibt ein Beispiel über gestern beim Konzert in einer Grazer Location.
00:25:35: Und diese Grazer Location hat auf Facebook immerhin neunundzwanzigtausend Fans.
00:25:38: Und jetzt wissen wir schon, Facebook ist natürlich jetzt nicht unbedingt mehr der Kanal für die Zielgruppe oder so.
00:25:44: Aber die Postings haben wir heute angeschaut von der Location und die haben zwischen null und maximal sieben Likes.
00:25:49: Also ich gehe mal davon aus, dass die organische Reichweite ganz ordentlich im Keller ist.
00:25:55: Und andererseits habt ihr jetzt wahrscheinlich nicht so viele Bands, die auf TikTok viral gehen.
00:25:59: Also wie wichtig ist Social Media überhaupt noch für dein Business?
00:26:02: Sehr, sehr wichtig.
00:26:03: Also wir haben ein sehr digitales Marketing.
00:26:06: Das eine ist die Die Social Media.
00:26:09: Performance des Künstlers selber ist uns extrem wichtig, dass einfach ein Künstler, der braucht ja das Rad nicht neu erfinden.
00:26:16: Es gibt so viele tolle Beispiele.
00:26:18: Aber es ist extrem wichtig für uns, dass ein Künstler einfach einen gut funktionierten Instagram-Kanal zum Beispiel hat.
00:26:24: Dass man einfach sieht, der bemüht sich, der hat Posts, der kreiert ein Charisma auch auf seinem Kanal.
00:26:31: weil da ja Fanbonding auch entsteht.
00:26:33: Und jeder Venue möchte sehen, dass der aktiv ist, dass da was passiert, dass da eine Fanbase aufgebaut wird.
00:26:39: Und das ist das Schöne an Kanälen wie Instagram.
00:26:42: Du kannst dir ohne Geld auszugeben als Künstler mit Zeitinvestment, mit guten Content, mit Content Creation, kannst du Fans, direkt zu Fans kommen.
00:26:58: Wo wir den Künstlern helfen, ist der Bereich Digitales Marketing.
00:27:01: Wir haben da zwei Phasen.
00:27:05: Wenn wir quasi die Tour gebucht haben, dann gibt es da zwei Phasen, um quasi den Ticketverkauf erfolgreich zu gestalten.
00:27:13: Und das eine ist diese Awareness-Phase, wo wir in Erster Linie den Content-Testen herausfinden, wer ist der Fan.
00:27:19: Und dann eine weitere Folge, wenn die Tour steht und wir alle Ticketlinks haben.
00:27:25: dann kommt es dazu, dass wir einen Ticket sehr aus Funnel haben.
00:27:28: Wir werden gezielt diese Daten nutzen, die wir eingesammelt haben in der Awareness-Face, um zu verstehen, wer like die Band, wer ihm gefällt das und vor allem welcher Content kann man besten an?
00:27:37: und dann ganz zielgerichtet mit dem besten Content, die möglichst richtigen Menschen anzusprechen.
00:27:43: Und wir hören das links und rechts von unseren Künstlern, wenn sie auf Tour sind, wenn sie dann die Leute fragen am Merkstand, ja und wie seid ihr von uns gekommen, habt ihr zum ersten Mal von uns gehört, cool.
00:27:53: Sehr, sehr oft kommt die Antwort.
00:27:55: Wir haben eure Ad gesehen.
00:27:57: Wir sind über Instagram, Facebook auf euch gestoßen.
00:28:03: Und insofern war ein absoluter Gamechanger in meiner Company.
00:28:07: Wir haben ... ... wo die Zeiten ruf sind auf vielen Ebenen, auch wirtschaftlich.
00:28:13: Wir haben noch nie so viele Konzerte ausverkauft wie ... ... und für viele Acts, die noch nie in Europa waren.
00:28:20: Also ... Wir sind sehr stolz auf diese Formel, die wir kreiert haben.
00:28:25: Wir haben einen Hybrid zwischen Booking, PR, also der Medienarbeit und Digital Marketing.
00:28:34: Und wir merken einfach, dass wir zum Beispiel allein mehr Medien Feedback bekommen und mehr, egal ob es Partikel sind oder Radio Plays, wenn wir für Medien zwei Argumente haben, nämlich A, dass die Band live vor Ort sein wird und B, dass sie eine neue Veröffentlichung hat.
00:28:49: Und da bist du dann oft auf der Überholspur, weil du zwei Argumente hast, warum ein Medium über die schreiben kann.
00:28:55: Und genau das ist ein Mix aus, wie man eigentlich schon sagt, Buzz, Creation of Buzz, also Buzz Creation im Bereich Medien.
00:29:05: Da liegt es auch am Eck, ja.
00:29:06: Wer am Eck wird, werden Radios, die passen nicht wirklich in die Radiolandschaft, aber da kriegen wir sehr viele Artikel zustande oder haben Interviews on the road.
00:29:19: und kommen in wirklich wichtige Medienreihen, wo doch eine Zielgruppe für diese Band da ist.
00:29:24: Dann haben wir andere Bands, die bekommen Radio-Rotation, Airplay in ganz GSA und das hilft uns massiv, weil sie dann eingeladen werden, wie bei einer Radio-Show zu spielen.
00:29:33: Wir haben jetzt einen Akt aus Dänemark, Entschuldigung, aus Norwegen, die wir zum ersten Mal auf Tour haben, die wurden eingeladen vom ARD in einer Morningshow zu performen.
00:29:43: Und das ist eine riesige Reichweite.
00:29:46: Das heißt, diese Medienarbeit ist nach wie vor für uns extrem wichtig.
00:29:49: Hängt vom Künstler, wir Marsch schneidern für jeden das Paket und schauen uns natürlich die relevanten Medien an, die wir ansprechen.
00:29:59: Und das in Kombination mit der Tour, also mit dem Live-Marketing, wo du dich live vermarktest aufgrund deiner Performance vor Ort.
00:30:07: Und dem digitalen Marketing wurde den Kanal, dass der direkt zu den Menschen geht, wurde nicht davon abhängst, dass ein Medium sagt, so, daumen hoch, daumen runter.
00:30:17: Das sind halt diese drei Kanäle, die wir ausschöpfen, um an Leute zu kommen.
00:30:21: Im Endeffekt geht es einfach bei jeder Tour darum, Fans zu finden, zu Fans zu kommen.
00:30:26: Und das passiert, wie gesagt ... Massiv über das digitale Marketing-Welt.
00:30:31: Dieses Handy ist dieses Tool, das wir alle jeden Tag bei uns haben.
00:30:35: Und ich würde mal behaupten, mehr Menschen konsumieren heutzutage gewisse Social Media-Plattformen als vielleicht eine Online-Zeitung.
00:30:43: und
00:30:44: außerdem haben doch aber den lesen praktisch alle
00:30:47: den liest.
00:30:47: ganz österreich oder ganz europa nämlich ja
00:30:50: so mindestens alle deutsch brachen umgekehrt gefragt wie suchst du aus der fülle der bands aus?
00:30:56: wir wissen ja alle das ist eigentlich jeden tag noch mehr bands werden.
00:30:59: es werden unendlich viele und wahrscheinlich immer sehr viele in portland.
00:31:02: wie suchst du da aus?
00:31:03: weil du kannst ja nicht alle promoten
00:31:05: kann ich nicht.
00:31:06: und wenn ich jetzt die ratio sagen würde also zwischen den Bands, die bei uns anfragen und wie viele von davon interessant sind.
00:31:15: Das ist nicht sehr hoch.
00:31:19: Wir kriegen jede Woche viele Anfragen aus der ganzen Welt und der effektivste Weg, wie wir zu Künstlern kommen, sind eigentlich zwei Wege, die ich da gesehen habe.
00:31:29: Das eine ist, wir werden weiter empfohlen von tollen Acts, mit denen wir arbeiten oder andere Acts, die sie kennen, befreundet sind oder die sie entdeckt haben, finden heraus, wer hat denn die Europatur gebucht, wer arbeitet mit der Band und findet heraus, dass es rollenmüßig ist.
00:31:43: Das ist ein Weg, das passiert sehr oft, dass wir weitempfohlen werden oder auch von der Industrie, von Managern weitempfohlen werden oder von Labels.
00:31:51: Und das andere ist, dass wir sehr viel aktive Scouting betreiben.
00:31:57: Eva, meine Kollegin, die in Wien sitzt, die macht bei mir Scouting.
00:32:00: Ich habe einen eigenen A&R, einen eigenen Scout.
00:32:03: in Amerika sitzen, Nils, der schickt mir jede Woche fünfzig Bands.
00:32:07: Und von diesen fünfzig Bands filter ich dann durch.
00:32:10: Also er weischt mir mal, was für Roller relevant ist, aber dann kommt noch mal so mein Filter drüber, was von dem, was Emma präsentiert, was für mich relevant ist für die Firma.
00:32:21: Und ja, das heißt, ich bekomme allein von Nils jedes Monat zweihundert neue Bands vorgestellt.
00:32:27: Davon gefallen mir meistens, würde ich jetzt mal sagen, Hundertfünfzig, oder die ich bei Roller sehe und genau so entdecken wir sie.
00:32:38: Auf wie viel Konzert denn der Woche gehst du denn?
00:32:40: Ich war auf vielen Konzerten hier.
00:32:42: Ich habe Wochen gehabt, wo ich dreimal die Woche auf einem Konzert war.
00:32:47: Arbeitsbedingt und weil ich ja neben Roller-Music auch Musikproduzent hier bin, war ich jetzt sehr viel eingespannt mit im Studio zu sitzen.
00:32:57: Also ich hatte viele Nächte im Studio und nicht bei Konzerten.
00:33:02: Im Idealfall kann ich eine Band live sehen, bevor ich sie seine.
00:33:07: Aber das ist mittlerweile, weil wir so international arbeiten, fast unmöglich.
00:33:11: Und wenn ich eine interessante Band habe in Portland und die hier spielt absolut, dann bin ich beim Konzert.
00:33:18: Aber die meisten, ich sage die ganz ehrlich, die wir gesahnt haben im letzten Jahr, konnte ich nicht live sehen.
00:33:25: Aber Wir leben auch in einer Welt, wo mittlerweile Live-Performance-Videos einfach gang und gäbe sind und ich auch jeder Band rate, bevor du ein Musikvideo drehst.
00:33:35: Bitte, begib dich ein Studio oder eine nette Location, mach ein Live-Video, weil das kann mein Booker zehnmal mehr gebrauchen.
00:33:42: Hilf dir in der Promotion und showcase dich als Band.
00:33:46: Von daher, das ist genau der Content, den ich mir sehr gut anschaue.
00:33:51: Live-Performance-Videos.
00:33:53: So, wir kommen schon zu unserer letzten Rubrik, die heißt in aller Kürze.
00:33:56: Also kurze Fragen und kurze Antworten bitte.
00:33:58: Okay.
00:33:59: Beste Band aus Portland.
00:34:02: Aktuell oder?
00:34:03: Ja, machen wir aktuell.
00:34:05: Mach's ganz spontan aus dem Bauch raus.
00:34:07: Haley Hendrix.
00:34:08: Okay.
00:34:09: Drei Dinge, die auch jetzt noch für die USA sprechen.
00:34:12: Enthusiasmus, eine gewisse Offenheit, wenn man etwas kreieren möchte und aufbauen möchte.
00:34:20: Diversität.
00:34:27: Okay.
00:34:30: Curtis Harding.
00:34:40: Beides.
00:34:51: Mach's jetzt wirklich politisch schwarz.
00:34:53: Okay.
00:34:54: Ja, lieber Dominik, das war's mit uns beiden.
00:34:58: Herzlichen Dank, dass du dir da über dem großen Teichzeit genommen hast für den kleinen Haubentaucher.
00:35:03: Ich wünsche dir eine schöne Zeit jetzt rund um den Jahreswechsel, ein erfolgreiches, zwanzig, sechsundzwanzig.
00:35:10: und kleiner Aufruf an das Publikum.
00:35:12: Schaut euch Rollerkonzerte an.
00:35:15: Der Haubendorcher hat zumindest immer wieder mal welche.
00:35:19: Es gibt Veranstalter, die sehr viele Roller-Acts haben, gerade auch in der Steiermark.
00:35:24: Also das sollte kein Problem sein.
00:35:26: Danke an alle, die dabei waren und bis zum Ende zugehört haben.
00:35:29: Danke an das Pod für die Produktion.
00:35:31: Und wie gesagt, danke Dominik.
00:35:33: Sehr gerne.
00:35:34: Hat mich gefreut.
00:35:35: Danke für das Interview.
00:35:36: Ciao, ciao.
00:35:37: Ciao, mach's gut.
00:35:41: Das war der Haub und auch der Podcast.
00:35:45: Nächstes Monat gibt es mehr.
00:35:59: Und wer hat's produziert?
00:36:01: Das Pot.
00:36:02: Deine Podcast-Agentur.
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